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Perry Rhodan Nr. 2501: Die Frequenz-Monarchie



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Perry Rhodan sichert Ariel Motrifis die Hilfe der LFT zu, fordert im Austausch dafür aber Informationen über das Polyport-Netz und die Halbspur-Changeure. Motrifis lädt Rhodan und zwei Begleiter (Mondra Diamond und Icho Tolot werden zu Guckys Missvergnügen ausgewählt) daraufhin ein, ihn zum Planeten Markanu zu begleiten. Dies ist die total von der Außenwelt abgeschottete Heimat der Halbspur-Changeure im Sonnensystem Andury-Aphanur in der Galaxie Kyon Megas. Motrifis ist ein großes Wagnis eingegangen, diese Welt über das Polyport-Netz zu verlassen und die Terraner um Hilfe zu bitten. Es war jedoch unumgänglich, denn die Halbspur-Changeure stehen der Frequenz-Monarchie, die erst vor 10 Tagen mit der Eroberung der Transporthöfe begonnen hat, hilflos gegenüber - sie sind ein friedliches, allmählich aussterbendes Volk, dem Krieg völlig fremd ist. Nachdem erneut Truppen der Frequenz-Monarchie das Distribut-Depot angegriffen haben und zurückgeschlagen worden sind, sperrt Motrifis die Transferkamine mit seinem Controller - nur mit diesen Geräten kann man die Polyport-Höfe steuern, und nur Transfer-Operatoren wie Motrifis besitzen Controller. Aber leider verfügt auch die Frequenz-Monarchie über einige dieser Geräte, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Sperrung wieder aufgehoben sein wird.

Während die Galaktiker zusammen mit dem Halbspur-Changeur im Polyport-Netz nach Markanu reisen, berichtet Motrifis über die Vergangenheit der Andury. Diese haben vor ca. 80.000 Jahren den ersten verlassenen Polyport-Hof der damals schon verschollenen Anthurianer entdeckt. Mit den ebenfalls gefundenen Controllern, die es in drei Klassen (A, B und C) gibt, konnten sie einen Transporthof nach dem anderen in Betrieb nehmen, obwohl sie die Technologie der Andury nie wirklich entschlüsseln konnten. So wurden aus den Andury die Halbspur-Changeure. Sie haben Kenntnis von mindestens 250 Höfen in 11 Galaxien (zu denen auch Andromeda gehört), viele davon sind aber aus unbekannten Gründen schwer beschädigt und gelten als "verlorene Höfe" wie GALILEO. Mit Controllern der Kategorie C soll es möglich sein, die so genannten Handelssterne zu erreichen. Mit diesen Stationen soll es möglich sein, auch größere Objekte - sogar Raumschiffe - zu transportieren, aber es wurde noch nie ein derartiger Controller gefunden. Die Halbspur-Changeure haben die Polyport-Höfe jeweils Völkern zur Verfügung gestellt, die von ihnen geprüft und für moralisch weit genug entwickelt erachtet worden sind.

Markanu ist eine Wasserwelt, deren endlose Ozeane von gewaltigen, schollenartigen Gebilden bedeckt sind. Dies ist die Endlose Stadt, ebenfalls ein uraltes Relikt unbekannter Herkunft, das schon von vielen Völkern besiedelt worden ist. Hier leben die Halbspur-Changeure in völliger Isolation; ihr Polyport-Hof ist im Netz normalerweise nicht auffindbar. Perry Rhodan sichert den Mitgliedern des Konzils (den Oberhäuptern der Halbspur-Changeure) militärische Hilfe zu und verlangt Einblick in alle Geheimnisse des Polyport-Netzes. Er will gleichberechtigter Partner der Halbspur-Changeure sein. Bevor der oberste Konfis Gaschumon Ata antworten kann, überfallen Darturka-Regimenter die Stadt und richten ein Gemetzel unter der wehrlosen Bevölkerung an. Die Galaktiker sind die einzigen, die sich verteidigen können. Auch sie müssen fliehen, Ariel Motrifis führt sie in die Katakomben. Er gibt sich zu Recht die Schuld an der Katastrophe, denn durch seine Nutzung des Polyport-Hofes von Markanu war es den Wissenschaftlern der Frequenz-Monarchie möglich, diesen zu orten und anzusprechen. Motrifis gibt zu, dass er keine Informationen über NEO-OLYMP hat, den Hof im Stardust-System. Er weiß nur, dass die Stardust-Menschheit ihn vor ca. 50 Jahren in Betrieb genommen hat, dass er aber vom Netz aus nicht erreichbar ist.

Viele Halbspur-Changeure entziehen sich dem Untergang, indem sie "gehen": Sie werden immateriell und verschwinden mit unbekanntem Ziel. So verfährt auch Gaschumon Ata, als Frequenzfolger Kharonis, Anführer der Darturka, ihn verhört, um Informationen über das PARALOX-ARSENAL zu erhalten. Kharonis nutzt seine Fähigkeit des Paraschleichens, um sich an einen noch nicht "gegangenen" Halbspur-Changeur heranzupirschen...

Kommentar:

OK, tief durchatmen und nach dem Debakel der letzten Woche vorurteilslos an PR 2501 herangehen. Nicht denken: "Oh nein, bitte nicht auch noch einen Roman von Christian Montillon, dem Mann, der die PR-Action-Serie mit zu verantworten hat"! Vorbehalte wären zum Glück auch nicht gerechtfertigt gewesen, denn Montillon macht vieles besser als Borsch. Gut, auch hier wird wieder ordentlich geballert, die Jungs von der Frequenz-Monarchie sind immer noch "die Bösen" (Kharonis scheint irgendwie anders zu sein, aber ein Fiesling ist er dennoch), aber diese platte "Action" steht nicht zu sehr im Vordergrund, und vor allem verhalten sich Mondra und Rhodan diesmal ganz anders als im letzten Roman: Von dem Hass, der einem da geradezu entgegengeschlagen ist, spürt man diesmal Gott sei Dank überhaupt nichts mehr. Na also, geht doch! Warum nicht gleich so?

