Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2523
Weiter zu Nr. 2525


Perry Rhodan Nr. 2524: Der Sturmplanet



Autor: Leo Lukas

Inhalt

Am Holoin-Fünfeck ist eine Pattsituation eingetreten. Hunderte Schlachtlichter und 3000 Gaid-Walzen belagern das System, aber die Flotte der Galaktiker ist hinter dem Raum-Zeit-Labyrinth noch sicher. Selbst die Raumer der Frequenz-Monarchie können dieses Fallensystem nicht überwinden, wie sich herausstellt, als zehn Schlachtlichter, die am 24. Februar 1463 NGZ probeweise vorausgeschickt wurden, darin verloren gehen. Außerdem bliebe den Galaktikern selbst im ungünstigsten Fall immer noch genug Zeit, durch den Sonnentransmitter zu fliehen. Somit kann Atlan es sich erlauben, einen Teil der eigenen Streitkräfte abzuziehen, um die Hades-Dunkelwolke zu erforschen. Zuvor erhält er einen A-Controller mit besten Grüßen von Blo Rakane. Mit der JULES VERNE, 1500 Posbi-Fragmentraumern, 100 LFT-BOXEN, zwei PONTON-Tendern, zwei LFT-Explorerschiffen und zehn Ultrariesen fliegt Atlan zunächst zum Planeten Multika, wo der Stützpunkt Multika-Alpha aufgebaut wird. Die JULES VERNE fliegt von dort aus allein weiter via Coffoy und Atrun-System Richtung Hades.

Mit an Bord ist die Wissenschaftlerin Iris Shettle aus der Charon-Wolke. Atlan wollte sie dabei haben, da von ihr eine Theorie stammt, der zufolge die CREST III sich seinerzeit nur mit 10% der Lichtgeschwindigkeit im Bereich Hades fortbewegen konnte, weil mikroskopisch kleine Hyperkristalle in die Staubmassen der Dunkelwolke eingebettet sind, wodurch die Struktur des Hyperraums beeinflusst wird. Außerdem soll sie auf Gucky aufpassen, den Atlan seit der Sache mit den Sternenhorchern von Thirdal für psi-labil hält. Der Mausbiber ist jedoch wieder ganz der Alte und braucht keine Aufpasserin.

Wie sich herausstellt, wurde Coffoy (wo sich ein Maahk-Stützpunkt befinden sollte) hastig geräumt. Im von den Tefrodern besiedelten Atrun-System haben die Galaktiker mehr Glück. Dort wurde vor kurzem erst ein Angriff der Gaids zurückgeschlagen. Atlan und Gucky werden von Admiral Meruv Tatur zum Gastmahl gebeten. Der Arkonide und der Mausbiber erhalten nicht nur einige Kisten mit tefrodischen Köstlichkeiten, sondern auch Informationen. Das tefrodische Reich wurde nach Taturs Meinung durch Fragmentierung geschwächt, Virth Jarron Thabaron reagiert nur zögerlich auf die Angriffe der Frequenz-Monarchie und der Gaids. Die Maahks haben sich wegen interner Probleme schon vor Jahrzehnten ganz von der galaktischen Bühne Andromedas zurückgezogen. Im Machtbereich der Gaids sollen innerhalb kürzester Zeit neue Sonnen entstanden und wieder vergangen sein.

Am 26. Februar trifft die JULES VERNE bei der Hades-Dunkelwolke ein. Überall sind feindliche Raumer unterwegs. Iris Shettles Theorie bestätigt sich, aber die JULES VERNE erreicht trotzdem eine Geschwindigkeit von 25% Licht, so dass sie Überlichtetappen zurücklegen kann. Ziel ist ein Bereich besonders starker Hyperaktivitäten, um den die hyperenergetisch aufgeladenen Staubmassen der Dunkelwolke kreisen. Als die JULES VERNE am 4. März in der Nähe dieses Bereichs erscheint, stößt sie in ein Wespennest. Mindestens 5000 Schlachtlichter schützen einen Planeten, den die JULES VERNE nicht einmal im Tsunami-Modus erreichen kann: Der Feind kann die "Heckwelle" verwirbelter Hyperkristalle orten, die der Hantelraumer hinter sich herzieht. Mit Hilfe der Metaläufer-Technik kann die JULES VERNE ihre Verfolger abschütteln.

Nun fliegen die Galaktiker zu einer 373 Lichtjahre weit entfernten Hyperaktivitäts-Anomalie, die offenbar von der Frequenz-Monarchie ignoriert wird oder noch nicht entdeckt wurde - auch die Wissenschaftler der JULES VERNE sind erst durch den Einsatz des Meta-Orters auf diese Zone aufmerksam geworden. Die Werte lassen vermuten, dass es dort große Mengen Salkrit-ähnlicher Hyperkristalle gibt, die für die Galaktiker von unschätzbarem Wert wären. Iris Shettle entdeckt am Ziel einen von heftigen Stürmen umtosten, entfernt erdähnlichen Planeten, den sie auf den Namen Eurydike tauft. Gucky espert primitive Intelligenzwesen, die die Stürme zur Fortbewegung verwenden und deren Religion ihnen eine Wallfahrt zu einem bestimmten Ort aufzwingt.

