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Perry Rhodan Nr. 2514: Ein Fall für das Galaktikum



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Sinnafoch fällt in der Schlacht um ITHAFOR. Sein Vamu kehrt zu einer Hibernationswelt der Frequenz-Monarchie zurück und beseelt dort einen neuen Klonkörper - genau so, wie es schon viele Male zuvor geschehen ist. Das Kunstwesen Referror-8211 nimmt sich des wiedergeborenen Frequenzfolgers an, der in einem mehrere Tage dauernden Prozess erst wieder all seine Erinnerungen und Fähigkeiten zurückgewinnen muss, bevor VATROX-CUUR, einer der beiden Herrscher der Frequenz-Monarchie, ihn in seinen alten Stand erhebt und nach ITHAFOR zurückschickt, wo er die erlittene Niederlage in einen Sieg verwandeln soll. Während Sinnafoch sich nach und nach an seine eigene Vergangenheit erinnert, wobei Reginald Bulls Gesicht den Endpunkt bildet, wird er immer wieder von Referror-8211 herausgefordert, gereizt und angegriffen. Dadurch soll der Erinnerungsprozess beschleunigt werden, es führt aber auch zum Ende des Kunstwesens; Sinnafoch tötet es.

Derweil erhält Reginald Bull eine für Perry Rhodan bestimmte Depesche Bostichs. Der arkonidische Imperator tritt als Vorsitzender des Galaktikums auf und bittet den Residenten, wegen des Angriffs der Frequenz-Monarchie vorzusprechen, denn diese Gefahr bedroht die gesamte Milchstraße. Bull reist mit der JULES VERNE nach Aurora, dem neuen Sitz des Galaktikums. Dieser Planet liegt auf halber Strecke zwischen Terra und Arkon und ist eine Zwischenstation in einer aus Situationstransmittern gebildeten Transitstrecke, die 1366 NGZ in Betrieb genommen wurde und die beiden mächtigsten Staaten der Milchstraße miteinander verbindet. Am 16. Januar 1463 NGZ landet die JULES VERNE in Galakto City, der einzigen Stadt Auroras. Nach einem langen Tag voller Konferenzen erhält Bull in seinen Räumlichkeiten unerwarteten Besuch von einigen Báalols. Sie möchten den nicht sehr schmeichelhaften Ruf loswerden, der auf ihrem Volk lastet, und bitten Bull, bei ihrer Rehabilitierung zu helfen. Er meint, dass ihre Antimutantenkräfte sich gut gegen die Vatrox und deren Fähigkeit des Paraschleichens einsetzen ließen und sichert ihnen die Unterstützung der LFT zu.

Am nächsten Tag spricht Bull unter vier Augen mit Bostich, am 18. Januar beginnt dann die entscheidende Sitzung. Bull gibt den galaktischen Räten alle Informationen, die er zum Thema Frequenz-Monarchie hat und fordert militärische Unterstützung durch die Galaktische Flotte an. Er macht deutlich, dass der nächste Angriff unmittelbar bevorsteht, und dass diesmal nicht nur 24 feindliche Schiffe kommen werden. Anscheinend hat Bostich nach dem Vieraugengespräch mit Bull gute Vorarbeit geleistet, denn alle Räte stimmen zu.

Am 30. Januar erfolgt der erwartete Angriff. Sinnafoch führt eine aus 2400 Einheiten verschiedener Größenklassen bestehende Flotte gegen ITHAFOR. Sein Flaggschiff ist der aus mehreren zusammengekoppelten Schlachtlichtern bestehende DQ-Schlachtturm CRESSOR. Sinnafoch ist irritiert, als sich die terranischen Schiffe kampflos zurückziehen. Doch dann öffnen sich drei MOTRANS-Transmitter, die nicht abreißen wollende Ströme gigantischer Würfelschiffe ausspucken - es sind Fragmentraumer der Posbis, die zur Galaktischen Flotte gehören. 50.000 Fragmentraumer, dazu mehrere Geschwader terranischer Kugelraumer und arkonidischer GWALON-Kampfschiffe kreisen die Schlachtlichter ein und vernichten hunderte von ihnen, zahlreiche werden aber aufgebracht und geentert. So geschieht es auch mit der CRESSOR, mit der Sinnafoch das Distribut-Depot in einer letzten verzweifelten Selbstmordaktion rammen wollte. Die Terraner nehmen den Frequenzfolger zum zweiten Mal gefangen, CRESSOR explodiert in sicherer Entfernung vor ITHAFOR.

Bull überzeugt sich davon, dass ihm wirklich der tot geglaubte Sinnafoch in die Hände gefallen ist, denn die Leiche des Vatrox befindet sich immer noch in einem Kühlraum. Da die Frequenz-Monarchie einen Stützpunkt in Andromeda hat, wo vor langer Zeit die Meister der Insel geherrscht haben, argwöhnt Bully, dass der Feind möglicherweise im Besitz von Multiduplikatoren sein könnte...