Außerdem erhält man einige Informationen über die Vergangenheit der Halbspur-Changeure. Diese sind also tatsächlich aus den Andury hervorgegangen. Wenn ich mich recht erinnere, haben wir im Doppelroman PR 2385 / PR 2386 erstmals von den Andury gehört. Andere Nachkommen dieses Volkes sind die Telomon, die das Mesoport-Netz nutzen. Ob da ein Zusammenhang mit dem Polyport-Netz besteht? Wenn man die Geschichte der Halbspur-Changeure so liest, erkennt weitere immer wieder verwendete Handlungsschemata: Ein Volk nutzt die technischen Hinterlassenschaften eines anderen (verschwundenen) Volkes, ohne sie richtig zu verstehen. Das Volk ist moralisch hochstehend, mag sich nicht mit anderen Völkern kloppen und stirbt allmählich aus. Es hat sich in ein absolut sicheres Versteck zurückgezogen - das natürlich sogleich angegriffen wird - und Perry Rhodan ist der einzige, der helfen kann. Na ja. Man muss halt einfach akzeptieren, dass die Halbspur-Changeure viel zu naiv sind und deshalb ihren Polyport-Hof nicht gut genug schützen. Ein paar automatische Geschütze hätten Kharonis gleich bei der Ankunft gut eingeheizt, stattdessen steht da nur ein einziger Transfer-Operator herum, dem man auch gleich den Controller abnehmen kann...

Immerhin: Ein faszinierender neuer Schauplatz, ein paar Informationen "kosmischer" Größenordnung und ein geheimnisvolles Volk machen den Roman interessant. Die Halbspur-Changeure bewahren zunächst noch ihre Geheimnisse. Die Sache mit dem Licht, in dem sie immer stehen (stelle ich mir ganz schön lästig vor, wenn man mal ins Kino gehen oder schlafen will), kannten wir ja schon. Aber wohin "gehen" sie, wenn sie sich in Luft auflösen - und by the way: Warum nutzen sie nicht alle sofort diese Fähigkeit, als die Darturka angreifen? Da hätten viele Todesopfer vermieden werden können. Egal. Nach dem entsetzlichen Auftaktband war Montillons Roman eine echte Wohltat.

J. Kreis, 26.07.2009




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Gastkommentar von Friedrich (28.07.2009):

Ich muss gestehen, ich war vom Wechsel Negasphäre zu Frequenzmonarchie etwas überrascht: Vorher wurden ganze Galaxien gerettet und Superintelligenzen getötet, jetzt geht es plötzlich um Querelen an der Bushaltestelle... und darüber macht ES sich dann wirklich Sorgen!

Immerhin - man hat mal wieder ein neues Transportsystem entdeckt - das wievielte nochmal?

Ich persönlich bin ja der Meinung, dass wenn Perry das nächste Mal an seinem Sternenfenster sitzt und auf die schwarze Sternenstraße schaut, um über heraldische Torheiten nachzugrübeln, er lieber - wenns ihm im distanzlosen Schritt zwickt - sein Geld in die Erforschung nützlicher Technologien zur Fortbewegung stecken sollte. "Nützlich" bedeutet hier "wirtschaftlich ausbeutbar".

Der Zeitbrunnen draußen vor dem heliotischen Bollwerk - das ist zwar ein schönes Bild, aber es ist mir einfach nicht glaubhaft, dass ein Staatswesen wie die LFT für die Erforschung solch freakiger Einrichtungen so viel Geld ausgibt. Um Perry hier eine goldene Brücke in die Unendlichkeit zu bauen, würde ich sagen, Sonnentransmitter sind grad noch vertretbar. Aber dieses Polyport-Netz? Die Transportkapazität ist zu gering, um auch nur einen einzigen Planeten zu versorgen?! Nun ja - wir Leser wissen ja, dass Perry und die Terraner das Polyport-System nie und nimmer behalten können - selbst wenn sie vorher noch die Bösewichter besiegen (die Bushaltestellen-Rowdies)...


Gastkommentar von Rudolf (30.07.2009):

Nun ja, immerhin wissen wir jetzt schon, wie Roman Nr. 2599 ausgeht... ein Controller der Kategorie "D" wird gefunden, er ermöglicht es, das komplette Polyport-Netz umzupolen und die Böslinge dahin zu schicken, wo sie immer schon sein sollten... ins Expose-Nirwana.

Oder vielleicht auch nicht?

Wir werden fast 100 Hefte auf die Lösung warten ;-/


Gastkommentar von Peter (02.08.2009):

Wer schon einmal versucht hat bezüglich der angesprochenen Problematik der Inhalte der Serie mit Anfragen an die Redaktion zu treten, erhält dort immer die Antwort, dass die Fans das so toll finden und es immer nur ein paar (die selben?) sind, die etwas zu bemängeln hätten. Ob dem wohl wirklich so ist, kann ich nicht beurteilen.
Ich frage mich aber auch, wie lange die "altgedienten Fans" diese Art, SF darzustellen, noch mitmachen.
Sicher hat jede Zeit ihre bevorzugte Art und Weise sich auszudrücken. Im Moment ist es nun einmal so, dass "Action" angesagt ist. Im Prinzip ist das auch in Ordnung, die eine oder andere Raumschlacht kann ja auch spannend sein, aber etwas vom Geiste der ursprünglichen Idee der Serie würde das Niveau sicher heben.
In diesem Sinne, peng, bum, schepper...


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