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Perry Rhodan Nr. 2515: Operation Hathorjan



Autor: Rainer Castor

Inhalt

Atlan ist Sonderbeauftragter des Neuen Galaktikums für Sonnentransmitter. Seine Aufgabe besteht darin, so viele lemurische Transmitter wie möglich zu finden und zu reaktivieren, denn die Pläne zum Aufbau eines milchstraßenweiten Transmitternetzes sollen nach dem Abzug TRAITORS weiter vorangetrieben werden. In den letzten Jahrzehnten hat Atlan, der mit seinem Solonium-Hypertakt-Kreuzer ATLANTIS unterwegs ist, einzelne bislang unbekannt gewesene Sonnentransmitter entdeckt, zum Beispiel das inmitten einer Hypersturmzone liegende Vengil-Trio. Zu seiner Besatzung, die aus Angehörigen vieler galaktischer Völker besteht, gehören auch Lingam Tennar sowie dessen undisziplinierte Kinder Icho und Fancan.

Jetzt erhält Atlan von Reginald Bull und Imperator Bostich, mit denen er auf Aurora zusammentrifft, das Kommando über die Operation Hathorjan. Deren Ziel besteht im Vorstoß nach Andromeda, denn dort muss sich ein Stützpunkt (wenn nicht sogar das Machtzentrum) der Frequenz-Monarchie befinden. Mit der JULES VERNE soll Atlan in die Nachbargalaxie reisen und vor Ort eine Sonnentransmitterverbindung in die Milchstraße aktivieren - von der Milchstraße aus ist dies bisher nicht gelungen. Dann soll die Galaktische Flotte folgen, als Treffpunkt ist Chemtenz vorgesehen. Plan B sieht vor, die Flotte via ZEUT-80 nach Andromeda zu versetzen; die Plattform ist von TRAITOR nicht zerstört worden und konnte wieder in Besitz genommen werden, sie wird mit der JULES VERNE nach Andromeda reisen.

Die JULES VERNE startet mit weitgehend neuer Besatzung (Gucky nimmt an der Expedition teil) am 19. Januar 1463 NGZ, gefolgt von ZEUT-80. Die ATLANTIS ist mit an Bord. Der Hantelraumer wird vom Kharag-Sonnendodekaeder in Omega Centauri zum Zhaklaan-Dreieck in der Andromeda vorgelagerten Kleingalaxie Qoor transmittiert. Vom Zentralrechner ZHAKLAAN erfährt Atlan die Position eines innerhalb Andromedas gelegenen Sonnentransmitters, dessen Namen er schon früher gehört hat. Es ist das Holoin-Fünfeck, und es gilt als Sperrgebiet. ZHAKLAAN kann diesen Transmitter nicht ansprechen, da er nicht-lemurische Veränderungen aufweist.

Während ZEUT-80 zurückbleibt, fliegt die JULES VERNE zu der 575.651 Lichtjahre entfernten Holoin-Konstellation, wo sie schon am 20. Januar ankommt. HOL, der Zentralrechner des Justierungsplaneten, anerkennt Atlans Befehlsberechtigung nicht. Nur eine Person im Rang eines Maghan (mit anderen Worten: Ein Meister der Insel) ist berechtigt, den Sonnentransmitter zu benutzen. Als die JULES VERNE sich dem Planeten dennoch nähert, spricht eine Verteidigungseinrichtung der MdI an und verwandelt den gesamten Bereich in eine Art Raum-Zeit-Labyrinth, aus dem sich die JULES VERNE nur mit Hilfe der Metaläufer-Zusatzaggregate befreien kann.

Jetzt steht die Suche nach Informationen im Vordergrund. Die Tennars wollen mit der NAUTILUS II nach den Halutern suchen, die seinerzeit nach Andromeda ausgewandert sind. Die JULES VERNE bringt die NAUTILUS I nach Thirdal, denn möglicherweise können die Sternenhorcher (die "verholzten" Ahnen der Charandiden) etwas zur aktuellen Lage in Andromeda berichten. Dass in Andromeda etwas nicht stimmt, wird klar, als die JULES VERNE auf dem Weg nach Thirdal mitten in eine Raumschlacht zwischen Tefrodern und Gaids gerät. Der Hantelraumer vertreibt die Gaids, aber auch die Tefroder fliehen. Nachdem die NAUTILUS I den Hantelraumer verlassen hat, fliegt dieser weiter nach Chemtenz.

Kommentar:

Rainer Castor schreibt keine Romane. Ich wünschte, er würde es nur einmal tun. Er verwendet stattdessen lediglich ein paar rudimentäre Handlungselemente, um damit einen Berg von Datenblättern zusammenzutackern. Kaum betritt Atlan z.B. ein Raumschiff, dann folgt zuallererst eine Auflistung aller wichtigen Besatzungsmitglieder mit kurzer Personenbeschreibung. Wenn das Schiff dann aufbricht, kommt eine seitenlange Abhandlung über die Daten des Ziels. Garniert wird das Ganze dann mit Rückblicken Atlans, des unter einem Erinnerungs- und Erzählzwang leidenden Arkoniden. Man merkt sofort, wenn das bisschen Handlung zu Ende ist, so dass wieder ein "Datenblatt" beginnt. Das kann man dann getrost überblättern. So kann man enorm viel Zeit sparen, um sich dann endlich wieder den schöneren Dingen des Lebens zuwenden zu können; man muss also nicht allzu viel Zeit mit diesem Heft verschwenden.

