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Perry Rhodan Nr. 2489: Schach dem Chaos



Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Kurz nach der Vertreibung des Elements der Finsternis bittet der Nukleus Perry Rhodan zu einem Gespräch. Er sagt, die Zeit des Versteckspielens sei vorbei; ein Überraschungsangriff auf GLOIN TRAITOR sei jetzt, nach der Entdeckung der Galaktiker durch String-Legaten, ohnehin nicht mehr möglich. Der Umstand, dass KOLTOROC noch nichts von der Anwesenheit des Nukleus weiß, muss ausgenutzt werden. Rhodan soll eine Möglichkeit finden, den Chaopressor in den GESETZ-Geber zu locken. Dort will der Nukleus die Superintelligenz erwarten und durch eine schlagartige Freisetzung der in ihm gespeicherten psionischen Energie angreifen. Der Nukleus will sich versteckt halten, Rhodan soll im richtigen Moment einen Signalgeber aktivieren, den er von Fawn Suzuke erhält. Rhodan plant, Nuskoginus und die anderen Mächtigen sowie die in Ruumaytron gelagerte Biophore als Köder für KOLTOROC zu nutzen.

Derweil sind die SOL-Zellen auf Erkundung unterwegs. Es gilt, die Position der Nadel des Chaos zu bestimmen und den SOL-Mittelteil zu finden. Auf Rhodans Wunsch hat Dao-Lin-H'ay das Kommando über die SZ-1 übernommen. Die wieder einmal unter einer weitgehend unkontrolliert ablaufenden Metamorphose leidende Friedensfahrerin Ejdu Melia ist als Beobachterin an Bord. Sie sucht die Nähe der Kartanin, um sich innerlich von dem Friedensfahrer Sar-Soar lösen zu können, dem sie den Verwandlungszwang zu "verdanken" hat. Die SZ-1 wird Zeuge eines Gefechts zwischen Traitanks und einem gemischten Verband der Noquaa-Kansahariyya. Sie greift ein, als die Trimarane und anderen Schiffe zu unterliegen drohen, und vernichtet die Gegner in kurzer Zeit.

Von Log-Aer-M'in, der Befehlshaberin der Ultima-Flotte, zu der dieser Verband gehört, erfahren die Galaktiker, dass die NK eine 16.000 Einheiten starke Kampfflotte in die Zentrumsregion Hangays geschickt hat - obwohl jeder weiß, dass dies nicht mehr als ein letztes, hilfloses Aufbäumen sein kann. Die Schiffe werden von Mitgliedern der Vibra-Staffel durch das Chaos der Proto-Negasphäre geführt, und sie sind mit neu entwickelten Geschützen ausgestattet, den NKH-Kanonen, die bei Punktfeuer aus mehreren Schiffen sogar einem Traitank gefährlich werden können. Die Ultima-Flotte hat schon bei der Durchquerung des Kernwalls fast 2000 Schiffe verloren und ist infolge von Angriffen TRAITORS inzwischen auf 10.800 Einheiten zusammengeschmolzen.

Es gelingt Dao-Lin-H'ay, ihre Artgenossin davon zu überzeugen, dass die Ultima-Flotte sich Perry Rhodans Befehl unterstellen muss. Das Gespräch der beiden Kartanin wird von einem String-Legaten belauscht, der sich schon seit längerer Zeit in Log-Aer-M'ins Flaggschiff UMAKO aufhält. Ejdu Melia kann das Wesen im Gegensatz zu den Kartanin wahrnehmen, hat aber keine Gelegenheit, ihre Gefährten zu warnen, denn der String-Legat beeinflusst die Kartanin und schürt ihre Abneigung gegen die Gestaltwandlerin so sehr, dass sie ihr nicht zuhören. Wenigstens kann Ejdu Melia Rhodan eine Warnung zukommen lassen, als dieser per Funk mit Dao-Lin-H'ay spricht.

