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Perry Rhodan Nr. 2488: Hinter dem Kernwall



Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

CHEOS-TAI durchquert den Kernwall Hangays, als dieser Ende Oktober 1347 NGZ plötzlich zu oszillieren beginnt. Der Durchflug klappt erst beim zweiten Versuch. Sämtliche anderen Einheiten der Galaktiker sowie die beiden SOL-Zellen und die Schiffe des Hangay-Geschwaders, mit denen man sich mittlerweile getroffen hat, befinden sich in Hangars des GESETZ-Gebers. Die OREON-Kapseln folgen aus eigener Kraft. Der dritte Messenger ist weniger erfolgreich; er scheitert nach wie vor am Kernwall. Die Galaktiker leiden unter dem in der Zentrumsregion noch stärkeren Vibra-Psi. Besonders schlecht geht es Gucky. Er wird von Karim-Simma gepflegt, einer Pflegerin aus dem biberähnlichen Volk der Bautio, mit der er gern ein romantisches Verhältnis beginnen würde.

String-Legaten werden in der JULES VERNE gesichtet. Eines dieser Wesen taucht kurz in Rhodans Kabine auf (ausgerechnet Normans Getröte warnt den Residenten) und tritt ihm entgegen, als er sich auf den Weg in die Zentrale macht. Der String-Legat verschwindet, ohne Rhodan etwas anzutun, doch jetzt ist die Anwesenheit des Feindes kein Geheimnis mehr für KOLTOROC. Der Chaopressor schickt das Element der Finsternis, das die Raumschiffe der Galaktiker und der Friedensfahrer umgehend verschluckt. Jetzt schlägt die Stunde der Mächtigen an Bord von Ruumaytron. Diese haben sich in einem anderen Universum mehrere Behälter mit On- und Noon-Quanten angeeignet. Einen Teil der Biophore setzen sie nun mitten im Element der Finsternis frei, wobei sie einen ähnlichen Effekt zu erzielen hoffen, wie er seinerzeit bei der Entstehung der Quanten der Finsternis eingetreten ist. Sie scheinen Erfolg zu haben, jedenfalls wird das Element entscheidend geschwächt und muss sich zurückziehen.

Zu seiner nicht geringen Verbitterung muss Rhodan erfahren, dass der Nukleus die Galaktiker als Lockvögel benutzt und insgeheim mit den Mächtigen gemeinsame Sache gemacht hat, um genau diesen Sieg zu erringen. Nuskoginus und seinesgleichen betrachten dies als Gelegenheit, sich bei den Ordnungsmächten zu rehabilitieren. 622 spurlos verschwundene Menschen und 160 ebenfalls unauffindbare OREON-Kapseln sind der Preis dafür; alle wurden unrettbar vom Element der Finsternis verschlungen. Nuskoginus und der Nukleus gehen davon aus, dass jetzt, da eine seiner mächtigsten Waffen unschädlich gemacht wurde, bald KOLTOROC persönlich angreifen wird.

Kommentar:

Bei der Zusammenfassung des Romans dachte ich: Was war denn nun eigentlich? Viel ist nicht passiert. Wieder mal wird ein Wall durchquert, zum gefühlten tausendsten Mal müssen wir die Schilderung der Auswirkungen des Vibra-Psi und ähnlicher uninteressanter Phänomene über uns ergehen lassen und erneut muss die übliche Nukleus-Geheimniskrämerei ertragen werden. Ansonsten tritt die Handlung, wie schon seit Wochen, mehr oder weniger auf der Stelle.

Baut Thurner wenigstens eine nette Nebenhandlung ein oder nutzt er die "freie Zeit", um vernachlässigten Hauptfiguren etwas mehr Charakter und Profil zu verleihen? Fehlanzeige. Stattdessen wird wieder nur längst Bekanntes rekapituliert und auf kommende Ereignisse hingewiesen. Immerhin gibt es die eine oder andere amüsante Szene mit Norman (auf die hätte ich allerdings auch verzichten können) und mit Gucky, der inzwischen offenbar so notgeil ist, dass er selbst die merkwürdigen Paarungrituale eines Fremdwesens - über deren ganzes Ausmaß er selbst noch nicht informiert zu sein scheint - in Kauf nimmt, um mal wieder zum Schuss zu kommen. Mal sehen, wie sich das noch entwickelt.

In den Romanen seit der Verlagerung des Handlungsschwerpunkts nach Hangay fehlt etwas wichtiges: Die von der entstehenden Negasphäre ausgehende Gefahr wird nicht deutlich. Genauer gesagt scheint es gar keine Gefahr zu geben. Was in Hangay eigentlich vorgeht, bleibt unklar. Dinge wie das Vibra-Psi oder dunkle Befürchtungen reichen da nicht aus. Bis jetzt hat man jedenfalls nicht bemerkt, dass irgendwer in Hangay von alldem wesentlich beeinträchtigt worden wäre. Stattdessen ist die Neue Kansahariyya sogar in der Lage, einige Traitanks zu vernichten. So gerät die Retroversion zur Pflichtübung, an der man keinen emotionalen Anteil nehmen kann. Irgendwann wurde mal gesagt, dass eine Negasphäre eine ganz, ganz schlimme Sache ist. Das muss uns Lesern wohl genügen. Besser wäre es, wenn die Autoren die nebulöse Bedrohung oder das ungewisse Schicksal der Völker von Hangay mit "Fleisch" füllen würden.

Übrigens: Ich dachte, Nuskoginus & Co. wollten ihre "Geheimwaffe" gegen KOLTOROC einsetzen? Davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Aber vielleicht kommt das ja noch. Fragt sich nur, was man mit Biophore gegen eine Superintelligenz ausrichten soll.

J. Kreis, 26.04.2009

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