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Perry Rhodan Nr. 2491: Der dritte Messenger



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Perry Rhodan und der Nukleus sind zwar skeptisch, da sie nicht wissen, wer für die Deaktivierung der Nadel des Chaos verantwortlich ist, aber die Fakten sprechen gegen eine Falle der Chaosdiener: Der Kernwall löst sich auf, der dritte Messenger dringt in die Zentrumsregion Hangays ein, verankert sich, löst gewaltige Hyperschockwellen aus und drängt die Chaos-Physik nach und nach zurück. Auf den Schiffen der Galaktiker und Friedensfahrer genießt man die Ruhe nach dem Erlöschen des Vibra-Psi - Ausnahmen sind nur die Kartanin der Vibra-Staffel, für die das Vibra-Psi ein Labsal ist. Eine davon ist Ca-Her-L'ron, Pilotin und einzige Überlebende der OREON-Kapsel JOHSAB, die beim Angriff auf GLOIN TRAITOR schwere Verbrennungen davongetragen, diese Wahrheit aber verdrängt hat. Die Freude der Galaktiker ist nicht von langer Dauer. Plötzlich setzt das Vibra-Psi erneut ein und die Chaosphysik breitet sich wieder aus. GLOIN TRAITOR wurde also nur vorübergehend beschädigt. Sollte der jetzige Zustand bestehen bleiben, dann wird auch der dritte Messenger seine Kraft bald erschöpft haben, und somit wäre die Retroversion gescheitert.

Rhodan hat keine Wahl: Er befiehlt einen zweiten Angriff auf GLOIN TRAITOR. Dieser hat genauso wenig Erfolg wie der erste, denn die Schutzschirme der gewaltigen Raumstation sind unüberwindlich. Da greift Kamuko ein, die den Angriff von Bord der THEREME II aus verfolgt. Kantiran wird plötzlich von mentalen Impulsen gequält, die er als Ausstrahlungen der Nachtlicht-Rüstung identifiziert. Die Rüstung scheint ihn als potentiellen Träger auserkoren zu haben, doch dazu kommt es nicht. Kamuko selbst ist nun endlich bereit, den Vektor-Helm aufzusetzen. Kaum hat sie dies getan, verschwindet ihre Hinfälligkeit. Die wiedererstarkte Prinzipa übernimmt mit Rhodans Einwilligung den Oberbefehl über die Flotte und lenkt diese mit Hilfe ihrer überlegenen Orientierungsfähigkeit an allen feindlichen Streitkräften vorbei direkt ins unmittelbare Umfeld GLOIN TRAITORS. Doch auch der von ihr geleitete Angriff schlägt fehl, denn die Waffen der Galaktiker sind nicht stark genug, um die Schutzschirme der Nadel des Chaos zu knacken. In dieser Situation erkennt Ca-Her-L'ron, dass sie in einer Art Fiebertraum lebt und lenkt die OREON-Kapsel direkt in den Schirm, wo sie verglüht.

Kantiran bringt Perry Rhodan auf die Idee, dass Strukturbrenner-Torpedos die Lösung sein könnten. Diese werden am 11. November 1347 NGZ beim vierten Angriff auf GLOIN TRAITOR eingesetzt. Wieder leitet Kamuko die Truppen sicher bis zum Ziel. Tatsächlich fühlt sich die Besatzung GLOIN TRAITORS durch die von den Torpedos verursachte Stabilisierung der Raumzeit und das gleichzeitige massive Feuer der Angreifer offenbar bedroht, denn erstmals schießen sie jetzt zurück. Die Schutzschirme GLOIN TRAITORS beginnen zu flackern - doch bevor die Galaktiker nachsetzen können, nimmt das gesamte gewaltige Gebilde Fahrt auf und zieht sich tiefer in die Akkretionsscheibe Athaniyyons zurück, wohin die Galaktiker ihm nicht folgen können. Perry Rhodan argwöhnt, dass GLOIN TRAITOR nach einer Reparaturphase wieder in Betrieb genommen werden wird. Einen durchschlagenden Erfolg haben die Galaktiker also wieder nicht erzielt. Zumindest ist das Vibra-Psi erloschen.

