Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2506
Weiter zu Nr. 2508


Perry Rhodan Nr. 2507: In der Halbspur-Domäne



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Mit dem in seine drei Einzelteile zerlegten Raumschiff MIKRU-JON reisen Perry Rhodan, Mondra Diamond, Icho Tolot und Ramoz entlang der Halbspur zum Polyport-Hof OROLOGION in der Galaxie Diktyon, wo sie am 15. Januar 1463 NGZ ankommen. Der Hof ist noch nicht in der Hand der Frequenz-Monarchie, aber die meisten Höfe Diktyons wurden bereits erobert. OROLOGION wimmelt nur so vor Flüchtlingen. Auch Pscholian Lox, der "Hausmeister" von BLEU RIMBER (oder ein anderes Wesen aus demselben Volk), befindet sich auf dem Transferdeck, zieht sich dann aber in die nicht allgemein zugänglichen Bereiche des Hofes zurück. Rhodan beobachtet außerdem eine Gruppe bulliger Wesen in schwarzen Druckanzügen, die ihm merkwürdig vertraut vorkommen.

Galhamo Ciono, Chef der Sicherheitskräfte aus dem Volk der Acronis, nimmt die Galaktiker in Empfang. Auf OROLOGION erwartet man stündlich den Angriff der Frequenz-Monarchie, und tatsächlich treffen kurz nach MIKRU-JON neue Flüchtlinge ein, die verkünden, auch der Hof GWARONAX sei gefallen. Da niemand vor Ort im Besitz eines Controllers ist, kann OROLOGION nicht abgeriegelt werden. Rhodan sagt zwar seine Hilfe zu, verrät aber nicht, dass die Galaktiker drei Controller mit sich führen - die sie allerdings noch nicht richtig bedienen können. Während Icho Tolot in MIKRU-JON die Stellung hält und Informationen über Diktyon sammelt, setzen Rhodan und Mondra sich auf die Spur der Wesen in den Druckanzügen. Ramoz weicht seinem Frauchen nicht von der Seite.

Nach einigen Schwierigkeiten können Rhodan und Mondra Kontakt mit den Unbekannten aufnehmen. Rhodan ist einigermaßen überrascht, dass es sich um Maahks handelt - mehr noch: Später erfährt er, dass diese Wesen bereits dabei sind, sich zu Schatten-Maahks weiterzuentwickeln. Die Methans sind eigenartig zurückhaltend, was Rhodans Misstrauen weckt. Er ist besänftigt, als ihm klar wird, dass die Maahks ihn erkannt haben. Die für normale Maahks untypischen Emotionen, die sie empfinden können, waren der Grund für ihre Zurückhaltung. Nach und nach geben die Maahks Informationen preis. Sie sind aus ihrer Heimat Andromeda geflohen, weil sie dort von Fundamentalisten verfolgt worden sind, und wurden in die Halbspur-Domäne aufgenommen. Grek-1, der Anführer der Maahks, kann den Galaktikern zeigen, wie man die Controller bedient. Derweil hat Tolot eine von Reginald Bull über den Polyport-Funk geschickte Morsebotschaft erhalten. Kontakt mit der Heimat kann hergestellt werden, es werden Informationen ausgetauscht. Rhodan gibt sein Einverständnis für einen Gegenangriff. Das Risiko, mit seiner Antwort die Frequenz-Monarchie nach OROLOGION zu locken, nimmt Rhodan in Kauf.

Mikru gibt sich plötzlich mitteilsamer als sonst und erzählt, MIKRU-JON sei bei der Entdeckung der ersten Polyport-Höfe dabei gewesen. Das Schiff ist im wahrsten Sinne des Wortes "beseelt", denn die früheren Piloten des Schiffes konnten mental mit ihm verschmelzen und dadurch besser navigieren, dabei ist aber stets ein Teil ihres Bewusstseins - bzw. ein "Echo" oder "Abdruck" davon - in MIKRU-JON zurückgeblieben. Somit ist MIKRU-JON mehr als nur eine Maschine. Das Schiff fürchtet sich davor, wieder zurückgelassen zu werden wie damals, als die Halbspur-Changeure die Raumfahrt aufgegeben haben. Rhodan verspricht ihm, dass es dazu nicht kommen wird.

Die Maahks suchen die Galaktiker auf und bitten sie um Hilfe. Zum Schutz der letzten freien Höfe vor dem Zugriff der Frequenz-Monarchie werden dringend Controller gebraucht, mit denen die Transferkamine gesperrt werden können. Die Maahks wissen, dass im Distribut-Depot ARTHA zahlreiche Controller gelagert sind, doch die Raumstation wurde schon von Frequenzfolger Ghoranfogh besetzt. Die Schatten-Maahks können zwar ent- und rematerialisieren, was ihnen die Infiltration ARTHAS ermöglichen würde, dabei verbrauchen sie aber viel Energie. Rhodan soll sie begleiten, sein Zellaktivator soll ihnen die benötigte Energie liefern. Rhodan willigt ein. Der Coup gelingt nicht zuletzt deshalb, weil die Darturka in ARTHA abgelenkt sind. Sie verfolgen einen Bokazuu, der einen Controller besitzt. Er sprengt sich lieber selbst in die Luft, als Rhodan, der ihn aufspürt, zu vertrauen.

