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Perry Rhodan Nr. 2479: Technomorphose



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Bei der Umrüstung der JULES VERNE im Solsystem wurden nicht mehr benötigte Aggregate einfach durch in die Außenhülle geschweißte Löcher entfernt, und auch sonst wurde nicht zimperlich vorgegangen. Nun haben Lanz Ahakins Leute alle Hände voll zu tun, um den in seine drei Zellen zerlegten Hantelraumer, der sich in einem Hangar CHEOS-TAIS befindet, wieder einsatzklar zu machen. Außerdem sollen Prototypen der neuen HAWK-III-Konverter getestet werden. Die Arbeit wird ihnen nicht gerade erleichtert, als weitere Aggregate unbekannten Verwendungszwecks, bei denen es sich natürlich um Hinterlassenschaften der Metaläufer handelt, selbständig aktiv werden. Mobile Objekte wandern durchs Schiff und gehen unverständlichen Tätigkeiten nach. So entstehen in den Bereichen, die einst die Virtuellbildner beherbergt haben, insgesamt sechs kugelförmige Objekte mit 13,5 Metern Durchmesser, die an überdimensionierte Golfbälle erinnern. Erneut entsteht das Hologramm eines Metaläufers. Dieser stellt sich als Ilz Namib vor, aber der Rest seiner Botschaft bleibt unverständlich.

Nach wochenlangem unermüdlichem Einsatz kann Ahakin am 6. August 1347 NGZ endlich die volle Einsatzbereitschaft der JULES VERNE melden. Am 20. August, also eineinhalb Monate früher als angekündigt, erreicht der Nukleus Cala Impex. Mehr als die Aussage, dass er auf ESCHER warte, ist nicht aus ihm herauszubringen. Am gleichen Tag wird die JULES VERNE vereinigt und absolviert einige problemlos verlaufende Testflüge. Inzwischen beherrschen die Terraner sogar die Steuerung des Trafitron-Antriebs, der dem Hantelraumer phantastische Beschleunigungswerte ermöglicht. Drei Tage später wird eine Funkbotschaft aufgefangen, der entnommen werden kann, dass Ruumaytron sich in der Nähe des Grenzwalls befindet, jener Quell-Klipper also, mit dem Nuskoginus und seinesgleichen sich vor einiger Zeit abgesetzt haben. Die JULES VERNE begibt sich zur Quelle der Impulse und stellt fest, dass der Quell-Klipper mit Strangeness behaftet ist, so dass man sich ihm nicht nähern kann. Außerdem wird er von mehreren Traitanks bedrängt.

Im Schutz des Paros-Schattenschirms greift die JULES VERNE die Traitanks an und vernichtet die meisten mit den VRITRA-Kanonen, die vor dem Aufbruch des Einsatzgeschwaders ARCHETIM eingebaut worden sind. Die restlichen Traitanks fliehen, kommen aber wenig später mit übermächtiger Verstärkung zurück. Die Terraner empfangen gerade noch eine Botschaft Ruumaytrons, die nur aus den Worten "46 Prozent" besteht, dann müssen sie fliehen. Die JULES VERNE wird jedoch eingekesselt. Da meldet sich erneut das Holo Ilz Namibs. Der Metaläufer kündigt an, wegen der Besonderheit der Situation sei der einmalige Verbrauch eines Hypervastor-Blitzes angemessen. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um das hyperenergetische Äquivalent einer Blendgranate. So wird der JULES VERNE die Flucht ermöglicht. Ruumaytron wird per Traktorstrahl mitgeschleppt, verschwindet aber kurz danach.

Am 15. September trifft eine OREON-Kapsel bei Cala Impex ein. Rhodan erfährt von den aktuellen Entwicklungen bei den Friedensfahrern. Das erste Kontingent von OREON-Kapseln, die am bewaffneten Kampf teilnehmen und über reaktivierte Friedensfahrer-Bahnhöfe anreisen wollen, wird für Oktober oder November 1347 NGZ angekündigt. Außerdem erhält Rhodan die Botschaft, dass Kamuko und die Nachtlicht-Rüstung wiedergefunden wurden.

Kommentar:

Na, wenn die Botschaft "46 Prozent" mal nicht bedeutet, dass schon fast die Hälfte Hangays von Chaotischen Zellen und Geflechten durchsetzt ist, so dass eine Retroversion schon bald nicht mehr möglich wäre! Das ist eigentlich die einzige wichtige Information, die man diesem handlungsarmen Roman entnehmen kann. Der größte Teil des Hefts besteht aus technischen Beschreibungen oder Schilderungen der merkwürdigen Metaläufer-Objekte. Immerhin gelingt es Ellmer, diese Daten nicht allzu trocken zu vermitteln - ich möchte mir nicht vorstellen, was für ein Roman herausgekommen wäre, wenn Rainer Castor ihn geschrieben hätte! Ellmer baut immer wieder kleine "private Szenen" und Gags ein. Auf ein Wiedersehen mit Norman hätte ich aber auch gern verzichtet.

Zu den Auflockerungen gehört auch ein Einschub auf den Seiten 6 und 7, aus dem ich nicht schlau werde. Da wird zum Heimaturlaub eines Besatzungsmitglieds der JULES VERNE im Juni zurückgeblendet. Plötzlich und völlig übergangslos bricht das dann aber ab, und schon befindet man sich wieder in der Handlungsgegenwart. Sind dem Autor da die Textbausteine auf dem PC durcheinander geraten? Oder fehlt einfach eine Kapitel-Unterteilung?

Na, jedenfalls ist es dem Autor hoch anzurechnen, dass dieser Roman, der zu 5% aus Handlung und zu 95% aus Datenblatt-Informationen besteht, nicht zu 100% langweilig geworden ist. Übrigens: Schrieb ich nicht schon mal, dass die Metaläufer-Umbauten eine prima Möglichkeit sind, in ausweglosen Situationen irgendeinen Deus ex Machina hervorzuzaubern, der unsere Helden in letzter Sekunde rettet? Jetzt ist genau das mit der "Blendgranate" erstmals passiert. Wir dürfen uns wohl darauf einstellen, dass das zur Regel wird. Toll finde ich es nicht gerade.

J. Kreis, 21.02.2009




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Gastkommentar von Daniel (21.02.09):

Hi,

das mit der JV seh' ich genau so. Wenn es brenzlig wird, aktiviert sich irgendeine Waffe, Schild, Antrieb oder sonstwas und die Bösen haben das Nachsehen. Der neue Antrieb an sich hätte gereicht.



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