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Perry Rhodan Nr. 2486: Wispern des Hyperraums



Autor: Hubert Haensel

Inhalt

CHEOS-TAI und die Grüne Legion verbergen sich im Ortungsschatten der Sonne Elataum. Während Istorico und die Techniker der JULES VERNE weiteren Umbauten der Metaläufer nachspüren - insbesondere dem mysteriösen "Weißen Saal", den niemand betreten zu können scheint - bahnen sich Differenzen zwischen Perry Rhodan und Curcaryen Varantir an. Rhodan möchte den GESETZ-Geber für weitere Einsätze in Hangay benutzen, Varantir will schnellstmöglich nach Evolux zurückkehren. Da der Algorrian diesbezüglich die Heromet auf seiner Seite hat, ohne deren Hilfe die Galaktiker CHEOS-TAI vermutlich nicht steuern können, muss Rhodan teilweise einlenken. CHEOS-TAI wird im Orbit Elataums auf Warteposition bleiben, zur weiteren Erkundung Hangays wird Rhodan die JULES VERNE einsetzen. Wie er den Kernwall überwinden soll, von dessen Existenz er ausgeht, weiß er aber noch nicht. Varantir nimmt an, dass die Retroversion der Proto-Negasphäre durch das Eindringen der drei Kosmischen Messenger schon begonnen hat, so dass CHEOS-TAI gar nicht mehr benötigt wird. Tatsächlich verankert sich je ein Messenger oberhalb und unterhalb der galaktischen Hauptebene, danach beginnen beide damit, das Psionische Netz wiederherzustellen, die "Chaosphysik" unwirksam zu machen und den äußeren Grenzwall aufzulösen. Die Galaktiker orten die massiven hyperenergetischen Anomalien, die von den beiden Messengern verursacht werden, allerdings fehlt vom dritten Messenger zunächst jede Spur.

Da verlässt der Nukleus ohne Vorankündigung den GESETZ-Geber. Fawn Suzuke, die zurückbleibt, weiß nur, dass Eile geboten ist, wenn der Nukleus großes Unheil verhindern soll - was genau es damit auf sich hat, kann sie nicht sagen. Rhodan ist nicht begeistert von der anhaltenden Geheimniskrämerei des Geisteswesens und folgt ihm mit der JULES VERNE. Er verlangt die Teilnahme eines Algorrian an dieser Mission. Varantir erklärt sich bereit, mit auf den Hantelraumer zu gehen. Auch Fawn Suzuke ist mit von der Partie. Als die JULES VERNE sich dem Standort eines der beiden Messenger nähert, gerät sie selbst in Gefahr, weil das Objekt eine hyperenergetische Schockwelle unglaublicher Stärke erzeugt. Rhodan und Saedelaere betreten den "Weißen Saal". Rhodan nimmt an, dass nur Menschen mit einem "kosmischen Bewusstsein" dazu in der Lage sind. Anscheinend handelt es sich bei dem, was immer die Metaläufer im "Weißen Saal" konstruiert haben, um ein äußerst fortschrittliches Ortungssystem, denn Rhodan kann sehen, wie der Messenger die "Ordnung" in einem ständig größer werdenden Bereich wiederherstellt. Zwei Kolonnen-MASCHINEN und einige Chaos-Geschwader, die den Messenger angreifen wollen, werden innerhalb weniger Sekunden komplett vernichtet - der Messenger ist sehr gut in der Lage, sich selbst zu schützen. Die Galaktiker werden hier also nicht gebraucht.

Rhodan stellt Fawn Suzuke zur Rede, kann aber nur den Begriff "Ixmachi-Afol" aus ihr herausbringen. Dies ist der kartanische Name einer in den Sternkarten verzeichneten Sonne in der Nähe der Zentrumsregion. Als die JULES VERNE dort eintrifft, wird zweierlei festgestellt: Es gibt tatsächlich einen lückenlos geschlossenen Kernwall, und der dritte Messenger versucht vergeblich, ihn zu durchdringen. Es ist klar, dass der Messenger - genau wie seinerzeit Objekt Ultra - bald seine Kräfte aufgezehrt haben wird. Dies bestätigt auch der Nukleus, der plötzlich in der JULES VERNE materialisiert. Er hat versucht, den Messenger von seinen sinnlosen Bemühungen abzubringen, hatte aber keinen Erfolg. Er macht deutlich, dass auch die beiden anderen Messenger bald ihre Kraft aufgebraucht haben werden. Sollte es nicht in drei bis vier Wochen gelingen, GLOIN TRAITOR zu vernichten, wird das Chaos das verlorene Terrain zurückerobern. Dann wäre die Retroversion gescheitert. Der Nukleus verkündet, dass die SZ-1 sich im Ortungsschutz der nahen Sonne Valadock verbirgt. Dorthin sollen sich nun auch CHEOS-TAI und die Grüne Legion begeben.

