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Perry Rhodan Nr. 2477: Die Gründermutter



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Während der mehrwöchigen Reise mit Polm Ombars ASH AFAGA zur Galaxie Altasinth hat Kantiran ausreichend Gelegenheit, sich mit dem Gedanken anzufreunden, selbst bei der Wahl des neuen Patrons der Friedensfahrer zu kandidieren. Cosmuel Kain und Polm Ombar meinen, dies sei der einzig mögliche Weg, doch noch zögert er. Am 5. September 1347 NGZ kommt die OREON-Kapsel endlich im Rosella Rosado-System an. Als Kantiran kurz vor Chyndors Bestattung eine an ihn gerichtete Botschaft des alten Patrons erhält, in der auch dieser ihn zur Kandidatur aufruft, und als er nach der Bestattung, die auf Ospera stattfindet, dem konservativen Friedensfahrer Farigu Scot Elien begegnet, der als einziger anderer Garant kandidieren und die Friedensfahrer bei einem Wahlsieg aus dem Kampf gegen die Negasphäre heraushalten wird, ist Kantiran endlich bereit, sich um das Amt zu bewerben.

Doch zuvor erwacht sein Jagdtrieb, denn er glaubt, bei Chyndors Bestattung die Anwesenheit der Gründermutter zu spüren. Er studiert verschiedene Aufzeichnungen, die in der letzten Zeit von der Gegend bei der Glasbasilika auf Ospera gemacht worden sind, und wird auf eine Höhle aufmerksam, die ihm verdächtig erscheint. Gedeckt von Polm Ombar, dem Revisor, fliegen Kantiran und Cosmuel Kain mit der THEREME II zum Kapellenmond und untersuchen die Höhle. Derweil beginnt bereits die Vollversammlung der Friedensfahrer, bei der große Reden geschwungen werden - Farigu Scot Elien nutzt Kantirans Tabubruch aus, doch Polm Ombar spielt eine weitere Nachricht Chyndors ab, der Kantiran als seinen Nachfolger vorschlägt. Die Wahl findet in Kantirans Abwesenheit statt.

Perry Rhodans Sohn und die Halb-Cyno entdecken in der Höhle die vorzüglich getarnte Station eines Transmitternetzes. Der Transmitter ist noch aktiviert und muss gerade erst benutzt worden sein. Das Paar vertraut sich ihm an und erreicht weitere, identisch aufgebaute Stationen. Die Gründermutter - niemand sonst kann der Benutzer dieser Stationen sein - ist aber nirgendwo zu sehen. Kantiran untersucht einen Transmitter und stellt fest, dass man eine bestimmte Gegenstation nur erreichen kann, wenn man ein Kennwort eingibt. Er probiert wahllos einige Begriffe aus und hat schließlich mit "LICHT VON AHN" Erfolg. Der nächste Transmittersprung bringt Kantiran und Cosmuel in ein kugelförmiges, 8,5 Kilometer durchmessendes Bauwerk, möglicherweise eine Werft oder eine Raumstation. Der Transmitter verfügt über ein System zur Bildaufzeichnung, das endlich einen Blick auf die letzte Person ermöglicht, die die Anlage vor Kantiran und Cosmuel betreten hat. Die beiden erkennen sie sofort, da sie Perry Rhodans Bericht über die Operation Tempus kennen: Es ist die Generalin Kamuko, und sie trägt die Nachtlicht-Rüstung…

Kommentar:

Ich frage mich, warum seit geraumer Zeit buchstäblich jedes einzelne Geheimnis des Perryversums erklärt werden muss - manchmal plausibel, manchmal nicht, stets aber so, dass jeder Mythos entzaubert wird. Im Fall der Identität der Friedensfahrer-Gründermutter ist die Überraschung nicht groß, ebenso wenig wie das Bedauern darüber, dass wieder einmal ein Mysterium flöten geht. Ich hatte mir schon so etwas gedacht, deshalb die geringe Überraschung, und die Friedensfahrer interessieren mich sowieso nicht mehr, deshalb das geringe Bedauern. Immerhin: Nächste Woche werden wir wohl erfahren, wie es Kamuko in der Zwischenzeit ergangen ist. Vielleicht wird die "Entzauberung" dann wenigstens plausibel, ganz uninteressant wird es sicher nicht. Das macht aber den Roman dieser Woche nicht besser. Leider gelingt es Montillon nicht besonders gut, im Leser Sympathie für die Hauptfiguren (Kantiran und Cosmuel, die ich beide eigentlich mag) zu wecken. Wenn er "private" Szenen beschreibt, wird es meist nur peinlich.

Auch in diesem Roman stehen die Friedensfahrer in einem denkbar ungünstigen Licht da. Offenbar ist es den Autoren schlicht nicht möglich, die Idee einer Organisation von Individualisten (ein Widerspruch in sich) in gute Geschichten umzusetzen oder den Friedensfahrern wenigstens sinnvolle Aufgaben zu geben. Das Wahlkampf-Geplänkel ist einfach nur langweilig und darüber hinaus unwürdig. Das ganze leere Gerede, die teils giftigen, teils pathetischen Reden… das ist so öde, dass man es lieber querlesen möchte. Dass das Thema "wollen wir Friedensfahrer nun gegen die Negasphäre kämpfen oder nicht" schon früher bis zum Erbrechen durchgekaut worden ist (komplett mit einer Wahl usw.), so z.B. in PR 2335 und PR 2347, macht die Sache nicht besser.

Übrigens: War Polm Ombar nicht im Roman der letzten Woche noch gegen eine Einmischung der Friedensfahrer? Jetzt plötzlich unterstützt er Kantiran bedenkenlos und missbraucht sogar sein Revisorenamt, um die Wahl zu beeinflussen. Was im Grunde auch wieder eine Farce ist. Ich kann nur hoffen, dass man von den Friedensfahrern nach dem Ende des aktuellen Zyklus nichts mehr hören wird. Von mir aus dürfen die ruhig im Serien-Nirwana verschwinden.

J. Kreis, 06.02.2009

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