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Perry Rhodan Nr. 2513: Der verborgene Hof



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Ronald Tekener begibt sich mit dem leichten Kreuzer PETRALONA, einem Beiboot der TRAJAN, zum Planeten Mawego. Die Welt gehört zum Einflussbereich der Dron, aber es leben auch Hasproner dort. Spannungen zwischen beiden Völkern gibt es schon seit geraumer Zeit. Die Dron sind verstimmt, weil die Hasproner Teile des von Wüstengebieten geprägten Planeten in Sumpflandschaften nach dem Vorbild ihrer Heimatwelt verwandeln. In jüngerer Zeit sind die Konflikte zu einem Beinahe-Krieg eskaliert, der nur deshalb noch nicht in die heiße Phase eingetreten ist, weil beide Völker dem Galaktikum angehören zur Einhaltung des Friedens verpflichtet sind. Sie können es sich nicht leisten, gegen dieses Gebot zu verstoßen und von der galaktischen Völkergemeinschaft ausgeschlossen zu werden. Es ist aber nur noch ein Funke nötig, um das Pulverfass zu entzünden - Kampfschiffe beider Völker stehen schon im System bereit.

Nach seinen Erlebnissen auf Adeksion glaubt Tekener zu wissen, was der Grund für diesen Kalten Krieg ist. Die Landung auf Mawego wird ihm trotz seiner vom Galaktikum erteilten Legitimation zunächst verweigert. Eine von Senego Trainz angeführte Gruppe von Mikro-Bestien landet daher getarnt auf Mawego und kann die Vermutungen des Smilers schon bald bestätigen: Die Hasproner haben in einem Gebiet, das ihnen laut einem mit den Dron geschlossenen Erbpachtvertrag gehört, einen inaktiven Polyport-Hof entdeckt. Die Dron berufen sich auf ältere Rechte. Jetzt stehen sich dort bis an die Zähne bewaffnete Kampfverbände gegenüber. Die Mikros dringen unbemerkt in das unterirdisch gelegene Gebilde ein und kehren mit Filmaufnahmen zurück. Derweil versucht Tekener zwischen den verfeindeten Völkern zu vermitteln. Die beiden Mor'Daer, die er von Zorbar II gerettet hat, bieten ihm ihre Unterstützung an.

Die PETRALONA landet nun doch auf Mawego und wird prompt mit Fesselfeldern festgesetzt. Tekener fährt schwereres Geschütz auf, um den Dron die Bereitschaft zu Verhandlungen zu "erleichtern": Die TRAJAN erscheint mit großem Getöse. Endlich kommt es zu einem Gespräch zwischen Tekener sowie den verantwortlichen Führern der Dron und der Hasproner. Die Mor'Daer sind mit dabei, dummerweise ist auch ein alter Dron-Kriegsveteran zugegen, der die Hasproner wegen "Hausfriedensbruchs" verklagen will (sein Land ist eines der Gebiete, das "hasprogeformt" werden soll). Als er die beiden vermeintlichen Traitoristas sieht, schießt er einen an. Der andere hält den Anwesenden eine gut gemeinte Rede und fordert ein Ende des Konflikts. Da Tekener nicht annimmt, dass bloße Worte Frieden stiften können, schenkt er den Haspronern und Dron reinen Wein ein und führt die von den Mikros gemachten Aufnahmen vor. Da ein Polyport-Hof ein mögliches Sicherheitsrisiko für alle Völker der Milchstraße bedeutet, unterstellt er Mawego der direkten Aufsicht durch das Galaktikum.

Als die Dron ankündigen, Rechtsmittel gegen diese Entscheidung einlegen zu wollen, greift Tekener noch tiefer in die Trickkiste. Als Zwischenlösung bis zur Beilegung des Rechtsstreits sollen Haluter auf Mawego Wachdienst leisten - und zwar tausende jener jungen Haluter, die in den letzten 100 Jahren geboren worden sind, weil nur die Hälfte der halutischen Population nach dem Abzug TRAITORS nach Halut zurückgekehrt ist. Den Dron und Haspronern scheint die Vorstellung, von heißblütigen Haluter-Halbstarken heimgesucht zu werden, nicht sehr zu behagen. Sie verzichten auf die Einlegung von Rechtsmitteln. Somit kann die USO mit der Erforschung des verborgenen Hofes beginnen. Dass er im Besitz eines Controllers ist, verrät Tekener den Dron und Haspronern nicht.

