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Perry Rhodan Nr. 2500: Projekt Saturn



Autor: Frank Borsch

Inhalt

Seit dem Ende der Negasphäre von Hangay und dem Abzug der Terminalen Kolonne TRAITOR aus den Galaxien der Lokalen Gruppe sind über 100 Jahre vergangen. Die Völker der Milchstraße haben sich in dieser Zeit des Friedens vor allem der Forschung gewidmet. Jetzt droht eine neue Gefahr, und die Superintelligenz ES entsendet ihren Diener Homunk, um Perry Rhodan zu warnen.

Projekt Saturn

Am 3. Januar 1463 NGZ (5050 n. Chr.) weiht Perry Rhodan seine nach wie vor nicht alternde Gefährtin Mondra Diamond in das streng geheime Projekt Saturn ein. Vor etwa 60 Jahren haben Explorer im Orbit der in der galaktischen Northside gelegenen Sonne Lashu-12a einen verlassenen Transporthof der Halbspur-Changeure entdeckt und ins Solsystem geschleppt. Seitdem widmen sich die Wissenschaftler der LFT der Erforschung dieser viereckigen, 2500 Meter durchmessenden Raumstation, die als "Polyporthof GALILEO" bezeichnet wird. In einer Aussparung in der Mitte des Transporthofs sind vier blau leuchtende Transferkamine erkennbar. Das Forscherteam wird von dem ebenso genialen wie exzentrischen Hyperphysiker Milton DeBeer geleitet. Die beiden Laosoor Vanqueron und Isuzu (ein Nahdistanz-Telekinet und eine Nahdistanz-Teleporterin) unterstützen das Team. Man hofft, der Transporthof könne den Terranern eines Tages als Tor zu anderen Galaxien dienen - intergalaktische Raumfahrt ist seit der Erhöhung der Hyperimpedanz zwar nicht ganz unmöglich, aber mit langen Reisedauern verbunden. Da die Technik der Halbspur-Changeure für die Terraner weitgehend unverständlich ist, ist es bisher jedoch nicht gelungen, den inaktiven Transporthof zu reaktivieren. Von der holographischen Projektion eines Halbspur-Changeurs ist nur zu erfahren, dass die seit langer Zeit verschwundenen Anthurianer die Transporthöfe erschaffen haben, und dass das aus den zahlreichen Höfen gebildete Polyport-Netz nur für friedliche Zwecke genutzt werden darf.

Doch jetzt scheint der Transporthof aus unbekannten Gründen damit begonnen zu haben, sich selbst zu reparieren. Zuerst gehen die Funkanlagen wieder in Betrieb. Viele unverständliche Funksprüche werden aufgefangen, einige sind aber in der Sprache der Mächtigen abgefasst. Sie künden von einem Krieg: Die Frequenz-Monarchie erobert einen Transporthof nach dem anderen. Mondra Diamond schlägt vor, GALILEO zu sprengen, bevor auch das Solsystem in Gefahr gerät, aber Perry Rhodan zieht das schon deshalb nicht in Betracht, weil ein weiterer Funkspruch eingeht, mit dem sich der Hof NEO-OLYMP aus dem Stardust-System meldet. Dessen Befehlshaber Stuart Lexa teilt mit, ein Angriff der Frequenz-Monarchie stehe unmittelbar bevor, und ruft im Auftrag von Administrator Whistler um Hilfe. Da GALILEO die einzige bekannte Möglichkeit darstellt, das Stardust-System zu erreichen, darf die Station keinesfalls verloren gehen. Plötzlich wird Vollalarm gegeben.

