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Perry Rhodan Nr. 2526: Die Gespenster von Gleam



Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Die JESSE OWENS, ein als Beiboot der RICHARD BURTON III eingesetzter Schlachtkreuzer, fliegt der Galaktischen Flotte voraus und erreicht den Planeten Gleam in Andro-Beta am 28. Februar 1463 NGZ. Gleam war eine wichtige terranische Basis im Andromeda-Feldzug des 25. Jahrhunderts. Der riesige Flottenstützpunkt Power Center wurde auch noch von der LFT unterhalten und hatte zuletzt eine ständige Besatzung von 300 Mann. Er soll jetzt im Rahmen der Operation Hathorjan verwendet werden. Allerdings reagiert Power Center nicht auf Funkrufe. Deshalb werden Raumlandetruppen entsandt, die die Lage sondieren sollen. Sie werden von Major Lethem Shettle angeführt, der die junge, unerfahrene Soldatin Anais Berkoff als persönliche Begleiterin auswählt. Er hat das in ihr schlummernde Potential bemerkt und verlangt während des Einsatzes Höchstleistungen von ihr, um sie zu testen und zu fördern. So will er sie für größere Aufgaben vorbereiten.

Die Raumlandetruppen finden eine bereits teilweise von der Natur zurückeroberte Station vor, die zudem vor kurzer Zeit Schauplatz heftiger Kämpfe gewesen sein muss und geplündert wurde. Die Besatzung ist nicht aufzufinden. Nach einigen Problemen mit der aggressiven Fauna Gleams findet Anais einen toten Maahk und verspürt, ebenso wie Shettle, eine geisterhafte Präsenz. Eine Botschaft Perry Rhodans, die dieser erst vor wenigen Minuten hier hinterlassen hat, wird gefunden. Die Soldaten treffen auf kämpfende Maahks und verfolgen sie, doch die Methanatmer verschwinden plötzlich spurlos. Stattdessen stoßen die Terraner auf "Die Mörderischen Jungs Des Siebten Gebets" - Twonoser, die sich zwar martialisch geben, ihre Unterlegenheit aber sehr bald kleinlaut eingestehen müssen. Ihr Volk ist seit der Hyperimpedanz-Erhöhung auf dem absteigenden Ast. Sie haben Power Center geplündert. Sie sind allerdings nicht für die Zerstörungen und das Verschwinden der Stationsbesatzung verantwortlich, sondern haben nur eine günstige Gelegenheit genutzt. Sie werden in Gewahrsam genommen und abtransportiert.

Endlich können redundante Systeme der Station in Betrieb genommen werden, so werden auch die Maahks wieder geortet. Es zeigt sich, dass sie zwei Artgenossen verfolgen. Die Terraner stellen sie, als sie gerade einen der beiden töten, der zweite bittet um Asyl und bietet wichtige Informationen über Perry Rhodan an. Shettle ist bereit, ihn zu schützen, doch die anderen Maahks fordern die Übergabe des Flüchtlings. Angeblich haben die Maahks die Station "evakuiert", um die Menschen vor den "gefährlichen Abtrünnigen" zu retten. Tatsächlich benutzen sie die 300 Terraner als Geiseln, um freien Abzug zu erhalten, nachdem sie auch den dritten Flüchtling rücksichtslos erschossen haben. Dabei haben sie sogar Shettle in Lebensgefahr gebracht. Die Maahks verlassen das Tri-System mit ihrem in der Sonnenkorona versteckten Schiff.

Nun kann Power Center von den Galaktikern übernommen und instandgesetzt werden. Die Untersuchung der drei toten Maahks ergibt keine Besonderheiten, doch die Chefärztin der JESSE OWENS vermutet, es könne sich um Schattenmaahks handeln. Das würde die kompromisslose Feindseligkeit der anderen Maahks erklären.

Kommentar:

Die erste Hälfte des Romans besteht aus der minutiösen, bis ins Detail gehenden Schilderung eines Raumlandeunternehmens, komplett mit Vorbereitung, Übernahme der Ausrüstung, Aufzählung der beteiligten Personen, Roboter und Schiffe etc. p.p. - in der zweiten Hälfte kommt dann praktisch nur noch die Verfolgung der Maahks und Twonoser hinzu. Dem Autor war wohl selbst klar, dass das nicht besonders spannend oder auch nur interessant ist - jedenfalls nicht für Leute, die keine Vorliebe für trockene militärische Einsatzberichte haben. Also fügt er eine kleine Nebenhandlung ein: Der Truppenkommandeur Shettle macht sich Gedanken über seine Leute und konzentriert sich auf Anais Berkoff, ein Küken, das beim Einsatz auf Gleam eigentlich nichts verloren hätte, von Shettle aber sogar an die Spitze eines Trupps gesetzt wird. Shettles Gedanken sowie Berkoffs Ängste sollen dem Roman wohl eine menschliche Note verleihen. Leider nervt Berkoffs permanentes Versagen irgendwann nur noch. Und natürlich ist es alles andere als glaubwürdig, dass es jemanden wie sie in der angeblich nur aus handverlesenen Elitekämpfern bestehenden Landetruppe überhaupt geben kann. Wäre sie noch gar nicht Mitglied dieser Truppe, sondern müsste sich im Gleam-Einsatz erst bewähren, um aufgenommen zu werden, dann wäre diese Story vielleicht akzeptabler.

Thurner hat aber einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite: Er kann auf die nostalgischen Gefühle aller Altleser setzen, die bei der bloßen Erwähnung von Namen wie Gleam, Power Center und Andro-Beta, beim Auftreten von Twonosern und Maahks usw. schon gleich wehmütige Seufzer ausstoßen. Das hat sogar bei mir funktioniert. Natürlich handelt es sich bei der Reaktivierung altbekannter Schauplätze auch um Kalkül, an den Haaren herbeigezogen ist das aber nicht. Warum sollte man einen intakten Flottenstützpunkt denn nicht für einen neuen Feldzug nutzen? Neu war für mich nur die Information, dass Power Center auch nach dem Krieg gegen die MdI noch verwendet worden ist. Sollte das in irgendeinem früheren Roman erwähnt worden sein, dann habe ich es vergessen. Vielleicht weiß ja meine geneigte Leserschaft mehr?

Die Sache mit den Maahks ist klar. Die Schattenmaahks entwickeln sich und werden von ihresgleichen verfolgt. Der letzte von ihnen hatte Infos über Rhodan. Vielleicht war er einer von denen, die auf OROLOGION unterwegs waren (vgl. PR 2507). Im Gegensatz zu den Landetruppen weiß der Leser, wie Rhodans Botschaft nach Gleam gekommen ist - siehe PR 2522. Die Warnung war aber ziemlich sinnlos. Hatte Rhodan nicht mehr zu sagen? Hätte er nicht wenigstens seine letzten Erlebnisse im Stardust-System und mit ES kurz zusammenfassen können?

J. Kreis, 16.01.2010




Gastkommentare


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Gastkommentar von Rudolf (17.01.2010):

Kann das Zufall sein?

Ein Anagramm von "Anais Berkoff" ist "Fiasko fernab"...

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