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Perry Rhodan Nr. 2523: Am Rand von Amethyst



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Icho Tolot ist im Stardust-System zurückgeblieben, um Timber F. Whistler zu unterstützen. Er schließt sich einer von Captain Eritrea Kush geführten Kompanie der dritten Stardust-Raumlandedivision an, die einen Teil der Front bei Amethyst-Stadt sichert. Dort ist eine Pattsituation eingetreten: Die Raumschiffe der Fremden sind von der Stardust-Flotte abgefangen worden und ganz Amethyst liegt unter Paratron-Riegelfeldern, die von zwei Schlachtkreuzern erzeugt werden, doch auch die Fremden haben Schutzschirme errichtet und erhalten außerdem über Amethyst immer neuen Nachschub. Es wurde beobachtet, dass sie irgendetwas bauen. Whistler kann nicht zulassen, dass hier möglicherweise eine neue Bedrohung entsteht. Tolot und Kush unternehmen deshalb verschiedene Versuche, zu den Invasoren vorzudringen. Die Paratronschirme werden deaktiviert, die Kreuzer zerschießen die Schutzfelder der Fremden. Landetruppen greifen an, doch der Widerstand ist zu stark und auch der Haluter kann keine Wende herbeiführen. Der Sturmangriff muss endgültig abgebrochen werden, als die Fremden auch noch Luftunterstützung aus Amethyst erhalten. Beim Absturz eines der Wespenschiffe sterben viele Stardust-Soldaten. Auch Kush wird verwundet, ist aber bald wieder auf den Beinen.

Bei zumindest einem der Invasoren kommt es wegen des geradezu rücksichtvollen Vorgehens der Stardust-Soldaten zu einem Umdenken. Kardo Tarba, ein Jaranoc und Anführer der 10.000 Mann starken vierten Jara-Division, ist sich darüber im Klaren, dass die Humanoiden nur ihre Kugelraumer auf die Stützpunkte seines Volkes schießen lassen müssten, um alle Jaranoc auszuradieren. Das haben sie bisher trotz eigener Verluste nicht getan, außerdem wurden bei dem Sturmangriff nur Paralysatoren eingesetzt. Und schließlich sind die Humanoiden nicht der eigentliche Feind der Jaranoc. Er befiehlt deshalb seinen eigenen Männern, genauso vorzugehen und keine tödlichen Waffen zu verwenden. Seinen Auftrag will er dennoch mit allen Mitteln erfüllen: Die Baustelle des Hyperdim-Perforators zu schützen. Die Jaranoc stammen nicht aus Amethyst-Stadt, sondern nutzen diese nur, um von einem anderen Ort nach Katarakt gelangen zu können. Sie stehen unter Zeitdruck, denn die Stadt wird bald wieder "weiterwandern".

Tolot probiert die Transmitterverbindungen in der Stardust-Felsennadel durch. Nur ein Bruchteil der möglichen Ziele der dort aufgestellten und seit Rhodans Ankunft nutzbaren Käfigtransmitter wurde erforscht, und Tolot nimmt zu Recht an, dass sich eine der Gegenstationen innerhalb der von den Invasoren errichteten Schutzfelder befindet. Der Transmitter steht in einer Halle unter der Planetenoberfläche, so dass Tolot, Captain Kush und ein kleiner Einsatztrupp sich tatsächlich der Baustelle nähern können. Sie bleiben trotz ihrer Deflektoren nicht unbemerkt. Kardo Tarba will sie abfangen. Es kommt zum Kampf, der aber jäh unterbrochen wird, als Amethyst verschwindet. Durch das damit verbundene energetische Chaos fällt jegliche Technik vorübergehend aus. Die Stardust-Soldaten können gerade noch einen Blick auf eine mit 540 Metern Länge größere Version der bekannten "Wespenschiffe" werfen, als sich dieses auflöst - es ist "gestartet". Zum wiederholten Mal müssen sich die Stardust-Soldaten unverrichteter Dinge zurückziehen. Kardo Tarba lässt sie ziehen, wie sein Ehrgefühl es von ihm verlangt. VATROX-VAMU kann ohnehin mit seinen Soldaten zufrieden sein, denn der Hyperdim-Perforator wurde rechtzeitig fertig gestellt und von seinem Trägerschiff in Sicherheit gebracht. Kardo Tarba beschließt, den riesigen, vierarmigen Kampfkoloss, der die Humanoiden unterstützt hat, demnächst zum Zweikampf herauszufordern.