Angriff der Frequenz-Monarchie

Nach der Eroberung des Distribut-Depots ITHAFOR, einer 8,5 km langen und ca. 4 km dicken Raumstation, an die acht Polyport-Höfe angeflanscht sind, erfährt Frequenzfolger Sinnafoch, ein hochrangiger Abgesandter der Frequenz-Monarchie, von der Existenz des "verlorenen Hofes" KIIRFALK. Er entsendet einige Regimenter seiner Darturka-Soldaten über das Polyport-Netz dorthin und folgt ihnen mit seiner Kriegsordonnanz Skulptis persönlich. Die Darturka (drei Meter große, bullige Wesen mit relativ kleinen Muränenköpfen, massenweise geklont und ihren Befehlshabern blind ergeben) stoßen auf unerwartet heftigen Widerstand: Humanoide Wesen und Kampfroboter verteidigen KIIRFALK und dezimieren die Darturka rasch. Sinnafoch erfährt, wer sein Feind ist: Es sind Terraner, und der Name ihres Anführers lautet Perry Rhodan. KIIRFALK ist identisch mit dem im Saturnorbit versteckten Hof GALILEO.

Perry Rhodan und Mondra Diamond finden sich nach dem überraschenden Angriff der Darturka in heftige Kämpfe verwickelt. Da es Milton DeBeer gelingt, die Transferkamine zum Erlöschen zu bringen, erhalten die Gegner keine Verstärkung und können aufgerieben werden. Mondra und die beiden Laosoor nehmen Sinnafoch und Skulptis gefangen. Gucky und Icho Tolot verhören die beiden, erreichen aber nichts, denn Sinnafoch und Skulptis sind ebenso "parataub" wie die Darturka, d.h. Telepathen können ihre Gedanken nicht lesen. Sinnafoch, ein dürrer Humanoider mit schwarzer Haut, trägt darüber hinaus eine so genannte Induktivzelle im Gehirn, eine Art technischen Extrasinn, der ihn berät. Als Paraschleicher ist Sinnafoch außerdem immun gegen jegliche Art von Paragaben (ein Telekinet könnte ihn also nicht festhalten) und kann sich unsichtbar machen - aber davon ahnen die Terraner noch nichts. Sie operieren ihm jedoch die Induktivzelle heraus, was für Sinnafoch eine ebenso große Demütigung darstellt wie der Verlust seines in vielen Jahren zu einem prächtigen Statussymbol angewachsenen Zopfes. Dieses "Pigasoshaar" ist während der Kämpfe verbrannt. Die Terraner erfahren von dem arroganten Frequenzfolger kaum mehr, als dass er dem Volk der Vatrox entstammt, und dass er die Frequenz-Monarchie für weit mächtiger hält als die LFT.

Konterangriff der Terraner

Kurz nach dem Ende der Kämpfe erhält Perry Rhodan Besuch von Homunk. Der Androide berichtet, Lotho Keraete sei tot und ES habe die Kontrolle über die Lage im Sternhaufen Far Away verloren. Aus diesem Grund kann ES den Terranern im Solsystem wieder einmal nicht helfen. Perry Rhodan soll das Polyport-Netz unter allen Umständen schützen, denn es darf auf keinen Fall in die falschen Hände fallen.

Perry Rhodan übernimmt persönlich das Kommando über eine aus 100 terranischen Spezialisten und ebenso vielen TARA-Kampfrobotern bestehende Truppe, die von einigen Ertrusern, den beiden Laosoor, Mondra Diamond, Gucky und Icho Tolot unterstützt wird. Die Gruppe nutzt die von den Darturka zurückgelassenen Transportlinsen, um zur Gegenstation des Polyport-Hofes vorzudringen. So erreichen die Terraner den Netzknoten ITHAFOR. Eine zweite, von Reginald Bull angeführte Angriffswelle trifft wenig später ein. Es wird festgestellt, dass die riesige Station sich in der Nähe des Zentrums des nach bisherigen Erkenntnissen nicht besiedelten Kugelsternhaufens M68 mit dem Eigennamen Dhogar befindet. Dieser enthält ca. 100 Sterne, ist 38.480 Lichtjahre vom Solsystem entfernt und liegt 23.000 Lichtjahre über der galaktischen Hauptebene der Southside. Perry Rhodan ruft einen Kreuzerverband zur Unterstützung herbei. Nach heftigen Kämpfen können die Terraner einen Brückenkopf errichten und nach und nach weitere Bereiche ITHAFORS erobern. Perry Rhodan lässt Sinnafoch und Skulptis nach ITHAFOR holen, da er sich erhofft, den Frequenzfolger durch eine Machtdemonstration zum Reden bewegen zu können. Dies erweist sich aber als Fehlschlag.

