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Perry Rhodan Nr. 2518: Patrouille der Haluter



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Lingam Tennar ist mit der NAUTILUS II unterwegs nach Halpat. Dort haben sich seinerzeit ca. 3000 Haluter angesiedelt, die vor TRAITOR geflohen sind. Da sie in selbstgewählter Isolation leben, wissen sie nichts über die aktuellen Verhältnisse in Andromeda. Möglicherweise weiß Sturben Rager mehr, ein Haluter, der wegen einer Drangwäsche-Phase unterwegs ist. Als die NAUTILUS ihn findet, ist er mit seinem Kugelschiff mitten im Gefecht gegen Walzenraumer der Gaids. Diese fliehen, als die Galaktiker auftauchen. Rager teilt mit, dass die Gaids anscheinend wahllos Welten überfallen. Eine davon ist der von Tefrodern besiedelte, strategisch eigentlich unwichtige Planet Donure. Fancan und Icho, Lingam Tennars Kinder, schleichen sich auf Ragers Schiff und fliegen mit ihm nach Donure - Icho hat die erste Drangwäsche seines Lebens. Lingam, der über die Aufmüpfigkeit seiner Kinder nicht erfreut ist, folgt ihnen mit der NAUTILUS II.

Als Rager versucht, einen der Satelliten einzufangen, die von den Gaids in den Orbit von Donure gebracht worden sind, geht er in eine Falle, denn die Satelliten sind nur Köder. Gaid-Raumer greifen an. Derweil stellen die Galaktiker der NAUTILUS II fest, dass im Curomia-System Schiffstypen der Gaids stationiert sind, die man bisher nicht kannte. Sie orten im 6D-Bereich. Lingam Tennar führt ein Einsatzteam auf den Planeten, das in die Kämpfe zwischen tefrodischen Widerständlern und Gaid-Besatzern eingreift. Beide Seiten wurden von winzigen Parasiten befallen, die sich unter anderem mit dem Gehirn der Infizierten verbinden. Auch Lingam Tennar wird befallen. Tatsächlich sind die Parasiten Bestandteil einer kollektiven Schwarmintelligenz, die durch die 6D-Ortungen der Gaids angelockt wurde. Diese Wesen entwickeln sich durch die Verbindung mit intelligenten Wesen weiter, und in dem Haluter - der ja mit zwei Gehirnen ausgestattet ist - haben sie ein besonders lohnendes Opfer gefunden. Durch den Kontakt mit ihm werden sie auf eine völlig neue Evolutionsstufe emporgehoben.

Allerdings wollen die Parasiten dem Haluter nicht schaden. Sie zeigen ihm vielmehr ihre Dankbarkeit, indem sie ihn selbst und die meisten Mitglieder seines Einsatzteams sowie die Überlebenden einer von dem Tefroder Trascho Pesbyn angeführten Kampfgruppe in Sicherheit teleportieren, als letztere ein von den Gaids besetztes Lager sprengt. Tatsächlich teleportiert Tennar selbst - die Parasiten haben ihm diese Fähigkeit vorübergehend verliehen. Nachdem der Schwarm in den Tiefen des Alls verschwunden ist, ziehen die Galaktiker sich zurück. Den Tefrodern, die sich sofort wieder in den Kampf stürzen, können sie nicht helfen. Die NAUTILUS II kommt noch rechtzeitig, um Rager sowie die beiden Tennar-Kinder vor den Gaids zu retten. Rager schließt sich den Galaktikern an. Unterwegs nach Chemtenz, wo die NAUTILUS II am 2. Februar 1463 NGZ eintrifft, hält Tennar seinen Kindern eine Standpauke.

Kommentar:

Die Frage ist nun: Wonach suchen die Gaids, wenn es ihnen nicht um Beute oder die Eroberung strategisch wichtiger Punkte geht? Warum orten sie vor allem im 6D-Bereich, und zwar mit Geräten, die anscheinend nicht ihrer eigenen Technologie entstammen? Na, da wird doch nicht die böse Frequenz-Monarchie dahinterstecken, der es bekanntlich um die Auffindung möglichst vieler "verlorener Höfe" und des PARALOX-ARSENALS geht? So wird es zweifellos sein. Warum die Gaids der Frequenz-Monarchie helfen, ist unklar, aber ehrlich gesagt interessiert es mich nicht weiter.

