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Perry Rhodan Nr. 2521: Kampf um KREUZRAD



Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Am 22. Januar 1463 NGZ erreicht MIKRU-JON lange vor den wegen eines Hypersturms in Verzug geratenen Einheiten der Stardust-Flotte das Sonnensystem, in dem sich der kürzlich aktivierte Polyport-Hof befindet. Stuart Lexa gibt ihm aufgrund seines Aussehens den Namen KREUZRAD. Das Gebilde hat einen Durchmesser von sieben Kilometern. Das Transferdeck befindet sich in der Nabe, von der vier 600 Meter durchmessende Speichen ausgehen. Dieser Aufbau ist für einen Polyport-Hof ungewöhnlich; es scheint so, als sei die ganze Anlage erst nachträglich um den eigentlichen Hof herumgebaut worden.

Eine Explosion in einer der Speichen wird beobachtet. Trümmer und Lebewesen werden ins All geschleudert. Es sind Darturka und kugelförmige Cyborgs. Offensichtlich versucht die Frequenz-Monarchie auch diesen Hof zu erobern und eine unbekannte Macht leistet Widerstand. Auf Rhodans Befehl werden beide Gruppen von MIKRU-JON aufgenommen. In diesem Moment verlassen zwei aus mehreren aneinandergeflanschten Kugelsegmenten bestehende Raumschiffe den Ortungsschutz der Sonne. Rhodan spricht mit den Cyborgs. Wortführer ist Protektor Warhl, ein wenig mitteilsamer Zeitgenosse, der immerhin bereit ist, die Menschen als Verbündete zu akzeptieren, nachdem Rhodan und seine Begleiter sich durch DNS-Proben als Terraner identifiziert haben. Perry Rhodans Name ist dem Fremden bekannt. Wahrl berichtet, dass die Darturka das Transferdeck beherrschen und deshalb ständig Nachschub aus dem Polyport-Netz erhalten, während die Raumschiffe der Verteidiger nicht eingreifen können, da KREUZRAD nicht beschädigt werden darf.

Rhodan, Sean Legrange und Stuart Lexa wechseln auf KREUZRAD über und begegnen Oberprotektor Bellyr, einem Wesen, das in einer mit Stacheln besetzten humanoiden Ritterrüstung steckt. Bellyr erklärt, er und seinesgleichen seien auf der Suche nach ihren Ahnen. "Der Bruder", ein Wesen, das "mehr" sei als Bellyrs Volk, habe ihnen die Erlaubnis erteilt, das Polyport-Netz zu nutzen. "Der Bruder" habe ihnen aber zur Auflage gemacht, den Terranern zu helfen. Die Fremden waren erst nach dem Zusammenbruch des Sextadim-Schleiers in der Lage, KREUZRAD mit ihren Schiffen zu erreichen, wenig später sind die Darturka aufgetaucht. Sie sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Rhodan könnte die Transferkamine mit seinem Controller sperren, aber sie sind zu weit entfernt. Er entwickelt einen Plan, mit dem Frequenzfolger Tonnvar, der den Angriff leitet, in eine Falle gelockt werden kann. Der Vatrox wird getötet, gleichzeitig kann sich Rhodan den Transferkaminen nähern und sie deaktivieren. Somit sind die Darturka vom Nachschub abgeschnitten, aber sie kämpfen erbittert weiter. Lexa gerät in Bedrängnis und wird von Legrange gerettet.

Als Warhls metallene Hülle zerstört wird, stürzt sein weißer, amöbenhafter Körper heraus, in dem zwei grünliche Augen leuchten. Rhodan erkennt, dass die fremden Cyborgs Elfahder sind, die allerdings kein Sothalk sprechen. Rhodan rettet das Amöbenwesen vor dem Tod im Strahlenfeuer. Die Darturka ziehen sich endlich zurück und warten ab.

Am 24. Januar trifft das Geschwader der Stardust-Flotte ein. Rhodan überlässt Lexa und Legrange je einen Controller. Sie sollen auf KREUZRAD zurückbleiben und die Station sichern, während Rhodan mit MIKRU-JON nach Aveda zurückfliegt. Bellyr wird ihn mit seinem Flaggschiff ELFA begleiten. Rhodan weiß, dass die Schweigsamkeit des Elfahders nicht allein der Fremdartigkeit seines Denkens geschuldet sein kann. Er hofft, dass Bellyr sein Schweigen brechen wird, wenn er mehr über die Stardust-Menschheit erfährt.