Die Terraner erleiden schwere Verluste, denn die Darturka sind Krieger, die keine Rücksicht auf sich selbst nehmen. Viele von ihnen stürzen sich in Kamikazeaktionen mit aktivierten Schutzschirmen auf die feindlichen Kampfgruppen. Im Durcheinander der Kämpfe können Sinnafoch und Skulptis entkommen. Sie begegnen Mondra und den Laosoor. Während Sinnafoch sich unsichtbar macht und flieht, greift Skulptis an. Er tötet Vanqueron und findet selbst sein Ende, als im Handgemenge mit Isuzu eine Strahlwaffe ausgelöst wird, so dass beide verbrennen. Sinnafoch stößt auf einige Darturka, die ihn bis zu den Transferkaminen eskortieren. Unterwegs sichtet er die Daten, die seine Leute bisher über das Solsystem gesammelt haben. Als er feststellt, dass es sich dabei um einen "Standort der Klasse 1" handelt, glaubt er, seine Niederlage in einen Triumph verwandeln zu können. Derartige Standorte sind für die Frequenz-Monarchie ungemein wichtig - mit anderen Worten: Das Solsystem muss erobert werden. Die Monarchie sucht seit geraumer Zeit nach dem PARALOX-ARSENAL, einer verlorenen ultimaten Waffe, mit der alle Galaxien beherrscht werden könnten, in denen sich Polyport-Höfe befinden. Jeder einzelne "verlorene Hof" enthält einen Hinweis auf das PARALOX-ARSENAL. Sinnafoch setzt sich in eine Nachbargalaxie ab und beabsichtigt, mit einer aus unbesiegbaren DC-Schlachtlichtern bestehenden Flotte zurückzukehren. Sein ganz besonderer Hass richtet sich auf Perry Rhodan...

Nachdem die Lage in ITHAFOR sich beruhigt hat, findet in einem ihrer Polyport-Höfe ein Transfer statt. Der Halbspur-Changeur Ariel Motrifis erscheint, zollt Perry Rhodan Anerkennung für die Eroberung ITHAFORS, und bittet ihn um Hilfe.

Kommentar:

"Das darf doch nicht wahr sein" - so ungefähr waren meine ersten Gedanken nach der Lektüre dieses Romans. Das soll der große Jubiläumsband sein? Diese belanglose Beschreibung von Kampfhandlungen soll den Aufbruch in eine neue Ära darstellen? Schon wieder nichts als Krieg? Wo ist die positive Utopie, die ich mir nach hunderten von Romanen voller Kriege, Zerstörungen und Feldzüge erhofft hatte? Wo ist die Aufbruchsstimmung geblieben, die man bei der Lektüre der Stardust-Romane im vergangenen Zyklus (ab PR 2436) noch empfinden konnte? Nichts, aber auch gar nichts davon findet sich in diesem Machwerk wieder. Man erfährt noch nicht einmal, was in den letzten 100 Jahren bei den Terranern und den anderen Völkern der Milchstraße geschehen ist, oder wie es den diversen Haupt- und Nebenfiguren ergangen ist - und das bei einem Romanumfang von 105 Seiten! Der Mehrumfang geht für Geballer drauf. Sollte Frank Borsch etwas falsch verstanden haben? Sollte er gedacht haben, er schreibe einen Roman für die Ablegerserie PR-Action, in der man eben nicht mehr erwarten darf als hohle "Action"?

