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Perry Rhodan Nr. 2520: Grenzgängerin des Schleiers



Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Perry Rhodan deaktiviert kurz nach seiner Ankunft in NEO-OLYMP die Transferkamine des Polyport-Hofes, um ihn vor Feindzugriff zu schützen. Er tauscht Informationen mit Administrator Whistler aus und macht sich ein Bild von der Lage im Stardust-System, besucht den immer noch bewusstlosen Ras Tschubai in der Medoklinik, wird durch die Administration geführt und sieht sich auch in der Stardust-Felsennadel um. Als er dort eine der Schaltflächen der Käfigtransmitter berührt (sie hat die Nummer 1971 - das Jahr seiner Mondlandung), die zum Zweiten Galaktischen Rätsel gehören, werden diese plötzlich aktiviert - offensichtlich haben sie nur auf Perry Rhodan gewartet.

Derweil spitzt sich die Lage im Sternhaufen Far Away nach dem Zusammenbruch des Sextadim-Schleiers schnell zu. Sionis, eine Stützpunktwelt der Grenzgänger des Schleiers, wird von Schlachtlichtern der Frequenz-Monarchie angegriffen. Diese Schiffe setzen Gravitationsbomben ein, um die Reste des Schleiers zu durchstoßen; anscheinend versuchen sie dies bereits seit längerer Zeit. Darturka überrennen die Station, stehlen alle in der Positronik gespeicherten Daten und ziehen wieder ab. Conail Skali, eine Grenzgängerin des Schleiers, überlebt das Gemetzel. Sie ist Wissenschaftlerin, keine Kämpferin, muss sich aber eines verletzten Darturka erwehren, der von seinesgleichen zurückgelassen wurde. Sie obsiegt, verletzt sich dabei aber. Sie wird später von Raumsoldaten der Stardust-Menschheit gerettet.

Auch auf dem Planetoiden P-17-25-1463 erscheinen Schlachtlichter und Darturka - genauer gesagt: Sie müssen schon seit langer Zeit im Inneren des Planetoiden geschlummert haben und wurden jetzt erweckt. Es kommt zum Kampf, Dr. Kom Agonis und seine Partnerin Vacucha entkommen mit der PROSPERO. Sie beziehen in einiger Entfernung Warteposition, um die weiteren Geschehnisse zu beobachten und das Stardust-System zu unterrichten.

Auf Katarakt materialisiert Amethyst-Stadt endgültig, so dass die wespenartigen Raumschiffe und die Bodentruppen, die schon zuvor dort beobachtet worden sind, ins Freie gelangen. Sie greifen die Propheten der Städte und die Glücksjäger, die sich hier versammelt haben, sofort an und versuchen ins All zu gelangen. Dort werden sie von Einheiten der Stardust-Flotte abgefangen. Miklant, die Frau des Unithers Makron, kommt ums Leben.

Als die Nachrichten über die Angriffe eintreffen, bittet Whistler Rhodan um Hilfe, denn die Stardust-Menschheit hat sich an den Frieden gewöhnt und kann ohne erfahrene Führung nicht angemessen reagieren. Von seinem Controller erhält Rhodan die Nachricht, dass sich ein zweiter Polyport-Hof in Far Away aktiviert hat. Diesen Hof will Rhodan nun mit einem gemischten Verband der Stardust-Flotte anfliegen. Inzwischen hat er eine Kartusche in der Halle der 1000 Aufgaben entschlüsselt: Sie zeigt die schematische Darstellung der Galaxie, in der sich Far Away befindet. Es ist eine Ringgalaxie mit einem Außendurchmesser von 220.000 Lichtjahren, die einst mit einem anderen Sternennebel kollidiert ist. Far Away liegt ca. 48.000 Lichtjahre unterhalb des Rings.

