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Perry Rhodan Nr. 2493: Der WELTWEISE



Autor: Leo Lukas

Inhalt

Zweiundzwanzig nackte Menschen erscheinen aus dem Nichts auf einem Atoll mitten im Ozean. Sie haben keine Ahnung, wie sie dorthin gekommen sind, aber sie wissen, wer sie sind - oder vielmehr waren: Bewusstseinsinhalte des Kollektivwesens WELTWEISER und Prozessoren der Parapositronik ESCHER. Zu der Gruppe gehören auch Laurence Savoire, Merlin Myhr, Pal Astuin und Matheux Alan-Bari. Als sie einen quallenartigen Körper im Meer treiben sehen und als später am Himmel die Silhouette der Nadel des Chaos zu erkennen ist, wird ihnen klar, dass der WELTWEISE bei seinem Angriff auf GLOIN TRAITOR so geschwächt worden sein muss, dass er gezwungen war, wieder körperliche Gestalt anzunehmen und auch die in ihm vereinigten Bewusstseinsinhalte in physische Körper zurückzuversetzen. Die Menschen haben ihre ursprünglichen Körper zurückerhalten, aber es bleibt unklar, was aus den anderen Prozessoren geworden ist. Auf dem Planeten gibt es einen kleinen Stützpunkt der Terminalen Kolonne, wo man das Erscheinen der Menschen und des Weltweisen in Form hyperphysikalischer Peaks wahrnimmt. Mit Gleitern wird das entsprechende Gebiet abgesucht, aber es gelingt den Menschen, sich rechtzeitig zu verstecken.

Sie erkennen, dass das Quallenwesen im Sterben liegt, und verfrachten es unter großen Mühen in tieferes Gewässer, wo es sich erholen kann. Es erlangt sein Bewusstsein zunächst aber noch nicht zurück. Unterwegs fallen zwei Menschen räuberischen Meerestieren zum Opfer, darunter Wilbuntir Gilead, Sybil Bytters Mann. Matheux Alan-Bari entwickelt plötzlich eine Paragabe, mit der er die Ungeheuer in die Flucht schlagen kann. Am neuen Ziel angekommen, begegnen die Menschen zwei Eingeborenen: Dem Ckornauten Sahmsivil und seinem Vater Jozzepok. Sahmsivil ist nicht gut auf Fremde zu sprechen, denn die Mor'Daer des TRAITOR-Stützpunkts haben die Kinder seiner Schulklasse wie Tiere abgeschlachtet, um die Pelze der otterähnlichen Wesen ihrem Kommandanten (Kalmor Avorru) zu bringen - der wollte daraus einen Mantel für seine Gespielin schneidern lassen. Den Tod der Kinder hatten die Ckornauten Sahmsivil angelastet, denn das Eindringen extraplanetarer Intelligenzwesen ist für die meisten Ckornauten derart unbegreiflich, dass sie es lieber leugnen, um ihr auf Unveränderlichkeit fixiertes Weltbild nicht zu gefährden.

Auch Sybel Bytter entwickelt plötzlich eine Paragabe: Sie kann sich auf mentalem Wege mit Sahmsivil verständigen und ihn so von der Lauterkeit ihrer Absichten überzeugen. Sahmsivil, der sich gut mit allen Arten von Meereslebewesen auskennt, erweckt den Weltweisen aus der Bewusstlosigkeit. Dieser berichtet, er sei nach der Beschädigung des Elementar-Quintadimtrafers vom hyperenergetischen Schutzschirm GLOIN TRAITORS eingefangen, dadurch aber auch vor der Vernichtung bewahrt worden. Die Nadel des Chaos sei dann zum Planeten Anun-Faeris geflohen, wo der Schirm abgeschaltet worden sei. Der geschwächte Weltweise habe sich daraufhin körperlich auf diesen Planeten versetzt, wobei er ein früheres Entwicklungsstadium seiner selbst gewählt habe, um sich regenerieren und danach erneut vergeistigen zu können. Mit wiedererstarkenden Kräften sei es ihm gelungen, die Menschen mit Paragaben auszustatten.