Ich hatte mir ein ganz neues Szenario erhofft, frische Ideen, Sense of Wonder. Stattdessen wird das ewig gleiche Handlungsschema im neuen Zyklus zum x-ten Mal wiederholt: Ein aus dem Nichts dahergelaufener, möglicherweise technologisch weit überlegener Gegner will unbedingt das Solsystem erobern. Ich frage mich wirklich, wo diese Feinde, von denen man in praktisch jedem Fall noch nie zuvor etwas gehört hat, immer so plötzlich herkommen. Wenigstens wurden die Transporthöfe nicht erst jetzt aus dem Hut hervorgezaubert, von ihnen haben wir schon in PR 2397 gehört. Natürlich sind auch die neuen Gegner durch die Bank böse, gewissenlos, amoralisch, arrogant und selbstverständlich auch abgrundtief hässlich. Und ES ist natürlich wieder mal verhindert, genauere Informationen sind vom angeblichen Mentor der Menschheit ebenso wenig zu erwarten wie Hilfe. Ob Perry Rhodan es wohl manchmal bereut, KOLTOROCS Angebot ausgeschlagen zu haben (siehe PR 2498)? Was die "übermächtigen Gegner" angeht, fragt man sich, was nach TRAITOR eigentlich noch kommen soll. Als gar so übermächtig hat die Frequenz-Monarchie sich bis jetzt ja noch nicht erwiesen, aber man muss abwarten, was es wohl mit diesen ominösen "DC-Schlachtlichtern" auf sich haben mag.

Also schon wieder eine Invasionsgeschichte! Bei der übrigens nicht einmal das Stardust-System verschont wird! Was mich zu der Frage führt, wie das überhaupt möglich ist. Warum gibt es im Sternhaufen Far Away einen Transporthof der Halbspur-Changeure? Sollten die "Fernen Stätten" von ES denn nicht sicher vor jeglichem Fremdzugriff sein? ES kann doch nicht so leichtsinnig sein, ein "Hintertürchen" offen zu lassen? Von wegen: "Es wird nie wieder Kontakt mit dem Stardust-System geben, aber dort seid ihr absolut sicher". Jetzt wissen wir, was wir von diesem Geschwätz zu halten haben. Da hätten die Aussiedler auch gleich im Solsystem bleiben können. Ob die vielen offenen Fragen wohl in den nächsten Heften beantwortet werden? Was ist in der Zwischenzeit in der Milchstraße und im Stardust-System geschehen? Wie genau lautet Homunks Auftrag, d.h. was beabsichtigt er noch zu tun? Wie ist Lotho Keraete gestorben? Was meint Sinnafoch mit dem "Zeitalter der vierten Hyperdepression"? Was ist das PARALOX-ARSENAL und wo ist es versteckt? Was macht Atlan gerade und welche Aufgaben hat die SOL? Ist TRAITOR wirklich komplett abgezogen, ist die Terminale Kolonne noch irgendwo im Umfeld der Lokalen Gruppe aktiv und was ist aus VULTAPHER sowie den dort gefangenen Akonen geworden?

Noch schlimmer als das, was hier geschieht, ist womöglich die Art und Weise, wie es erzählt wird. Ich weiß nicht, was Frank Borsch sich dabei gedacht hat, Mondra Diamond (sie ist Ich-Erzählerin in vielen Kapiteln) eine derart flapsige Teenie-Sprache in den Mund zu legen. Soll das der Versuch sein, sich bei eventuellen jungen Neulesern anzubiedern? Ich finde das einfach nur unpassend, hätte es aber noch tolerieren können. Es kommt jedoch noch viel schlimmer: Mondra agiert ab dem Angriff der Darturka so hasserfüllt, dass man es kaum glauben kann, und bezeichnet diese Wesen nur als "Monster". Sie fühlt sich sogar bemüßigt, Sinnafoch als "Schwein" zu bezeichnen. Bei den einfachen Soldaten, die den Darturka gegenüberstehen, könnte man das ja akzeptieren, aber bei Mondra - und vor allem auch bei Perry Rhodan, der ebenfalls nur von "Monstern" spricht? Wo bleibt da sein kosmisches Bewusstsein? Hat er das zusammen mit seiner Ritteraura verloren oder seit wann beurteilt er Fremdwesen nur nach ihrem Aussehen? OK - sie sind die Aggressoren, aber die Terraner haben es mit Soldaten zu tun, die sozusagen nur ihre Arbeit tun, und in deren Augen vielleicht auch die Terraner, Ertruser, Haluter oder Laosoor wie "Monster" aussehen. Bully bezeichnet Sinnafoch als "Massenmörder", dem Perry "den Hals umdrehen" soll. Hm. Wer hat bei den Kämpfen wohl mehr Tote zu verantworten? Wer hat wohl eigenhändig mehr Leben ausgelöscht? Als I-Tüpfelchen dann noch Guckys unglaublich ungeschicktes "Verhör", bei dem er sich auf nicht nachvollziehbare Weise völlig würdelos verhält... Was soll das alles? Sollen die Terraner nach den vielen Niederlagen im Kampf gegen TRAITOR jetzt wieder als glorreiche Helden dargestellt werden, mit Perry Rhodan als heldenhaftem Anführer? Entsprechend martialisch und aggressiv wird er jedenfalls von Frank Borsch beschrieben. Ich finde das einfach nur ärgerlich, aber bei Borsch sind solche Merkwürdigkeiten keine Seltenheit. Ich erinnere nur an die total misslungene Charakterisierung der Oxtorner im ersten Band der PAN-THAU-RA-Trilogie. Hinzu kommen ein paar lächerliche Kleinigkeiten wie Mondra Diamonds Akrobatik-Fähigkeiten: Sie springt sogar einem lichtschnellen Energiestrahl, den sie auf sich zukommen sieht (!), aus dem Weg...