Kommentar:

Das Vibra-Psi geht aus, dann geht es wieder an, dann geht es wieder aus. Kamuko bejammert sich selbst und schwört heilige Eide, niemals, unter keinen Umständen, keinesfalls die Nachtlicht-Rüstung zu benutzen, nur um kurz darauf doch den Vektor-Helm aufzusetzen. Perry Rhodan schwingt die gefühlte hundertste pathetische Prä-Angriffs-Rede… und am Ende des Romans ist alles wieder wie vorher. Nein, stimmt natürlich nicht: Der dritte Messenger drängt die Chaos-Physik im Zentrum Hangays zurück, was immer man sich darunter vorstellen soll. GLOIN TRAITOR muss jedenfalls immer noch unbedingt vernichtet werden. Mir scheint, die Autoren ignorieren zweierlei: Wer hindert TRAITOR daran, sofort Nachschub herbeizuschaffen? Angeblich kann GLOIN TRAITOR doch jederzeit neu zusammengesteckt werden. Und warum sollte das verantwortliche Kosmonukleotid nicht sofort neue Messenger nach Hangay schicken? Das Ganze könnte sich also zu einer Endlosschleife entwickeln. Aber das wollen wir natürlich nicht, wir haben schließlich nur noch acht Romane Zeit, um TRAITOR aus der Lokalen Gruppe zu vertreiben.

Wirklich schlimm finde ich die Vorhersehbarkeit der nächsten Romane. Ich glaube nicht, dass die Autoren uns noch mit einer unvorhersehbaren Entwicklung oder einem nicht ganz so glücklichen Ausgang wie dem befürchteten Happy-End überraschen werden. Bestenfalls wird sich noch irgendwer opfern. Ich tippe auf den Nukleus, der womöglich doch noch seine Energie ins Psionische Netz wird verströmen müssen. Da täte es mir nur um Fawn Suzuke (und ihren Lover) leid. Auch der WELTWEISE könnte noch draufgehen - ein Verlust wäre es nicht. Dass die Autoren einen der Unsterblichen oder eine andere lieb gewonnene Hauptfigur über die Klinge springen lassen, kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht endet ja wenigstens Norman als Snack im Magen eines String-Legaten.

Bisher waren Perry Rhodan und die Galaktiker in Hangay nur vor Ort, um zu beobachten, wie andere (ESCHER, die Messenger, der WELTWEISE) die Kastanien für sie aus dem Feuer holen - sie selbst haben praktisch nichts bewirkt, ihre Anwesenheit hatte keinen Sinn. Das ist für eine Serie, die Perry Rhodans Namen trägt, natürlich ein bisschen blöd. Man würde sich wünschen, dass unsere Helden diejenigen sind, die etwas ausrichten. Jetzt endlich werden auch sie ins Geschehen eingebunden, aber besonders aufregend sind ihre Erfolge nicht. Ich wünsche mir sicher nicht, dass es ihnen zu einfach gemacht wird, aber irgendwie zieht die Sache sich derzeit ziemlich in die Länge. Dazu trägt auch die völlig sinnlose Nebenhandlung dieses Romans um die leicht gestörte Kartanin bei. Ebenso wirr wie in ihrem Hirn geht es auch in Montillons Roman zu. Leider bin ich auch mehrmals über einige seiner längst überwunden geglaubten Schwächen gestolpert (fragwürdiger Satzbau, Verwendung falscher Begriffe). Insgesamt muss ich leider sagen: Auf diesen Roman hätte ich genauso gut verzichten können. Da hätte es völlig gereicht, eine Handlungszusammenfassung von einem dieser Verrückten zu lesen, die überall ihren Senf dazugeben müssen.

J. Kreis, 17.05.2009




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Gastkommentar von Hans (17.05.09):

Der letzte Satz Deines Kommentars war das beste am ganzen Roman. Danke, ich habe herzlich gelacht. Ab jetzt schaue ich mir zunächst Deine Kommentare an. Gruß und vielen Dank für die allwöchentlichen Mühen.


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