Diese Fähigkeiten setzen die Menschen nun ein, um den Stützpunkt TRAITORS anzugreifen, wobei Sahmsivil ihnen hilft. Ihr Ziel besteht darin, per Kolonnenfunk die Botschaft "Hier GLOIN TRAITOR!" auszustrahlen, denn ihnen ist klar, dass die Galaktiker die Nadel des Chaos finden müssen. Die Infiltration gelingt. Dabei stößt Sahmsivil auf die Geliebte Avorrus, die zu seinem Entsetzen einen Mantel aus Ckornauten-Pelzen trägt. Er tötet sie mit seiner Harpune. Das Funksignal wird ausgestrahlt, dann setzen die Menschen sich ab. Wenig später wird der gesamte Stützpunkt vom All aus zerstört. Der Weltweise macht Sahmsivil und Jozzepok das Angebot, beide zu gegebener Zeit in sein Bewusstseinskollektiv aufzunehmen. Sahmsivil kann sich allerdings nicht vorstellen, auf ewig mit seinem rüpelhaften Vater vereint zu seinů

Kommentar:

Die Handlungszusammenfassung ist vergleichsweise lang geworden - ich hätte die Story genauso gut auf einen oder zwei kurze Absätze komprimieren können. Dass ich es nicht getan habe, liegt daran, dass ich die dominierende Nebenhandlung, die sich um Sahmsivil und Avorru rankt, ganz amüsant finde. Wäre dem nicht so, d.h. wäre ich jetzt in ungnädigerer Stimmung, dann würde ich mich darüber echauffieren, dass jetzt schon wieder ein neues Volk eingeführt wird, von dem man niemals wieder etwas hören wird, und ich würde den Roman als "Lückenfüller" bezeichnen. Aber auch solche Geschichten haben, wenn sie denn gut erzählt sind, durchaus ihre Existenzberechtigung. Und gutes, humorvolles Lesefutter ist das Heft allemal.

Es ist ja auch nicht so, dass nichts Wichtiges geschieht. Schließlich erfahren wir nicht nur, wie es mit dem WELTWEISEN weitergeht, sondern auch, wohin GLOIN TRAITOR geflohen ist und auf welche Weise die Galaktiker die Nadel des Chaos vermutlich bald aufspüren werden. Dennoch muss ich mit Blick auf die Heftnummer sagen: Je öfter ich in dieser Phase des Zyklus Romane lese, die die eigentliche Handlung nur in kleinen Schritten vorantreiben, desto mehr bezweifle ich, dass noch irgend etwas Unvorhergesehenes geschehen wird.

An dieser Stelle wage ich mal ein bisschen Spekulation. Die nächsten Schritte werden sein: Angriff Nr. 5 auf GLOIN TRAITOR und Vernichtung der Nadel des Chaos. Vernichtung KOLTOROCS oder Läuterung des Chaopressors, der dann womöglich noch auf die Seite der Galaktiker überläuft. Dann die endgültige Einleitung der Retroversion durch die drei Messenger. Entweder werden der WELTWEISE und/oder der Nukleus sich opfern müssen, um diesen Prozess zu vollenden, oder sie werden beim Kampf gegen KOLTOROC draufgehen. Nach der Retroversion wird TRAITOR abziehen. Mehr als das - wenn KOLTOROC, der ja, wie wir inzwischen wissen, das "Herz" der Terminalen Kolonne ist, auf die eine oder andere Weise ausfällt, wird TRAITOR so geschwächt sein, dass die Expokraten sich am Ende doch noch des lästigen Geists entledigen können, den sie selbst gerufen haben. Das ist eigentlich unausweichlich, denn wer kann schon einen übermächtigen Gegner brauchen, der jederzeit wieder auftauchen und die Terraner leicht vernichten könnte, würde er sich nur richtig anstrengen und konsequent zuschlagen? Was, d.h. welcher neue Gegner, sollte denn nach TRAITOR noch kommen? Besser gesagt: solange TRAITOR in der Lokalen Gruppe existiert, kann es überhaupt keine anderen Gegner für unsere Helden geben.

J. Kreis, 31.05.2009

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