Mit dem Ende des letzten Zyklus konnte man ja trotz vieler Einschränkungen noch zufrieden sein, für den Beginn des neuen Handlungsabschnitts trifft das leider nicht zu. Zumindest ist Frank Borschs Zyklusauftakt gründlich danebengegangen. Sollten Literaturkritiker sich die Mühe machen, dieses Heft anlässlich des großen Jubiläums zu lesen und zu rezensieren, und sollten sie dann zu dem Schluss kommen, dass Perry Rhodan auch nach nun fast 50 Jahren nicht mehr sei als "Landser im Weltraum", dann müsste ich ihnen diesmal ausnahmsweise zustimmen. Ich kann nur hoffen, dass es weder inhaltlich noch in diesem Stil weitergeht. Für den ersten Band des Stardust-Zyklus habe ich zusammenfassend nur ein Wort übrig: Enttäuschend.

J. Kreis, 19.07.2009




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Gastkommentar von Eugen (24.07.2009):

Um ehrlich zu sein, mir hat der Roman gefallen. Zum ersten Mal, so weit ich mich erinnere (149) kommt es zu einem Angriff und die Terraner batschen zurück. Das Gegenstück zum Gott aus der Maschine spielt, wie du zu Recht immer wieder erwähnst, am Anfang eines Zyklus die Hautprolle. Die LFT ist einfach unfähig. Diesesmal steht Perry nicht mit offenem Mund da und wundert sich, sondern reagiert passend.

Was mir zu denken gibt, ist der Umstand, dass der Held des Universums inzwischen zum Killer von Superintelligenzen geworden ist und die Gegner nun aus dem Umfeld der Mächtigen kommen. Deshalb befürchte ich, die Handlung wird bald jenseits der Materiequellen verlegt.

Als Altleser kommt bei mir der Sense of Wonder nur noch auf, wenn eine schöne Entstehungsgeschichte einer Superintelligenz erzählt wird.

Überlege dir mal einen Zyklus und Geschichten und du wirst rasch feststellen, dass es das alles schon einmal gab, oder so abgehoben ist, dass es für Neueinsteiger nicht mehr greifbar ist. Und ob es uns gefällt oder nicht, Das PR-Univesum ist in erster Linie eine Wirtschaftssache. Wenn die Kohle nicht mehr stimmt für der Verlag, versagt der Zellaktivator des Helden.

Mach weiter mit deinen Kritiken und Zusammenfassungen, ich lese sie jede Woche.


Gastkommentar von Gustav (24.07.2009):

Nachdem ich schon sehr gespannt war auf deine "Beleuchtung" des 2500. PR Bandes mal kurz ein Statement von mir.

Ich lese deine Kommentare nun seit einigen Monaten und bin zum Schluss des vergangenen Zyklus mehr oder weniger NICHT mit dir konform gegangen. Mir hat der letzte Zyklus gefallen (obwohl das Ende doch ein wenig "hollywoodlike" war ^^).