Da trifft eine Nachricht aus dem Stardust-System ein. Ras Tschubai ist erwacht und hat nach Rhodan gefragt. Er hat behauptet, ES sei in größter Gefahr.

Kommentar:

Leider habe ich schon vorher gewusst, dass es sich bei den Cyborgs um Elfahder handelt, daher ist diese Überraschung nicht ganz gelungen. Man soll halt keine Spoiler lesen! Jedenfalls ist das eine interessante Wendung, die Stoff für neue Spekulationen liefert. Wir erinnern uns: Die Elfahder waren bis 447 NGZ Helfer der Ewigen Krieger, einer Organisation, die während ESTARTUS Abwesenheit die Lehre vom Permanenten Konflikt verbreitet hat. ESTARTU wurde als "Schwester" der Superintelligenz ES bezeichnet und so ist es nicht schwer zu erraten, dass der ominöse "Bruder", der den Elfahdern bei der Suche nach ihren Ahnen helfen will, mit ES identisch ist. ES ist also, wie man schon vermuten konnte, bestens über dieses intergalaktische Transportsystem im Bilde und muss gewusst haben, dass sich auch innerhalb des Sextadim-Schleiers Stationen dieses Netzes befinden. Der alte Lügner hat meiner Meinung nach eindeutig ein ganz mieses Spiel mit den Terranern gespielt und die Auswanderer wären besser dran gewesen, wenn sie das Solsystem nie verlassen hätten.

Aber zurück zu den Elfahdern. Diese Wesen stammen aus der Galaxie Absantha-Shad. Diese Sterneninsel war im 5. Jahrhundert NGZ schon zum Teil mit der Galaxie Absantha-Gom verschmolzen. Die beiden Galaxien durchdringen einander und haben einen vorgelagerten Kugelsternhaufen namens Parakku, der Standort des Kosmonukleotids DORIFER ist. Far Away ist ein Kugelsternhaufen. Er befindet sich in der Nähe einer Galaxie, die vor unbekannter Zeit von einer anderen Galaxie durchdrungen worden ist und deshalb die Form eines Ringes angenommen hat. Zu welchem Schluss führt uns das? Ist diese Ringgalaxie vielleicht das, was von Absantha-Shad oder Absantha-Gom übrig geblieben ist? Das würde aber bedeuten, dass wir uns in einer weit entfernten Zukunft befinden - wäre dem so, dann müsste außerdem angenommen werden, dass man bei der Nutzung des Polyport-Netzes Zeitreisen unternimmt, ohne es zu bemerken, und dass auch der Polyport-Funk Nachrichten in andere Zeiten übermittelt. Hm. Das klingt doch zu abwegig.

Die Elfahder, denen Rhodan jetzt begegnet ist, sind entweder Nachkommen der ESTARTU-Elfahder, die vieles von ihrer Vergangenheit vergessen haben, oder sie sind ein Splittervolk, das nichts mit den Ewigen Kriegern zu tun hatte. Man darf gespannt sein, welche Geheimnisse Bellyr (hoffentlich bald) preisgeben wird. Wie haben die Elfahder den Kontakt mit ES hergestellt? Wird ESTARTU wieder eine Rolle zu spielen haben?

Ansonsten gibt's nicht viel zu dem Roman zu sagen. Thurner schafft es ganz gut, die Fremdartigkeit der Elfahder zu vermitteln. Allerdings werden viele Kampfhandlungen beschrieben, und das teilweise auch noch sehr ausführlich. Ich hatte ja schon befürchtet, dass aus dem Schauplatz Far Away, von dem ich mir Geschichten einer anderen Art erhofft hatte (die bisher ja auch geliefert wurden), nichts anderes als der x-te Kriegsschauplatz werden würde. Anscheinend soll es wirklich so sein, und das finde ich sehr schade.

J. Kreis, 13.12.2009


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