In diesen Tagen kommt es in Terrania noch einmal zu jenem Phänomen, das als "Goldener Funkenregen" bezeichnet wird. Betty Toufry und Kitai Ishibashi, beide sichtlich von Schmerzen gequält, materialisieren und fragen nach Perry Rhodan, bevor sie wieder verschwinden. Einige Zeit später erscheint für kurze Zeit eine riesige Nebelkuppel über dem Atlantiků

Kommentar:

Zum Roman selbst fällt mir nicht viel ein. Schon gleich auf der ersten Seite sind mir zahlreiche Fehler aufgefallen und auch im restlichen Heft tummeln sich die Schreibfehler und die fragwürdigen Formulierungen. Vielleicht könnt ihr mir ja bei einer davon helfen. Auf Seite 7 heißt es, dass Tek etwas "extensiv" verneint. In meinem Duden steht dazu: "ex|ten|siv (der Ausdehnung nach; räumlich; nach außen wirkend); extensive Landwirtschaft (Bodennutzung mit geringem Einsatz von Arbeitskraft u. Kapital)". Was mag Montillon also mit diesem Wort meinen? Vielleicht hätte er lieber "expressiv" oder doch eher "vehement" schreiben sollen?

Folgenden Satz musste ich zweimal lesen, weil ich kaum glauben konnte, dass er wirklich in einem PR-Roman steht: "Eine Kugel oder ein Strahlenschuss waren immer schneller als das Opfer". HA! Und das, nachdem immer wieder beschrieben wurde (OK, nicht im vorliegenden Heft), wie irgendwer sich aus der Bahn eines Strahlenschusses wirft, den er auf sich zukommen sieht? Diese Textstelle fand ich wirklich lustig.

Die Sache mit dem Kalten Krieg zwischen Dron und Haspronern, einer möglichen Völkerverständigung unter dem Druck einer Großmacht und den persönlichen Einzelschicksalen der Betroffenen ist zwar nicht besonders aufregend, aber immerhin gut gemeint. Vielleicht soll diese Geschichte ein Kommentar zu aktuellen weltpolitischen Ereignissen der Realen Welt sein, interessanter wird sie dadurch aber nicht. Mir ist übrigens nicht klar geworden, was die Mor'Daer eigentlich bewirken wollten, d.h. womit sie Tek davon überzeugt haben, dass es nützlich sei, sie zu den Verhandlungen mit Dron und Haspronern mitzunehmen.

Dass die "dritte Macht", die sich in diesen Konflikt einschaltet (die Neue USO), im Grunde nichts anderes als eine private Söldner-Organisation ist, verleiht dem Ganzen aber eine pikante Note. Gut, die Neue USO handelt neuerdings im Auftrag des Galaktikums, aber mit welcher Legitimation denn bitte? Welchen völkerrechtlichen Status hat die Neue USO? Steht irgendwo in einer für alle Milchstraßenvölker gültigen Verfassung, dass sie so was wie eine galaxisweite Polizeitruppe ist? Macht die Arbeit fürs Galaktikum die Neue USO zu "Galaktischen Blauhelmen"? Wie gesagt: Die Neue USO wurde ohne jegliche Rechtsgrundlage von irgendwelchen Privatleuten aufgebaut. Ich hatte schon früher mal angemerkt, dass man ihr eigenmächtiges Handeln durchaus auch als Akte von Terrorismus bezeichnen könnte. Jetzt ist die Neue USO so was wie der Sicherheitsdienst des Galaktikums. Aber seit wann darf die Security sich in die inneren Angelegenheiten anderer Völker einmischen? Das ist wieder so eine für das Perryversum typische Vereinfachung. Die Autoren reden sich gern mit dem Argument heraus, dass die Leser angeblich nicht mit der "Tagespolitik" gelangweilt werden wollen. Nun, ich kenne zumindest einen Leser ganz gut, den solche Details durchaus interessieren...

Klar ist, dass ES im laufenden Zyklus noch eine wichtige Rolle zu spielen haben wird. Und wisst ihr was? Ich hätte absolut nichts dagegen, wenn der alte Zausel abserviert werden würde. Die jüngsten Ereignisse lassen ja vermuten, dass ES in großen Schwierigkeiten steckt. Diese zeigen nicht nur in den "Fernen Stätten" Wirkung, sondern auch im Solsystem. Vielleicht ist das Ende des so genannten Mentors der Terraner ja nahe? Von mir aus: Gern!

J. Kreis, 18.10.2009


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