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Perry Rhodan Nr. 2504: Die Hypersenke



Autor: Leo Lukas

Inhalt

Perry Rhodan, Icho Tolot, Mondra Diamond und das kleine Katzenwesen Ramoz sind mit dem zwar sprachbegabten, meist aber wenig mitteilsamen Raumschiff MIKRU-JON von Markanu geflohen. Sie werden nicht verfolgt, denn die Eroberer von der Frequenz-Monarchie sind quasi "zu Fuß" gekommen. Während Mondra ihren neuen Schützling etwas genauer unter die Lupe nimmt und dabei feststellt, dass Ramoz trotz seiner beachtlichen Reißzähne Vegetarier ist, blitzschnelle Reflexe und höchstwahrscheinlich telepathische Fähigkeiten hat, identifiziert Tolot Kyon Megas als einen der Galaxie Diktyon vorgelagerten Sternhaufen - und Diktyon ist den Terranern besser bekannt als Centaurus A, eine 12,41 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernte, in Richtung Mächtigkeitsballung ESTARTU gelegene Galaxie. Es steht somit fest, dass eine Rückkehr in die Heimat auf normalem Wege unmöglich ist. Man muss also PERISTERA erreichen, den zweiten in Kyon Megas befindlichen Transporthof. MIKRU-JON scheint den Weg zu kennen und transportiert seine Passagiere durch den Hyperraum - doch plötzlich stürzt das Schiff in den Normalraum zurück. Tolot spricht seine Vermutung, die sich später bestätigt, noch nicht aus: Man befindet sich in einem Bereich, in dem die Hyperimpedanz aus unbekannten Gründen auf die vor 1331 NGZ geltenden Werte abgesenkt wurde.

Rhodan und Tolot verlassen MIKRU-JON, um einem Notruf nachzugehen. Er wurde von der ANIAZUU ausgesandt, dem ersten mit Lineartriebwerken ausgestatteten Raumschiff der Bokazuu, das aus den gleichen Gründen wie MIKRU-JON in Raumnot geraten ist. Die Bokazuu sind eines von vielen Völkern, die in Kyon Megas zusammenleben, Handel treiben und lokale Konflikte ausfechten. Leyharte Semfuu, Kommandant der ANIAZUU, hat gerade herausgefunden, dass ein Teil seiner Fracht aus besonders leistungsfähigen Waffen besteht, die in einem der erwähnten Konflikte zum Einsatz kommen sollen. Sollte er sein Ziel nicht rechtzeitig erreichen, ist die Zukunft seines gesamten Volkes gefährdet, denn die Bokazuu sind Händler, deren Erfolg auf ihrem Ruf der absoluten Zuverlässigkeit beruht. Doch damit nicht genug: Görn Exiffele Barost, ein unerträglich arroganter Sagenbarde, hetzt die anderen Passagiere der ANIAZUU auf, so dass eine offene Revolte bevorsteht, und ein unbekannter Computervirus droht die Rechner des Schiffes lahmzulegen. In dieser angespannten Situation ist Semfuu nicht geneigt, Rhodan und Tolot wohlwollend zu empfangen, zumal er sie für die Urheber der Misere hält. Die beiden werden eingesperrt.

Die Technik der Galaktiker ist jener der Bokazuu weit überlegen. So können Rhodan und Tolot sich leicht befreien. Mit Hilfe des Munklus Feubald, eines kleinen Humanoiden, der als Maskottchen der ANIAZUU dient, kann der Sagenbarde als Verursacher der Computerprobleme identifiziert werden. Er ist in Wahrheit ein Spion und wollte die ANIAZUU erobern, um sie seinen Auftraggebern in die Hände zu spielen. Aufgrund der herabgesetzten Hyperimpedanz konnte er die Suggestivprojektoren seiner Raumyacht einsetzen und die Besatzung der ANIAZUU manipulieren. Die Galaktiker legen dem Barden das Handwerk. Dann erreicht die Hyperimpedanz wieder "normale" Werte, so dass beide Schiffe ihren Weg fortsetzen können. Wodurch die "Hypersenke" entstanden ist, bleibt unklar. MIKRU-JON erreicht am 13. Januar 1463 NGZ die Koordinaten, an denen PERISTERA sich befinden soll. Auf der ANIAZUU erhält Feubald für seine Taten einen Orden, wodurch sein Selbstbewusstsein einen enormen Schub erhält.

Kommentar:

Leo Lukas liefert wieder einmal einen köstlichen Roman voller Hintersinn ab - die Bokazuu und ihr Wirtschaftssystem, dessen einzige Triebfeder das individuelle Gewinnstreben ist, wobei das Privatvermögen von Einzelpersonen auf 50 Millionen Währungseinheiten begrenzt wurde (was darüber hinausgeht, fällt an den Staat, im Gegenzug erhält der "Spender" für jede zehnte Million an abgetretenen Währungseinheiten eine Stimme in der gesetzgebenden Nationalversammlung), sind eine der für LL typischen Kreationen. Ebenso typisch ist der geistig etwas minderbemittelte Feubald - da Rhodan ihm ähnlich sieht, halten die Bokazuu den Terraner für Tolots "Schoßtier"! Köstlich. Dieses Szenario, die Sorgen und Nöte Semfuus und selbst Mondras Spielereien mit Ramoz sind äußerst unterhaltsam. Wahrscheinlich sind mir wieder unzählige Anspielungen und Anagramme entgangen. LL baut so was ja mit Vorliebe in seine Romane ein.

Und doch frage ich mich: Was sollte das jetzt? Wird die "Hypersenke" oder das, was sie verursacht hat, noch irgendeine Rolle zu spielen haben? Vielleicht sind da ja Kräfte am Werk, mit denen Rhodan es noch zu tun bekommen wird. Oder war das nur eine bedeutungslose Episode, ein kleines Abenteuer am Wegesrand ohne Relevanz für die weitere Handlung? Ich kann das ebenso wenig einschätzen wie den ganzen Zyklus - mir fehlt der Durchblick, oder vielleicht besser: Der berühmte Rote Faden. Ich weiß einfach nicht, wo die Autoren mit uns hin wollen. Rhodan und seine Begleiter sitzen zunächst mal in Kyon Megas fest und werden jetzt wahrscheinlich diverse Schwierigkeiten zu überwinden haben, bis sie über PERISTERA in die Milchstraße zurückkehren können. Na und? Was dann? Aber vielleicht werden sie ja gar nicht zurückkehren, sondern nach Diktyon weiterreisen. Wie gesagt: Im Moment kann man nicht vorhersagen, was weiter geschehen wird. Und das muss ja kein schlechtes Zeichen sein...

J. Kreis, 16.08.2009


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Rudolf (26.12.2009):

LOL, ich habe mal wieder mit dem Anagramm Generator gespielt... und nun frage ich mich, welcher Autor eine Freundin namens Beate hat ;-)...

Ein wunderschönes Anagramm zum Namen "Go(e)rn Exiffele Barost" ist:

"Beate fror infolge Sex" ;-))



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