Ansonsten fällt mir nicht viel zu dem Roman ein. Ich kann ihn weder als gut noch als schlecht bezeichnen, er kam mir wie ein typischer Lückenfüller vor. Oh! Das böse L-Wort! Ich wollte es doch nicht mehr verwenden! Die Haluter sind mir nicht halutisch genug (das gilt sowohl für die angeblich in Drangwäsche befindlichen Haluter als auch die von Halpat, die angeblich mehr als ihre Artgenossen aus der Milchstraße den alten Traditionen anhängen - nichts davon kommt im Roman gut rüber), das Schicksal der Tefroder von Donure ist mir egal und die Sache mit den Schwarm-Parasiten kommt mir zu sehr an den Haaren herbeigezogen vor. Die Parasiten sind sozusagen das "Monster of the Week", das aus dem Nichts kommt und gleich wieder auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

J. Kreis, 21.11.2009


Gastkommentare


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Gastkommentar von Dirk (23.11.2009):

Ich muss sagen:
Ich fand den Roman ausdrücklich schlecht. Weder brachte er die Handlung vorwärts, noch hatte er sonst etwas besonderes zu bieten.
Die Tefroder waren Lückenfüller, die Haluter waren Lückenfüller. Das Monster der Woche war ein Lückenfüller. Die Handlung war in sich auch nicht allzu glaubwürdig. Der ganze Roman war das.
Alleine diese verrückten Alleingänge des Haluters Ragar. Wurde erklärt, warum er es eigentlich so sehr auf die Gaids abgesehen hatte? Jedenfalls: dass die Gaids irgendetwas 6-dimensionales suchen - dafür hätte es auch ein Nebensatz in irgendeinem anderen Roman getan.
Aber ein Haluter-Roman ist ja immer ein Zugpferd...

Gastkommentar von Diemetius (23.11.2009):

Ja, interessant geschrieben, liest sich gewohnt locker flockig.

Leider verzichtet er fast komplett auf Logik.

Z.B.:

Warum sollte die Frequenzmonarchie nur ein paar Kilo Plastiksprengstoff dabei haben und keine Bomben mit richtiger Zerstörungskraft? So wie man liest, gab es keine großen Schäden.

Warum startet ein Schlachtlicht per Alarmstart von der Oberfläche ohne gewaltigen Schaden zu verursachen?

Und wie schafft sie dies in unmöglich kurzer Zeit, denn die darüber positionierte Jules Verne kam nicht zum Schuss.

Das Teil muss durch eine kilometerdicke Atmosphäre.

Und dergleichen mehr.

Deswegen ist es für mich ein sehr schlecht gemachtes Heft.

Gastkommentar von kidgforce (24.11.2009):

Für mich ein Roman, der OK geht. Lückenfüller hin oder her. Zumindest halbwegs spannend und mit klassischer Schundheftdramaturgie inkl. Monster der Woche. Konnte ich in 2 Tagen beim UBahnfahren lesen, im Gegensatz zu Castors Datenblatt.
Darum geht's doch: Was spannendes für die UBahn zum Lesen zu haben. Das reicht mir schon.

Um aus pr2518 allerdings wirklich gute Literatur zu machen fehlt einiges: Halutisches 2-Gehirn-Denken war schon mal vorher sehr gut beschrieben, hier traut sich der Autor wohl nicht an sowas ran. Dabei wäre das gerade in der Konfrontation mit einer Schwarmintelligenz interessant.
Auch der Guerillakrieg der Planeteneinwohner gegen ihre Besatzer kommt ziemlich knapp weg. Obwohl gerade hier der ehemalige Ortsvorsteher, der jetzt eine Guerillatruppe leiten muss, noch den am psychologisch besten beschriebenen Teil des Hefts ausmacht.
Da hätte man auch was draus machen können, ebenso wie aus der Haluterhirndiskussion.
Erkennen die Autoren nicht, wieviel richtig gutes SF-Potiential in manchen Exposes steckt? Schwach.

Ganz schlimm: Dass Haluter mit ihren zwei Gehirnen nicht die logischen Schlüsse aus den bisherigen Informationen über Andromeda ziehen können:

Die Gaids arbeiten mit 6D-Technik? Woher könnten sie die haben? Frequenzmonarchie!
Was gibt es in unbedeutenden Systemen groß zu orten auf 6D-Basis? Ponyhöfe!

Ist denn das so schwer für einen Haluter? Okay, wenn man auf Drangwäsche ist vielleicht schon. Ist nur Haluterpubertät oder schon Verdummung?

Denn dabei sollten sie zumindest noch eines wissen:
Weshalb sind wir überhaupt in Andromeda?
Wir suchen nach Aktivitäten der Frequenzmonarchie!

Da muss man jedes ungewöhnliche Vorkommnis zumindest theoretisch als FM-verursacht einstufen!

Es ist schon entsetzlich, auf wievielen Ebenen die Autoren heutzutage derart handwerklich schlecht arbeiten.

Trotzdem hat's mich einigermaßen gut unterhalten.



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