Timber F. Whistler hat eine neue Hiobsbotschaft erhalten. 12 Schlachtlichter der Frequenz-Monarchie nähern sich dem Stardust-System. Die Flotte ist ihnen weit unterlegen. In dieser Situation beschließt Tolot, eine der Kartuschen in der Stardust-Felsennadel zu aktivieren, auf die er von der Wissenschaftlerin Lira Weiluna hingewiesen worden ist. Das Symbol zeigt 22 kreisförmig angeordnete Sterne, die das Stardust-System repräsentieren und neuerdings von einer gestrichelten Linie umgeben sind. Als Tolot das Symbol berührt, baut sich rings um das System ein neuer Sextadim-Schleier auf, in dem die Schlachtlichter nun festsitzen.

Kommentar:

Wie ich schon mal sagte: Das Stardust-System ist jetzt nur noch einer von vielen Schauplätzen der Kämpfe gegen die Frequenz-Monarchie und hat deshalb für mich seinen Reiz weitgehend verloren. Ich hatte auf mehr Romane gehofft, in denen der mit Schwierigkeiten verbundene Aufbau der Stardust-Menschheit, ihr Weg hinaus in den Sternhaufen Far Away, die Erkundung neuer Welten, geheimnisvoller Überbleibsel versunkener Kulturen und so weiter geschildert wird. Stattdessen dürfen wir uns auch in diesem Heft wieder an Geballer ergötzen.

Immerhin versucht Montillon wenigstens, das ansonsten übliche Schwarz-Weiß-Schema aufzubrechen. Er lässt es menscheln, indem er Eritrea Kushs Hintergrundgeschichte ausbreitet (OK, die hätte ich nicht unbedingt gebraucht) und führt mit Kardo Tarba eine Figur ein, die nicht einfach nur ein neuer böser Feind ist, sondern dem Leser sogar sympathisch wird. Wer weiß? Vielleicht kommt es doch noch zu einer Verständigung oder gar einem Bündnis mit den Jaranoc. Allerdings kennen wir ihre Absichten noch nicht. In welcher Beziehung steht VATROX-VAMU, dem sie dienen, zu VATROX-CUUR, dem Chef der Frequenz-Monarchie? Und was haben sie mit dem Hyperdim-Perforator vor? Sollte dessen Trägerschiff das Stardust-System noch nicht verlassen haben, wird sich bald herausstellen, ob dieses Ding vielleicht genutzt werden kann, um den neuen Sextadim-Schleier zu durchbrechen.

Der Sinn der An- und Abschalterei dieses Schleiers hat sich mir nicht wirklich erschlossen. Ich habe nicht einmal verstanden, warum der erste Schleier überhaupt erloschen ist: Hat ES ihn deaktiviert, sobald Perry Rhodan NEO-OLYMP erreichen konnte, weil sich der im Stardust-System befindliche Polyport-Hof von selbst aktiviert hat? Oder ist der Schleier einfach so erloschen, was erst dazu geführt hat, dass NEO-OLYMP sich aktiviert hat und erreichbar wurde? Oder wie? Was ist der Zweck der Aktion? Hätte es eine Strukturlücke nicht auch getan? Jetzt ist die Stardust-Menschheit auf ihr Sonnensystem beschränkt, und wer noch draußen ist (z.B. die Flotteneinheiten bei KREUZRAD und bei Sionis, die Prospektoren und die Grenzgänger), hat Pech gehabt. Und mal so nebenbei gefragt: Warum musste Rhodan unbedingt ins Stardust-System kommen? Auf Wanderer gibt es einen Polyport-Hof, also hätte er von jedem beliebigen anderen Hof aus anreisen können. Der Umweg über Talanis war überhaupt nicht nötig, oder? Fragen über Fragen. Gut durchdacht scheint mir das Ganze nicht zu sein.

J. Kreis, 25.12.2009


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