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Perry Rhodan Nr. 2517: Die Prototyp-Armee



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Nach einem Kurzbesuch bei Chemtenz, dem vergeblichen Versuch, das Gercksvira-Fünfeck zu aktivieren und dem Absetzen der NAUTILUS II bei Halpat steuert die JULES VERNE das Multika-Duo an. Dieser Sonnentransmitter stammt nicht von den Lemurern, sondern ist von den Sonneningenieuren im Auftrag der MdI erbaut worden. Anfang des 25. Jahrhunderts hatte die Besatzung der CREST III auf dem dortigen Justierungsplaneten vier Multiduplikatoren zerstört. Jetzt liegt ein Diffusfeld über der alten Anlage und verhindert jegliche Ortung. Daher landet ein Einsatzkommando mit Atlan an der Spitze am 25. Januar 1463 NGZ auf dem Planeten. Die Soldaten sind sehr überrascht, als plötzlich zehn alte 1800-Meter-Raumer der Tefroder starten, die in unterirdischen Hangars eingemottet waren. Die Schiffe greifen die JULES VERNE an, haben aber keine Chance gegen die überlegene, noch dazu mit Metaläufer-Zusatzaggregaten aufgepeppte Technologie des 15. Jahrhunderts NGZ. Allerdings muss der Hantelraumer keinen einzigen Schuss abgeben, denn die tefrodischen Kugelraumer sind ausschließlich mit Duplos besetzt, die offensichtlich fehlerhaft sind. Sicherheitseinrichtungen der MdI werden deshalb aktiv und lösen die Selbstzerstörung der Schiffe aus.

Der Landetrupp findet heraus, was auf dem Planeten vorgeht: Die Frequenz-Monarchie ist vor Ort und hat in versteckten Hallen, die seinerzeit nicht von den Terranern entdeckt worden sind, weitere funktionsfähige Multiduplikatoren gefunden. Im Auftrag des Vatrox Ruitort haben die Okrivar-Wissenschaftler verschiedene Gefangene dupliziert. Einer davon ist der Tefroder Weisnech, die anderen sind mehrere Wesen aus dem kleinwüchsigen, sonst aber humanoiden Volk der Tlunx. Die Tlunx waren früher kriegerisch, wurden aber von einem Hüter des Lichts befriedet und haben danach verschiedene Paragaben entwickelt. Sie wurden von ihrem Heimatplaneten entführt und sollten der Frequenz-Monarchie zum Aufbau einer Art Mutantenkorps dienen. Allerdings gehen Ruitorts Pläne gewaltig schief: Die Multiduplikatoren können nicht mehr abgeschaltet werden und spucken unkontrollierbare Weisnech-Duplos in tausendfacher Ausfertigung aus, die sofort zum Angriff übergehen. Dieser Übermacht sind Ruitorts Darturka-Soldaten nicht gewachsen, sie werden überrannt.

Das Einsatzteam der JULES VERNE greift in die Kämpfe ein, kann aber nicht verhindern, dass fast alle Darturka getötet werden. Angesichts der Niederlage begehen viele Klone auch Selbstmord. Ruitort flieht mit seinem Schlachtlicht und zerstört zuvor noch den größten Teil der alten MdI-Basis. Auch die Multiduplikatoren werden vernichtet. Alle Duplos sterben, möglicherweise waren die Atomschablonen infolge der erhöhten Hyperimpedanz fehlerhaft. Es gelingt den Galaktikern, die Original-Tlunx zu retten. Die dankbaren kleinen Burschen helfen Semwat Lenz, einem Captain der Landetruppen, eine besondere Mission zu erfüllen. Lenz ist der Nachfahr des Raumsoldaten Stanislaw Lenz, der im 25. Jahrhundert auf der Justierungswelt getötet worden ist. Die Familie wusste, dass Stanislaw Lenz etwas auf dem Planeten hinterlassen haben muss, aber keinem seiner Nachfahren war es je gelungen, nach Andromeda zu reisen - bis jetzt. Dork, einer der Tlunx, entdeckt einen von Lenz seinerzeit versteckten Speicherkristall. Sein Nachfahr bringt eine Plakette zum Gedenken an alle Gefallenen des damaligen Andromeda-Feldzuges an.

Der Multika-Sonnentransmitter wird am 30. Januar aktiviert. Durch ihn will die JULES VERNE das Holoin-Fünfeck erreichen, das "von außen" nicht angeflogen werden konnte. Atlan nimmt an, dass der Zugang "von innen" nicht gesperrt ist. Die Tlunx sind mit an Bord, sie sollen zu gegebener Zeit in ihre Heimat zurückgebracht werden.

Kommentar:

Multiduplikatoren, Tefroder, Maahks, Duplos, Sonnentransmitter, alte Kugelraumer, Hinterlassenschaften der MdI - da kommen ja richtig nostalgische Gefühle auf! Die Rückkehr an einen alten Schauplatz aus dem MdI-Zyklus weckt geradezu wehmütige Erinnerungen an alte Zeiten. Arndt Ellmer zeigt, wie man es besser machen kann als Rainer Castor in PR 2515: Es werden nur gerade so viele technische Daten und Informationen über die damaligen Ereignisse vermittelt, wie es zum Verständnis der Handlung erforderlich ist, der Rest wird der Phantasie des Neulesers / der Erinnerung des Altlesers überlassen. Beides funktioniert wunderbar, zumal die Informationen sehr gut in die Handlung eingebunden sind. Die nette Episode mit Captain Lenz dient sozusagen als Aufhänger dafür. Da man zunächst nicht weiß, warum Lenz unbedingt auf dem Planeten landen will, wird das Interesse des Lesers noch ein wenig mehr angeheizt. Man müsste mal in den alten Heften nachlesen, ob sein Vorfahr damals tatsächlich namentlich erwähnt wurde.

Arndt Ellmer muss sowieso bestens aufgelegt gewesen sein, als er diesen Roman geschrieben hat. Er baut viele amüsante kleine Momente ein, die den Roman auflockern und das Lesevergnügen weiter steigern: Zum Beispiel die Sache mit dem Okrivar, der Ruitort zerknirscht gestehen muss, dass die Dinge aus dem Ruder laufen. Oder die Drohung der Tefroder, die JV zu vernichten, worüber sich die Galaktiker köstlich amüsieren.

Ich frage mich nur: Wie konnte Ruitort so leichtsinnig sein, die Duplizierung eines Feindes zuzulassen? Er hatte doch genug Darturka dabei. Die gelten bei der Frequenz-Monarchie bekanntlich als verzichtbare Massenware und hätten für die Experimente verwendet werden können.

Die Tlunx sind jetzt zunächst einmal zu Gast auf der JULES VERNE. Ob sie noch eine Rolle zu spielen haben werden? Ich hätte nichts dagegen, denn die kleinen Burschen wirken sympathisch. Mit ihren Paragaben wären sie eine gute Verstärkung. Mal sehen, ob wir bald noch erfahren werden, woher die Frequenz-Monarchie die Informationen über Multika hat. Die Galaktiker gehen sicher zu Recht davon aus, dass dieser Planet nicht zufällig entdeckt wurde...

Übrigens enthält diesmal auch die LKS eine interessante Information. Da heißt es nämlich, in PR 2500 habe man vergessen zu erwähnen, dass Perry Rhodan in den vergangenen 115 Jahren die meiste Zeit kein offizielles Amt hatte. Aha. Er ist also nicht mehr Resident oder wie?

J. Kreis, 15.11.2009


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