Im Umfeld des Kernwalls warten Nuskoginus und die anderen Mächtigen im Quell-Klipper Ruumaytron auf das Eintreffen KOLTOROCS. Sie sind sicher, dass der Chaopressor sich persönlich um die Kosmischen Messenger kümmern wird. Dann wollen sie eine neue, geheime Waffe einsetzen...

Kommentar:

Schon wieder so ein Roman, den man zwar nicht als Lückenfüller bezeichnen kann (dazu gleich mehr), der aber so wenig Handlung enthält, dass man sich bei der Lektüre langweilt. Seite um Seite wird mit der Beschreibung irgendwelcher hyperenergetischen Phänomene und ähnlich uninteressantem Kram vollgemüllt, der Nukleus treibt seine absolut überflüssige Geheimniskrämerei wieder einmal auf die Spitze, man untersucht ellenlang den "Weißen Saal" und es ist... ein Observatorium. Na ja. Eine gute Geschichte ergibt sich aus der Aneinanderreihung dieser Schilderungen jedenfalls nicht. Man nimmt die Informationen zur Kenntnis, das war's.

Aber die Informationen haben es in sich. Deshalb wäre die Bezeichnung "Lückenfüller" falsch. Genauer gesagt geschehen jetzt plötzlich so entscheidende Dinge, dass es fast schon lächerlich wird. Die Messenger leiten die Retroversion ein, setzen also mal so eben etwas in Gang, das den Galaktikern schon seit Jahren Kopfzerbrechen bereitet. Ich hatte ja schon öfters geunkt, dass die Galaktiker eigentlich überhaupt nichts in der Hand haben, um effektiv gegen die Proto-Negasphäre vorgehen zu können, d.h. dass all ihre Bemühungen von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Tja, da habe ich nicht mit dem Einfallsreichtum der Autoren gerechnet. Man kann ja einfach ein paar Kosmische Messenger herbeizaubern, die den Galaktikern den Löwenanteil der Arbeit abnehmen. Da fragt Rhodan sich zu Recht, warum in Tare-Scharm nicht genauso vorgegangen wurde.

Aber nicht genug damit. Nein, jetzt kommen auch Nuskoginus & Co. wieder ins Spiel. Und auch hier wird wieder ein Kaninchen aus dem Hut gezogen - die Mächtigen haben eine Superwaffe, mit der sie zweifellos KOLTOROC töten werden. Eigentlich könnte Rhodan ja jetzt nach Hause fliegen. Damit es soweit nicht kommt, wird eine kleine Hürde eingebaut. Aus Gründen, deren Erklärung die Autoren uns schuldig bleiben, lösen die Messenger zwar den äußeren Grenzwall auf, den inneren aber nicht. Rhodans Aufgabe in den nächsten Romanen wird also darin bestehen, den dritten Messenger irgendwie in die Kernregion zu bringen. Dann wird ESCHER sich opfern, um GLOIN TRAITOR das Licht auszupusten - und pronto! Schon hat Perry die Retroversion im Sack, TRAITOR kann schmollend abziehen.

Eine Zeitlang hatte ich ja auf ein "schlimmes" Ende gehofft. Ich hatte angenommen, TRAITORS unglaubliche Übermacht sei endlich mal ausreichend, um unseren Helden eine entscheidende Niederlage zu bereiten. Für den kommenden neuen Zyklus hatte ich eine düstere Ausgangssituation herbeigesehnt: Die Negasphäre unumkehrbar entstanden, die wichtigsten Planeten der Milchstraße in Kabinette VULTAPHERS umgewandelt, Terra unter der Belagerung erstickt, Perry Rhodan mit der JULES VERNE auf der Flucht, freie Menschen nur noch im Stardust-System. Wow, was für ein Szenario! Aber nein, so wird es nicht kommen. Jetzt ist das vorhersehbare "Happy End" wohl unausweichlich.

J. Kreis, 11.04.2009

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