Die Ultima-Flotte trifft am 7. November 1347 NGZ bei Rendezvous-Beta ein, dem Sammelpunkt der Galaktiker. Die Piloten der Vibra-Staffel sollen auf die OREON-Kapseln überwechseln, denn diese sind in der Zentrumsregion nicht aus eigener Kraft manövrierfähig. Rhodan weiß genau, dass der String-Legat anwesend ist und das Versteck der Galaktiker sofort an KOLTOROC verraten wird, doch er warnt niemanden, denn nur so kann sich sein Plan erfüllen. Er begibt sich in den Hangar CHEOS-TAIS, in dem der Quell-Klipper steht. Prompt manifestiert sich KOLTOROC persönlich und übt sofort extrem starken mentalen Druck auf alle Lebewesen aus, so dass sie handlungsunfähig werden. Zahlreiche String-Legaten erscheinen gleichzeitig. Mit letzter Kraft löst Rhodan den Signalgeber aus. Der Nukleus erscheint und schlägt KOLTOROC mit einer psionischen Schockwelle, aber die Superintelligenz wird nur geschwächt, nicht vernichtet.

Nachdem KOLTOROC geflohen ist, macht der Nukleus Rhodan klar, dass nur wenig Zeit für weitere Aktionen bleibt. Der Terraner befiehlt die Verlegung aller Schiffe zu einer neuen Sonne namens Rendezvous-Gamma und macht sich dann an die unangenehme Aufgabe, seinen Freunden zu erklären, warum er sie täuschen musste.

Ejdu Melia offenbart Kantiran, dass sie aufgrund der Wirren der letzten Tage demnächst ihre wahre Gestalt annehmen wird.

Kommentar:

Als ob MMT meinen Kommentar zum Roman der letzten Woche gelesen hätte, macht er diesmal einiges von dem, was ich bemängelt hatte, erheblich besser. Durch den Wechsel zwischen verschiedenen Handlungsebenen bleibt der Roman spannend. Verschiedene alte und neue Figuren werden schön charakterisiert, wofür MMT manchmal nur einige knappe Sätze benötigt. Und da eine dieser Figuren eine Hangay-Kartanin ist, tritt auch das Schicksal der in dieser Galaxie lebenden Völker ein wenig mehr in den Vordergrund. Man kann wenigstens vermuten, wie verzweifelt die NK sein muss, dass sie eine große Flotte auf ein Himmelfahrtskommando schickt. Dass Rhodan auf diese Weise mehr Schiffe (und vor allem die Piloten der Vibra-Staffel) zur Verfügung hat, ist endlich mal eine Entwicklung, die man akzeptieren kann. Es handelt sich um ein Zusammentreffen von Ereignissen, die schon länger vorbereitet wurden, und nicht um einen jener unglaubwürdigen "Zufälle" der letzten Zeit, die sich einfach so ereignet haben.

Rhodans "Plan" zur Überrumpelung KOLTOROCS kommt mit etwas seltsam vor. Er konnte doch eigentlich gar nicht wissen, wovor Ejdu Melia ihn warnen wollte. Woher wollte er außerdem wissen, dass KOLTOROC persönlich erscheinen würde? Und was das betrifft: Warum ist KOLTOROC überhaupt persönlich erschienen? Das scheint mir eine übertriebene Reaktion zu sein. Wenn die Superintelligenz sich schon "persönlich" ein Bild vor Ort machen wollte, dann hätte sie doch sicher - genau wie der Nukleus - einen Avatar schicken können?

An die Verwendung falscher Begriffe und andere Formulierungsschwächen habe ich mich bei manchen Autoren ja schon gewöhnt. Ich will das auch gar nicht weiter kritisieren, schließlich bin ich auch nicht so ganz sattelfest, was das angeht, und MMT lässt sich diesmal nicht allzu viel zuschulden kommen. Aber manchmal nerven die kleinen Marotten der Autoren. Bei MMT ist es die übermäßige Verwendung von Pünktchen, durch die auf die besondere… Bedeutung des darauf folgenden Wortes hingewiesen werden soll.

J. Kreis, 02.05.2009

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