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Perry Rhodan Nr. 2484: KOLTOROCS Atem



Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Dao-Lin-H'ay fühlt sich mit der Leitung des Stützpunkts Win-Alpha nicht ausgelastet. Sie schwatzt Don Kerk'radian die SZ-1 zur Kontaktaufnahme mit der Neuen Kansahariyya ab, und kommt auf die Idee, über den Kontaktwald des 4925 Lichtjahre entfernten NK-Segmentplaneten Vatucym zum Kontaktwald 126 vorzudringen, der innerhalb des Kernwalls liegt. Dort will sie Informationen über KOLTOROC sammeln. Auf Vatucym rasselt sie mit dem dortigen Verantwortlichen, dem Hauri Beth Astromo, auf recht unangenehme Art zusammen. Merkwürdigerweise sind hier, nur 3000 Lichtjahre vom Kernwall entfernt, 102 moderne Kampf-Trimarane geparkt. Noch merkwürdiger ist aber eine Begegnung, die Dao-Lin im Kontaktwald hat: Sie sieht einige Kartanin, die offensichtlich teleportieren können. Es stellt sich heraus, dass es sich um Mitglieder der so genannten Vibra-Staffel handelt, die von der NK auf verschiedenen Welten ausgebildet und eifersüchtig gehütet wird. Die Kartanin dieser Staffel haben (wie viele andere ihrer Artgenossen in ganz Hangay) unter dem Einfluss des Vibra-Psi diverse Parafähigkeiten in für ihr Volk absolut ungewöhnlicher Stärke gewonnen. Unter anderem können sie in der Proto-Negasphäre navigieren, was die Anwesenheit der Kampfschiffe und die Verstocktheit der Hauri erklärt.

Git-Ka-N'ida und einige andere Mitglieder der Vibra-Staffel begleiten Dao-Lin am 23. Oktober 1347 NGZ zum Kontaktwald 126, wo sie sie im Para-Block vor KOLTOROC abschirmen wollen. Allen werden Giftkapseln implantiert (in Dao-Lins Fall ist es eine Säurekapsel), die sich nach drei Stunden öffnen sollen. Damit soll verhindert werden, dass dem Feind brisante Informationen in die Hände fallen. Im Kontaktwald 126 können die Kartanin jedoch nichts ausrichten. KOLTOROCS mentale Präsenz ist übermächtig. Im Orbit des Planeten schweben Objekte, die den Staatenschiffen der Tarnii-KOLTOROC ähneln, und im Kontaktwald sind die String-Legaten unterwegs. Diese Wesen ähneln vergrößerten Tarnii-KOLTOROC, können aber ihre Gestalt verändern. Sie beeinflussen die Kartanin, so dass diese sich nicht mehr bewegen können, dann rufen sie KOLTOROC herbei. Dao-Lin vernimmt eine mentale Botschaft Afa-Hem-F'urs, die in den Kontaktwäldern aufgegangen und auch jenseits des Kernwalls präsent ist. Auch sie kann jedoch nicht helfen. Doch da werden KOLTOROC und die String-Legaten durch etwas abgelenkt, das in GLOIN TRAITOR vorgefallen ist.

KOLTOROC zieht sich zurück, die Kartanin können nach Vatucym zurückkehren. Die dreistündige Frist ist fast um, das Gegengift wird in letzter Sekunde verabreicht. Eine schwangere Kartanin hat ihr Kind verloren (das Ungeborene hat sich wegteleportiert). Dao-Lin erleidet schwere Verletzungen, als man ihr die Säurekapsel auf recht grobe Weise aus dem Körper brennt. Die SZ-1 muss sich auf den Rückweg nach Win-Alpha machen - und zwar ohne die Vibra-Staffel, denn Beth Astromo wäre bereit, alle von ihm als Geiseln genommenen Kartanin zu töten, wenn Mitglieder der Staffel versuchen sollten, sich in die SZ-1 zu versetzen.

Kommentar:

Dies ist zwar nicht gerade einer jener PR-Romane, die in mir die Überlegung wachrufen, vielleicht doch bald mal mit der Lektüre dieser Serie aufzuhören, ein Glanzstück ist er aber auch nicht. Leider muss ich sagen: Von einem Roman aus der Feder Horst Hoffmanns erwarte ich inzwischen auch nicht mehr als das: Einen unterdurchschnittlichen Lückenfüller, den man schnell durchliest und ebenso schnell wieder vergisst. Die langweiligen, zum gefühlten hundertsten Mal gelesenen Beschreibungen des Kontaktwalds sind noch nicht mal so schlimm - schlimmer ist der teilweise unerträglich pathetische, manchmal schon fast schwülstige Stil. Die "Interpunktion" bei allem, was Beth Astromo sagt (dadurch soll seine merkwürdige Sprechweise verdeutlicht werden), ist einfach nur nervtötend und der windige Trick mit Dao-Lins Beinahe-Tod ist der traurige Schlusspunkt in diesem Werk.

Was Dao-Lin jenseits des Kernwalls wirklich zu erreichen hoffte, bleibt ihr Geheimnis. Sie hätte den Planeten, auf dem Kontaktwald 126 sich befindet, doch sowieso nicht verlassen können. Was für ein Glück für sie, dass ESCHER sich genau diesen Tag ausgesucht hat, in GLOIN TRAITOR für Chaos zu sorgen, nicht? Immerhin wissen wir jetzt, dass die Proto-Negasphäre von Hangay schon ihre eigenen "Emanationen" hervorgebracht hat: Kartanin mit starken Paragaben. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass die Kätzchen sich doch noch auf die Seite der Galaktiker schlagen und es deren Raumschiffen ermöglichen werden, in Hangay zu manövrieren.

Dass die Tarnii-KOLTOROC (bzw. das, was vermutlich aus einem Teil dieses Volkes geworden ist - die String-Legaten), sehr wichtig für den Chaopressor sind, wussten wir ja schon vorher. Es kann jetzt eigentlich nicht mehr lange dauern, bis der unvermeidliche Roman mit der Lebens- bzw. Entstehungsgeschichte KOLTOROCS kommt.

J. Kreis, 29.03.2009

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