Genau dort landen die Galaktiker. Sie finden hunderte Meter große Ruinen und unzählige Pflanzenwesen vor, die rollenden Büschen ähneln. Diese Wesen, die Gurmaer, bestehen quasi aus psi-materiell gesättigter Luft und ernähren sich von kristallisierter Psi-Materie (vergleichbar mit Salkrit oder Altrit) in der Atmosphäre Eurydikes. Ihr Wallfahrtsziel ist die Mumie eines Wesens, von dem sie alle abzustammen glauben. Dieses Wesen hat die Gestalt eines 50 Meter großen, aufrecht gehenden Wals. Die Wissenschaftler entnehmen der Mumie eine Probe. Dann muss die JULES VERNE fliehen, denn Schiffe der Gaids erscheinen bei Eurydike. Sie verfolgen den Hantelraumer nicht.

Am 11. März, beim ersten Orientierungsstopp außerhalb von Hades, präsentieren die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse. Demnach ist die Wal-Mumie etwa zehn Millionen Jahre alt, und psionisch aufgeladene Goldmoleküle sind Bestandteil der Grundstruktur dieses Wesens - ähnlich wie bei den Inyodur aus dem Goldenen System von Charon, deren Überreste die einzige bekannte Salkrit-Quelle sind.

Plötzlich wird Alarm gegeben: 18 riesige Gaid-Walzen sind aufgetaucht und haben die JULES VERNE eingekesselt, halten sich aber noch zurück.

Kommentar:

Dieser Roman ist zwar aufgrund der vermittelten Informationen interessant und wegen des Kunstgriffs, die Ereignisse mal aus Atlans Blickwinkel und mal aus dem von Iris Shettle zu beleuchten, sogar unterhaltsam. Wegen verschiedener kleiner humorvoller Episoden, die aber nicht zu albern werden, ist er auch amüsant. Aber er enthält recht viele Passagen, die so wirken, als habe Leo Lukas sie von Datenblättern abgeschrieben und die deshalb unangenehme Erinnerungen an die technokratisch-kalten "Romane" Rainer Castors wecken. Deshalb kann ich das Heft weder als hundertprozentig gelungen noch als schlecht bezeichnen. Leo Lukas kann es besser, aber vielleicht hat ihm das Thema nicht so behagt - in obiger Zusammenfassung kommt nicht umsonst ziemlich oft das Wort "Hyper" vor...

Konzentrieren wir uns also auf die Neuigkeiten. Zunächst mal ein Informationssplitter, den ich in der Zusammenfassung nicht berücksichtigt habe: Quasi im Nebensatz wird eine "Tragödie um Dr. Indica" erwähnt, die Atlans Extrasinn dazu veranlasst hat, jedem weiblichen Wesen in Atlans Umfeld mit Argwohn zu begegnen. So auch Oberst Vashari Ollaron, die der alte Schwerenöter schon 1449 NGZ in der Kharag-Stahlwelt kennen gelernt hat und auf der seine Augen jetzt mit Wohlgefallen ruhen. Sie kommandiert die Galaktikumsflotte in seiner Abwesenheit. Aha. Atlan hat also vielleicht bald eine neue Liebschaft und seine alte Flamme Indica hat möglicherweise ein unschönes Ende gefunden. Ich weiß gar nicht, der wievielte Schnipsel dieser Art das jetzt ist. Ärgerlich dabei: Es folgen keine weiteren Infos. Man wüsste doch gern, was da passiert ist.

Dann die Sache mit den Maahks und den neuen Sonnen im Machtbereich der Gaids. Ersteres ist recht klar: Das Volk der Maahks macht eine Entwicklung durch, die es spalten wird. Die Schattenmaahks entstehen. Was es mit den neuen Sonnen auf sich hat, kann ich noch nicht einschätzen. Versuchen die Gaids vielleicht, im Auftrag der Frequenz-Monarchie neue Sonnentransmitter herzustellen? Was die Frequenz-Monarchie in Andromeda sucht, ist bekannt: Neue Polyport-Höfe und letztlich das PARALOX-ARSENAL.

Dann zu Eurydike. Dort haben also irgendwann jene riesigen Wal-Wesen gelebt, deren Hinterlassenschaften man auch im Sternhaufen Far Away entdeckt hat. Und lässt das Erscheinungsbild der Gurmaer nicht auch den Gedanken an Parallelen mit diesen merkwürdigen psi-materiellen "Schneekristallstrukturen" zu, die ebenfalls in Far Away gefunden wurden? Man beachte: Über eine dieser Strukturen war etwas erreichbar, das dem Inneren eines Polyport-Hofes gleicht. Oder war das etwa was ganz anderes, zum Beispiel das PARALOX-ARSENAL? Könnten die Riesenwale etwas mit dem Diebstahl dieser ultimativen Waffe zu tun haben? Dass sie in gewisser Weise den Inyodur ähneln (vgl. PR-Extra Nr. 3), muss nichts zu bedeuten haben. Einer Legende der Inyodur zufolge wurden sie durch kosmischen Goldstaub verändert, der in der Nähe einer Materiequelle psionisch aufgeladen worden war und dann auf ihren Planeten herabgeregnet ist. Das muss aber hunderte Millionen Jahre in der Vergangenheit geschehen sein und so alt sind die Riesenwale wohl nicht. Sie müssen anders entstanden sein.

Was es mit all dem auf sich hat, werden wir zweifellos bald erfahren, höchstwahrscheinlich in Form einer "Lebensgeschichte". Dabei fällt mir ein, dass es eine solche im neuen Zyklus noch gar nicht gegeben hat...

Doch genug davon. Ich wünsche all meinen Lesern ein gutes neues Jahr - möge 2010 nur angenehme Überraschungen für euch bereithalten!

J. Kreis, 31.12.2009


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2523
Weiter zu Nr. 2525