Was uns allerdings mit Band 2500 geboten wurde fand ich, wie auch du geschrieben hast, nur als warmen Abklatsch dessen, das wir doch schon hatten.

Klar die Möglichkeiten sind nicht so einfach zu generieren, um Neu- und Altleser zufriedenzustellen, allerdings der xte Feind zum xten Mal hoch überlegen...

Auch ich hatte unter der Zyklusbezeichnung Stardust mehr auf Sense of Wonder getippt, aber der Jubliäumsband hat mich halt doch sehr an die PRA erinnert, und die ist bei mir nicht über Band 3 gekommen.

Ich hoffe (wahrscheinlich wie viele andere auch), dass sich das in absehbarer Zeit noch ändert, damit es nicht zu einem mittleren Raumbeben unter der Leserschaft kommt.


Gastkommentar von Christian (02.08.2009):

Seit Anfang 2007 bin ich Perry-Rhodan-Fan. Ich stieg zum Ende von TERRANOVA ein, las die ersten Silberbände mit Begeisterung und ebenso die Taschenbuchreihe der Posbi-Krieg. Doch in letzter Zeit meide ich die Heftromane, ignoriere seit Ara-Toxin die Taschenbücher und informiere mich eigentlich nur noch beim Kreis-Archiv über die Neuheiten. Denn Perry wurde ich überdrüssig. Und der vorliegende (auch noch!) Jubiläumsband war mehr als nur enttäuschend. Es war nett zu lesen, dass Mondra an Normans Grab Turnübungen macht (erinnert sich jemand an den Ausdruck auf dem Grab tanzen?). Doch stimmte mich dies auch nur froh, weil ich endlich sicher sein konnte, dass Norman wirklich tot war. Doch fast hätte ich mir den Klonelefanten zurück gewünscht, denn er wäre sicherlich derjenige in der Handlung gewesen, der noch am cleversten gehandelt hätte. Der Roman ist einfach nur Schund. Ich war enttäuscht und sauer. Einmal sind die Sonderbeigaben zu einem Jubelband wie 2500 lächerlich (ein Poster und zwei Innenillustrationen?!) und die Qualität der Geschichte ist auch minderwertig. Wo bleiben die großen Wunder und Geheimnisse des Kosmos?

Perry Rhodan empfehle ich nicht mehr, aber das Kreis-Archiv dafür. Wenn hier (selten genug) einmal ein Heftroman empfohlen wird, ist er auch empfehlenswert. Ansonsten kann man die fast 2 Euro auch gut und gern sparen. Ich jedenfalls bin Herr Kreis dankbar für seine Rezensionen, so dass ich mich nicht jede Woche grämen muss, wenn ich vom Kiosk komme.


Gastkommentar von Gerhard (10.08.2009):

Ich bin nun schon seit 28 Jahren PR Leser mit einigen Aussetzern, die alle nach PR 1000 liegen. Netterweise konnte ich meine Lücken zwischen 2099 und 2399 durch Dein Archiv schliessen und feststellen, was ich alles so verpasst habe. Deine Kommentare finde ich excellent, da sie die Handlung kritisch hinterfragen und - was mir auch sehr am Herzen liegt - die Handlung auf Machbarkeit/Schlüssigkeit abklopfen.

Da ich erst ab 2400 wieder die Heftromane gelesen habe und PR-Action nach dem Lesen des 5ten Heftes wegen akutem Fall von Action-Porno sausen ließ, hatte auch ich hohe Erwartungen in 2500 gesetzt und... wurde ziemlich enttäuscht. Du hast schon geschrieben, was es hierzu zu schreiben gab.

Ich kenne ja jetzt schon die weiteren Hefte, denn die Flinte gleich ins Korn werfen als alter Leser, wollte ich nicht. Vielleicht entwickelt sich da noch was.

Anzumerken bleibt mir nur, dass ich bei einigen Schilderungen irgendwie an Babylon5 und deren Centauri und Battlestar Galactica und deren Resurrection Ships denken musste...


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