Als Fundgrube für Fakten, die man in Perrypedia-Artikel einfügen könnte, ist so etwas natürlich perfekt. Aber warum schreibt Castor dann überhaupt noch Romane? Seine Datensammlungen im PR-Kommentar reichen doch völlig. Zumal in diesem Heft hauptsächlich nur Dinge rekapituliert und zusammengefasst werden, die uns längst bekannt sind. Gut, es ist viel dabei, was lange zurückliegt oder in einer der Ablegerserien vorgekommen ist, aber man braucht diese weitschweifigen Beschreibungen schlicht und ergreifend nicht, sie machen das Heft im Gegenteil fast unlesbar. Ich will in einem Roman doch nicht lesen, wie über mehrere Seiten hinweg der Trafitron-Antrieb der JULES VERNE und ähnlicher Kram beschrieben wird! Jeder halbwegs gute Ansatz, wie zum Beispiel die Sache mit den aufmüpfigen Haluter-Jünglingen, wird dadurch vollkommen erstickt. Hinzu kommen immer wieder "Einsatz-Blödeleien", also dummes Herumgealbere verschiedener Besatzungsmitglieder, die dadurch angeblich den Stress eines gefährlichen Einsatzes abbauen wollen. Diese kurzen Abschnitte sind ja ganz amüsant, aber sie retten den "Roman" dann auch nicht mehr.

Beschreibungen, Aufzählungen, Datensammlungen, Besatzungslisten usw. gehören nicht in einen Roman, jedenfalls nicht in diesem Umfang. Würde man den ganzen Kram streichen, wäre das Heft vielleicht noch zehn Seiten dick - höchstens. Solltet ihr den Roman noch nicht gelesen haben, und solltet ihr eines der letzten (zum Glück sehr raren) Hefte Castors kennen, dann wisst ihr, was euch erwartet. Ich kann euch nur empfehlen: Erspart es euch und beschränkt euch z.B. auf meine Handlungszusammenfassung. Das ganze Datenmaterial könnt ihr auch in der Perrypedia nachlesen. Solltet ihr Castors letzte Hefte (PR 2239 und PR 2368) noch nicht kennen, dann tut euch dieses Heft ruhig mal an. Danach werdet ihr für alle Zeiten kuriert sein. Es sei denn, ihr gehört zu der seltenen Spezies, die derartigen Kram gut findet. Solche Leser soll es tatsächlich geben, auch wenn ich das kaum glauben kann.

J. Kreis, 01.11.2009


Gastkommentare


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Gastkommentar von Daniel (01.11.2009):

Genauso sehe ich dieses Datenblatt von Rainer auch, nur nackte Zahlen und Fakten, keine Handlung, nix. Der Tod zweier ehemaliger Hauptfiguren wird mal eben so in einem Nebensatz erwähnt, Aktakul und Daellian tot, so, fertig.

Gastkommentar von Klaus (03.11.2009):

Und ich kann es kaum glauben, dass jemand diesen Roman so schlecht bewertet. Aber so unterschiedlich sind halt die Geschmäcker...

Gastkommentar von Gerhard (05.11.2009):

Neh, sach ich da nur... neh. Für mich war der Roman genau so gut zu lesen wie eine ZDv der Bundeswehr. War ein kurzes Vergnügen.... Persönliche Meinung bis jetzt in diesem Zyklus - er haut mich überhaupt nicht um, so gar nicht.

Gastkommentar von Rom (10.11.2009):

Ich liebe Deine Kommentare, aber bin ausnahmsweise (wie auch vorher schon zweimal - nämlich bei PR2239 und 2368) nicht einer Meinung mit Dir, weil Castor eben gerade die Fähigkeit hat, alles im Perryversum miteinander zu vernetzen.

Gastkommentar von Diemetius (12.11.2009):

Ganz Deiner Meinung, man bekommt eine Macke bei den ganzen Daten. Kein Mensch kann ohne passende anschauliche Tafel da durchsehen. Den "Roman" kann man praktisch ohne Korrektur in die Perrypedia Geschichtslinie übernehmen.

Gastkommentar von Jolz (18.11.2009):

Danke für deinen Kommentar und die Zusammenfassung!!

Ich habe nur die Hörbuchfassung und habe schon an meinem Verstand gezweifelt, weil ich nach 1/3 des Romans noch Schwierigkeiten hatte, die Handlungslinie zu finden. Ich fand es fast unmöglich, dem Roman so zu folgen und hätte keine Zusammenfassung geben können. "Datenblätter" beim Hörbuch zu erkennen ist deutlich schwieriger...

Dabei bin ich (erst) seit 2400 dabei und hätte an sich gerne mehr über Sonnentransmitter und die Meister der Insel gewusst - aber das muss ich wohl alles jetzt in der Perrypedia nachlesen (und das geht nicht auf einer Autobahn).

Gastkommentar von Hans Wallowsky (12.01.2010):

Ich sehe es auch so, die Romane von Castor sind unerträglich, jedes Mal wenn ich einen qualvoll hinter mich gebracht habe, überlege ich, keine Perry Rhodan Romane mehr zu lesen. Gott sei Dank gibt es auch noch andere Autoren, aber Castor als Autor ist so überflüssig wie ein Kropf. Ich muss mir angewöhnen, sie nicht mehr zu lesen, da man eh nichts verpasst außer Daten, die null dazu beitragen, einen spannende Geschichte zu erzählen. Lass es bitte sein Rainer...



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