Kommentar:

Ich habe diesen Roman mit Interesse gelesen, was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich den Schauplatz Stardust-System ein wenig ins Herz geschlossen habe und wissen will, wie es dort weitergeht. Leider hat Far Away seit dem Zusammenbruch des Sextadim-Schleiers für mich an Reiz verloren. Ich kann nur hoffen, dass der Sternhaufen nicht zu einem weiteren Kriegsschauplatz verkommt. Den Roman selbst fand ich nicht so toll, er enthält für meinen Geschmack zu viel Pathos in den Kapiteln mit Conail Skali und Makron und viel zu viele Kapitel, in denen längst Bekanntes rekapituliert wird. Rhodan, der sich über die Verhältnisse im Stardust-System informieren will, muss als Alibi dafür herhalten. Trauen die Autoren ihren Lesern nicht zu, dass sie sich an etwas erinnern, was Thema von vier Romanen war, die gerade mal vor zwei Monaten erschienen sind? Über kleine Logikbugs wie Whistlers Ohrenschmerzen bei Tolots dröhnendem Lachen kann man dagegen leichter hinwegsehen. Von dem Mann ist doch angeblich nicht mehr als das Gehirn übrig, dachte ich? Egal.

Der Angriff der Frequenz-Monarchie wirft einige Fragen auf. Es scheint so, als hätten die FMler schon seit längerer Zeit versucht, den Sextadim-Schleier zu durchdringen. Sie müssen also darüber informiert sein, dass es in Far Away etwas gibt, das für sie von Interesse ist. Gut, wir wissen nicht, über welche Informationen die Frequenz-Monarchie verfügt, also klammern wir das erst einmal aus. Aber Schlachtlichter und Darturka müssen schon lange vor der Ankunft der terranischen Siedler in Far Away unterwegs gewesen sein, sie wurden im Inneren eines Planetoiden eingemottet. Wie konnte ES das übersehen? Die Versprechungen der Superintelligenz von einer absolut sicheren Zuflucht für die Terraner stellen sich immer mehr als Farce heraus. Oder als bewusste Lüge?

Merkwürdig ist auch, dass nur Perry Rhodan die Käfigtransmitter in der Stardust-Felsennadel aktivieren kann. Hat ES vorausgesetzt, dass auch Rhodan durch die Teletrans-Weiche auswandern würde, was ihm bekanntlich gar nicht möglich war (er befand sich zu diesem Zeitpunkt weit in der Vergangenheit, um herauszufinden, wie eine Retroversion funktioniert), oder dass er einen Weg finden würde, nach Far Away zu gelangen? Letzteres würde bedeuten, dass ES wusste, dass es doch noch ein Hintertürchen in dieses ach so toll abgeschottete Versteck gibt. Und schließlich: Warum zeigt eine der Kartuschen die Ringgalaxie, zu der Far Away gehört? Diese Galaxie ist doch für alle unsichtbar, die sich innerhalb des Sextadim-Schleiers befinden. Also hat ES entweder absichtlich ein unlösbares Rätsel hinterlassen, oder ES wusste (und wollte?), dass der Schleier eines Tages zusammenbrechen würde. Das passt alles hinten und vorne nicht zusammen. Mal gespannt, ob da noch eine plausible Erklärung kommt. Vielleicht ist der so genannte Mentor der Menschheit ja auch einfach nur verrückt geworden.

Was es mit den Wesen auf sich hat, die über Amethyst-Stadt nach Katarakt gelangt sind, kann ich noch nicht beurteilen. Es muss sich nicht unbedingt um Truppenteile der Frequenz-Monarchie handeln. Wenn schon seit vermutlich sehr langer Zeit Schlachtlichter in Far Away unterwegs sind, dann kann es gut sein, dass es dort auch noch alte Feinde der Frequenz-Monarchie gibt. Möglicherweise wären diese Wesen also eher natürliche Verbündete der Stardust-Menschheit. Diese Wesen erinnern übrigens an die Gorthazi, ein Hilfsvolk des Gelben Meisters aus dem Andromeda-Taschenbuchzyklus. Zufall?

Schon wieder wird die Stardust-Administration als Ares-Alpha bezeichnet. Ich zitiere aus PR 2508, Seiten 13 und 14: "In Anlehnung an das einstige Imperium-Alpha von Terrania schlug Whistler "Stardust-Alpha" vor, während Rabea Furtok "Ares-Alpha" favorisierte. (...) Doch auch in diesem Fall konnte die PIA sich nicht durchsetzen." Nun, Furtok war die PIA-Chefin. Also wurde Whistlers Vorschlag angenommen, und somit heißt das Gebäude "Stardust-Alpha". Gibt es noch eine Textstelle, in der diese Entscheidung revidiert wird? Ist mir wohl entgangen.

J. Kreis, 06.12.2009


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