Kommentar:

Ziemlich geschickt aufgebaut, der Roman. Durch die Kapitel, die von Sinnafochs Selbstfindung handeln, können ein paar neue Informationen über die Frequenz-Monarchie vermittelt werden. Allerdings sind die immer noch sehr mager, man kann sich nach wie vor kein richtiges Bild von diesem Volk machen - wenn es denn überhaupt ein Volk ist. Die Art und Weise, wie über die Hyperimpedanz-Erhöhung gesprochen wird, lässt vermuten, dass eben nicht das gesamte Universum unter diesem Phänomen zu leiden hat, sondern dass die Hyperimpedanz zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten ganz unterschiedliche Werte haben kann. Die Terraner wissen ja auch nicht so genau, wie es in den Galaxien außerhalb der Lokalen Gruppe aussieht - wer weiß, vielleicht ist die Hyperimpedanz anderswo noch höherů oder viel niedriger?

In die Bully-Handlungsebene werden ebenfalls interessante Neuigkeiten eingeflochten, was umso besser funktioniert, als es meist auf ganz beiläufige Art geschieht. Beispiele: Die Koda Ariel leben nur wenige Jahre, und so ist es insbesondere bei den Blues nach dem Abzug TRAITORS zu vielen plötzlichen Todesfällen in Regierungskreisen gekommen - jetzt sind die Infiltratoren "ausgestorben" und die Blues regieren sich wieder selbst. Domo Sokrat ist Bostichs Stellvertreter im Galaktikum, Julian Tifflor ist Sonderbeauftragter für Hyperkokon- und TRAITOR-Hinterlassenschaften, Blo Rakane ist Chefwissenschaftler des Galaktikums.

Der Clou scheint mir aber das Neue Galaktikum sein. Es hat jetzt einen ganz anderen Stellenwert als sein Vorgänger. Das war ja eher ein Papiertiger, von dem nie irgendwelche Impulse ausgegangen sind, das nichts bewirken konnte und von dem man kaum je etwas gehört hat. Diesmal scheinen die Völker der Milchstraße sich zu einer echten Zusammenarbeit vereinigt zu haben. Grund dafür ist natürlich das Trauma, das sie durch den Angriff der Terminalen Kolonne erlitten haben. Offenbar ist das Galaktikum nicht nur ein Gremium, das übergeordnete Entscheidungen trifft, sondern hält echte Macht in Händen: Es gibt eine große Galaktische Flotte und auch der milchstraßenweite Handel scheint vom Galaktikum kontrolliert zu werden. Die Mehandor stellen die Handelsflotte des Galaktikums, Chef ist Homer G. Adams. Die Arkoniden haben unter der Knute TRAITORS schwer gelitten und sind geschwächt aus dieser Krise hervorgegangen. Somit sind sie zu echten Partnern geworden und streben nicht mehr nach der absoluten Macht. Die "Achse Terra-Arkon" bildet anscheinend den Dreh- und Angelpunkt des galaktischen Geschehens. Selbst Bostich denkt "galaktisch", d.h. als Vorsitzender des Galaktikums scheint ihm das Wohl der Völkergemeinschaft wirklich wichtiger zu sein als die Hegemonie Arkons. Allerdings scheint doch noch jeder sein eigenes Süppchen zu kochen, siehe "Projekt Saturn" und Dron/Hasproner. Das sind endlich mal Dinge, die ich mir für den ersten Roman des neuen Zyklus gewünscht hätte. Zugegeben: Mit dem nur ganz allmählichen Enthüllen derartiger Informationen kann man die Neugier des Lesers immer wieder schön anfachen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Und man darf gespannt sein, was sich daraus entwickelt, d.h. was die Autoren mit der neuen galaktischen Großwetterlage noch so alles anfangen.

In diesem Roman wird nun gezeigt, zu welchen Leistungen eine geeinte Milchstraße in der Lage ist. Deshalb geht auch der Sieg in der zweiten Schlacht um ITHAFOR absolut in Ordnung. Ich muss sagen: Der Effekt mit den Situationstransmittern, die tausende von Fragmentraumern ausspucken, so dass Sinnafoch die Kinnlade nach unten klappt, ist hervorragend gelungen. Da hätte ich beim Lesen fast die Säge gemacht. Man muss die Raumschlacht ja nicht allzu genüsslich zelebrieren, und das macht Arndt Ellmer zum Glück auch nicht. Dummerweise steht die Frequenz-Monarchie schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit ziemlich dumm da, so dass es schwer fällt, in diesem Gegner noch eine echte Bedrohung zu sehen. Warum sind die Herrscher der Frequenz-Monarchie nicht über die aktuellen Gegebenheiten in der Milchstraße informiert? Auch Sinnafoch wundert sich darüber. Aber man sollte sich nicht zu früh freuen. Wir wissen nicht, was die Frequenz-Monarchie noch alles aufzubieten hat.

J. Kreis, 25.10.2009


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