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Perry Rhodan Nr. 2494: Retroversion



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Die Substanz der drei Messenger, die die Retroversion der Proto-Negasphäre von Hangay vollbringen sollen, wird bald aufgezehrt sein. Es gilt deshalb, GLOIN TRAITOR zu finden und zu vernichten. Alle Schiffe der Galaktiker und Friedensfahrer beteiligen sich an der Suche. Am 15. November 1347 NGZ fängt die JULES VERNE einen Funkspruch in einem älteren LFT-Flottencode auf. Er stammt von einem walzenförmigen Raumschiff, das sofort wieder verschwindet: Es kann sich nur um das lange vermisste SOL-Mittelteil handeln. Es kommt zu einem Rendezvous, bei dem Atlan und Ronald Tekener sich äußerst misstrauisch verhalten, denn sie kennen die JULES VERNE nicht, und bei der Besatzung könnte es sich um von TRAITOR hergestellte Kopien handeln. Dass mit Ekatus Atimoss ein Dualwesen an Bord ist, vereinfacht die Sache auch nicht. Nachdem alle Missverständnisse und Zweifel ausgeräumt sind, kommt es zur freudigen Wiedervereinigung der alten Freunde. Informationen werden ausgetauscht.

Am gleichen Tag empfängt die THEREME II, nachdem sie Polm Ombars OREON-Kapsel vor der Vernichtung in einem kleineren Schwarzen Loch bewahrt hat, jenen Kolonnenfunkspruch, den die ESCHER-Prozessoren auf Anun-Faeris ausgestrahlt haben. So wird GLOIN TRAITOR entdeckt. Die Nadel des Chaos flieht sofort wieder zum Zentrums-Black-Hole, doch Kamuko kann den Kurs mit der Nachtlicht-Rüstung verfolgen. Noch am 16. November gibt Rhodan den Befehl zum nächsten Angriff. Im entbrennenden Gefecht (nur vier Chaos-Geschwader schützen GLOIN TRAITOR) werden Strukturbrenner-Torpedos abgefeuert. Es zeigt sich zwar keine durchschlagende Wirkung, aber in den Schutzfeldern GLOIN TRAITORS entsteht ein Strukturriss, durch den Kantiran mit der THEREME II eindringen kann. Aus nächster Nähe kann er einige Schutzschirmprojektoren vernichten. Bei gleichzeitigem Dauerfeuer der Einheiten der Galaktiker greift nun auch CHEOS-TAI ein. Der GESETZ-Geber feuert mit allen Waffen auf die Nadel des Chaos und beschädigt sie schwer. GLOIN TRAITOR bricht auseinander und wird mitsamt allen Traitanks von Athaniyyon verschlungen.

Jetzt können die Messenger ihr Werk vollenden, aber damit ist noch nicht die ganze Arbeit getan. Der Nukleus erklärt, Hangay weise aufgrund der Herkunft aus dem Universum Tarkan eine besondere "Veranlagung" dafür auf, sich zu einer Negasphäre zu entwickeln. Diese Veranlagung müsse gesondert beseitigt werden, und das könne nur der Nukleus mit den in ihm gespeicherten, aus ARCHETIMS Korpus gezapften Energien leisten. Das Kollektivwesen verströmt all seine Energien und erlischt - es betrachtet dies als Sinn und Krönung seiner Existenz. Damit normalisieren sich die Verhältnisse in Hangay. Die Chaos-Physik ist zurückgedrängt worden, das psionische Netz wurde vollends repariert. Eigentlich gibt es somit für TRAITOR keinen Grund mehr, sich noch länger in der Lokalen Gruppe aufzuhalten. Doch KOLTOROC, der in der Dualen Metropole seine Wunden leckt, nimmt die Sache persönlich. Er befürchtet zwar nicht, sich wegen seines Misserfolgs vor den Chaotarchen rechtfertigen zu müssen (die Etablierung einer Negasphäre gelingt nur in einem von tausend Fällen), aber er will Rache. Er fordert Perry Rhodan auf, sich ihm in der Dualen Metropole zu stellen, sonst werde er Rhodans Heimat und die Menschheit vernichten. Rhodan ist bereit, um die Erde zu kämpfen, sicherheitshalber werden aber am 17. November 1000 OREON-Kapseln mit allen wichtigen Informationen zum Solsystem entsandt.

Kommentar:

Gähn - nach der Hälfte des Romans ist gerade mal die Wiedervereinigung mit dem SOL-Mittelteil und das Auffinden GLOIN TRAITORS erfolgt. Beides auf eher unspektakuläre Weise, wenn man mal von Polm Ombars lächerlichem Beinahe-Tod (können diese Friedensfahrer überhaupt irgendwas richtig machen, ohne über die eigenen Beine zu stolpern?) und dem unglaublich dämlichen Lapsus absieht, die ohnehin schon übermisstrauischen Freunde vom SOL-Mittelteil beim ersten Gespräch gleich unvorbereitet auf Ekatus Atimoss treffen zu lassen! Ansonsten: Nur uninteressantes Gelaber, gebetsmühlenhaftes Herunterbeten längst bekannter Fakten, langweiliger Fülltext, auf den man auch gut hätte verzichten können.

Nach einigen weiteren Seiten voller Blabla wird dann mal so eben GLOIN TRAITOR vernichtet. Ich kann nicht glauben, dass diese Struktur, der bei der Entstehung der Negasphäre die alles entscheidende Rolle zukommt, einfach wie eine paralysierte Maus vor der Schlange sitzen bleibt und sich ohne erkennbare Gegenwehr abschießen lässt. Dass die längst überfällige Verstärkung durch Kolonnen-MASCHINEN und Dunkle Ermittler (die hätten die Galaktiker in Sekunden weggeputzt) erst allmählich eintrifft, nachdem alles gelaufen ist. Und dann pustet CHEOS-TAI ein bisschen Energie rein - schon zerfällt das gewaltige Gebilde in seine Einzelteile. Gucky spricht es aus. Das können nicht die unbesiegbaren Kolonnen-Forts sein, die wir bisher kannten. Für kurze Zeit hatte ich gehofft, die Galaktiker hätten vielleicht nur eine Attrappe zerstört, aber KOLTOROCS Reaktion und die erfolgreich zu Ende gebrachte Retroversion sprechen eine andere Sprache. Wenn das so einfach war: Warum hat CHEOS-TAI nicht schon beim ersten Angriff eingegriffen?

Aber damit ist natürlich noch nicht Schluss. Ich hatte es ja schon prophezeit: Der Nukleus muss sich opfern und KOLTOROC nimmt es persönlich. Die Geheimniskrämerei des Nukleus um seine eigentliche Aufgabe wird nachträglich durch die Existenz der String-Legaten gerechtfertigt. Wahrscheinlich wurden diese Wesen überhaupt nur aus genau diesem Grund eingeführt - damit die Nörgler, denen das Zurückhalten von Informationen durch "höhere Mächte" auf die Nerven geht, endlich die Klappe halten.

Das war nix, der Roman dieser Woche. Und nächste Woche erwartet uns ein Roman von Horst Hoffmann…

J. Kreis, 07.06.2009

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