Mit 76 erbeuteten Controllern kehren Rhodan und die Maahks nach OROLOGION zurück. Rhodan sperrt den nach ARTHA führenden Transferkamin. Die Controller werden aufgeteilt: Die Maahks sollen mit der einen Hälfte versuchen, der Frequenz-Monarchie Widerstand zu leisten, Rhodan nimmt die andere Hälfte mit, um sie in die Milchstraße zu bringen. Da ITHAFOR immer noch nicht erreichbar ist, muss ein anderes Ziel gesucht werden. Die Wahl fällt auf ARTHANOK, einen von ARTHA abgekoppelten Hof, der als Bestandteil eines Distribut-Depots den intergalaktischen Transport ermöglicht. Dies ist nur eine Zwischenstation. Die Galaktiker wollen nach NEO-OLYMP reisen - aus unerfindlichen Gründen ist dieser Hof jetzt plötzlich erreichbar. Am 17. Januar brechen die Galaktiker auf.

Kommentar:

Ist ja'n Ding: Ein Roman, der fast ganz ohne Geballer, vor allem aber ohne brutale Gewalt auskommt. Darauf hätte ich ja fast schon nicht mehr zu hoffen gewagt. Aber auch diesmal geht es nicht ohne Unüberlegtheiten ab: Ohne Not handelt Rhodan viel zu aggressiv, als er eine Gruppe von Wegelagerern ausschaltet, die ihm MIKRU-JON abspenstig machen wollen. Er hätte die ganze Sache auch den lokalen Sicherheitskräften überlassen können, die schon auf dem Weg zu ihm waren. Stattdessen nietet er seine Gegner um (wenigstens nimmt er den Paralysator) und verstößt damit prompt gegen ein auf OROLOGION geltendes Gesetz, das den Einsatz von Waffen verbietet, so dass er und Mondra verfolgt werden und sich nur noch im Schutz von Deflektoren bewegen können. Mit etwas mehr Kooperationsbereitschaft wäre er schneller und bequemer ans Ziel gekommen. Aber Rhodan soll wohl wieder mehr als "Mann der Tat" charakterisiert werden. Er soll vermutlich den Ruf des "zu weichen Zauderers" verlieren, den er bei manchen Lesern zu haben scheint. Die Autoren scheinen zu glauben, die Leser würden sich Rhodan gern als Actionhelden vorstellen. Na ja. Ich zumindest dachte immer, er sei jemand, der erst denkt und dann schießt - nicht umgekehrt. Diese Vorstellung muss ich mir jetzt wohl abschminken.

Der Roman ist ganz OK, aber erst auf den Roman der nächsten Woche, mit dem die Handlung hoffentlich endlich zu dem Schauplatz umblendet, dessen Namen der Zyklus trägt, freue ich mich wirklich. Ein seit PR 2500 ganz neues Gefühl! Nur frage ich mich, warum der Hof NEO-OLYMP jetzt plötzlich doch erreichbar ist. Es wird doch keine Falle sein?

Mir fallen ansonsten nur ein paar Kleinigkeiten zum Roman ein, die ich einfach mal zusammenhanglos aufs virtuelle Papier werfe:

Meine Prophezeiung, Rhodan werde bei seinen Umwegen sicher hilfreiche Verbündete finden, ist schneller wahr geworden als gedacht. Die Schatten-Maahks sind keine neue Erfindung und im Perryversum sind schon über 1000 Jahre vergangen, seit ein zeitgereistes Exemplar dieser Spezies aufgetaucht ist. Jetzt erleben wir die Entwicklung dieses Volkes mit. Nicht übel.

Zu Beginn des Romans taucht ein witziges Kerlchen namens Barch fal Meph dar Fliruch sem Köfer op dam Derf hol Sinten auf. Holla! Will Arndt Ellmer etwa Leo Lukas Konkurrenz bei der Erfindung verrückter Namen machen? Sollte es sich um ein Anagramm handeln, dann konnte ich es nicht entschlüsseln.

Das Passwort für Rhodans Controller, von Ariel Motrifis nach Gehör eingegeben, lautet "Peri Rodan". Na so was - sollte Rhodan seinen eigenen Namen etwa gar nicht "englisch" aussprechen?

An einer Stelle schreibt Ellmer etwas von fischartigen Wesen, die er als "Pisciden" bezeichnet. Was bitte soll das denn für ein Wort sein? "Ichthyoide" wäre wohl richtiger gewesen, obwohl mein Duden dieses Wort auch nicht kennt...

Update vom 06.09.2009: Ein Leser hat mich darauf hingewiesen, dass "Ichthos" griechisch für "Fisch" ist, "Piscis" ist das lateinische Wort dafür. Ich kannte das Wort "Pisces" nur in Bezug auf das Sternbild - daher meine Verwunderung. "Ichthyoide" kommt mir nach wie vor "richtiger" vor.

J. Kreis, 05.09.2009


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden

Gastkommentar von Rudolf (22.09.2009):

Ein Anagramm für: Barch fal Meph dar Fliruch sem Köfer op dam Derf hol Sinten

Wie wärs mit "Hohlkopf alamiert dampfend dorfarme Fleischerburschen"?

;-)


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2506
Weiter zu Nr. 2508