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Perry Rhodan Nr. 2475: Opfergang



Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Kurz nach dem ersten Erscheinen eines Abbilds des Progress-Wahrers entsteht die Gestalt ein zweites Mal. Antakur von Bitvelt scheint schreckliche Qualen zu erleiden. Durch das vom Psi-Emitter erzeugte Feld psionischer Energie bricht in und um CRULT Chaos aus. Auch Roi Danton und seine Leute, vor allem aber der parabegabte Zerberoff, haben unter der Ausstrahlung zu leiden. Ungefähr zur gleichen Zeit machen die Dunklen Ermittler ihr Versprechen wahr und sorgen dafür, dass die alles verschlingende Dunkelheit des Dunklen Distrikts sich über große Bereiche der Dienstburg ausbreitet. Was sich in dieser Dunkelheit abspielt, erfahren die Terraner nicht, aber sie sehen die Auswirkungen: Es kommt zu Explosionen tief im Inneren der Dienstburg, die Oberfläche bricht auf und ganze Gebäudezeilen fallen in sich zusammen. Auch erscheint ein Quell-Klipper, der zwar nicht bewaffnet ist, aber trotzdem für weitere Verwüstungen sorgt. Außerdem kommt der Laborat aus seinem Gefängnis frei. Selbst der Effremi Jothadún ist jetzt nicht mehr in der Lage, die Bestie wieder zu beruhigen. Insgesamt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Dienstburg vernichtet sein wird.

Dennoch muss der zweite Psi-Emitter eingesetzt werden, denn Antakur von Bitvelt würde mit Sicherheit auch das Ende der Dienstburg überstehen. Danton ist bereit, sich zu opfern, um den Progress-Wahrer zu töten. Auf dem Weg zur Anthrazit-Sphäre wird er von seinen Einsatzkräften, den Mikro-Bestien und Zerberoff begleitet, der durch herabfallende Trümmer schwer verletzt worden ist. Sein Hass auf den Progress-Wahrer treibt Zerberoff voran und er weigert sich, zur DARK GHOUL zurückzukehren. Im Kampf gegen einige Besatzungsmitglieder CRULTS leistet er wertvolle Hilfe, wird aber von einem Energieschuss getroffen und ist nun dem Tode nahe. Zu einem zweiten Angriff kommt es kurz vor dem Silberturm. Elitekämpfer, die von einem Terminalen Herold begleitet werden, setzen Dantons Leuten schwer zu. Einige Mikro-Bestien kommen ums Leben. Da erscheint der tobende Laborat. Die Chaosdiener wagen es nicht, auf dieses wertvolle Tier zu schießen, und sind derart abgelenkt, dass sie endlich besiegt werden können. Zerberoff erschießt den Laboraten.

Nun endlich kommt Dantons Stunde, doch Zerberoff macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Er weiß, dass er sterben muss, und will den Psi-Emitter an Dantons Stelle zünden. Der Terraner soll weiter gegen TRAITOR kämpfen, außerdem soll er auf Zerberoffs Wunsch nach den Originalkörpern Zerbones und Aroffs suchen, die ja irgendwo in einer Skapalm-Bark eingelagert sein müssen. Danton willigt ein und flieht mit seinen Leuten, ist aber noch nicht in Sicherheit. Als Zerberoff den psionischen Stoß-Emitter zündet, wodurch der Progress-Wahrer tatsächlich getötet wird und auch der Dual den Tod findet, beginnt die Dienstburg auseinanderzubrechen. Gerade noch rechtzeitig erscheint die DARK GHOUL und holt Dantons Gruppe per Traktorstrahl an Bord. Man schreibt den 17. August 1347 NGZ, als eine gigantische Explosion die Dienstburg CRULT in den endgültigen Untergang reißt. 250 Mikro-Bestien sind gefallen, darunter Rinka Porol, deren Aufzeichnungen jedoch geborgen werden konnten. Senego Trainz bittet Danton, den teilweise unleserlichen Text der Legasthenikerin durchzugehen. Danton reagiert ungehalten, als er das Gekritzel sieht, muss dann aber beschämt feststellen, dass er für die kleine Mikro-Bestie, die sich selbst für weiblich gehalten hat, mehr als nur ein Anführer gewesen ist...

Auf Terra naht die Stunde des Abschieds für Marc London und Fawn Suzuke. Der Nukleus hat erfahren, dass Antakur von Bitvelt nicht mehr existiert, und will nun nach Hangay aufbrechen. Fawn geht wieder in dem Kollektivwesen auf, das von der LEIF ERIKSSON II zum Situationstransmitter im Luna-Orbit gebracht wird. Nur die BATTERIE bleibt auf Terra zurück.

Kommentar:

Letzte Woche wurde mein Ärger über die auf Doppelromanlänge gestreckte Handlung durch die Tatsache besänftigt, dass die Gedanken der Hauptpersonen gut geschildert waren. Diesmal musste ich mich durch eher sinnlose Nebenhandlungen wie die Geschichte mit Jothadún und Taress quälen. Auch fand ich die ausführliche Schilderung der Zerstörungen auf CRULT fast schon ermüdend. Deshalb hinterlässt dieses Heft einen schlechteren Eindruck als der Roman der letzten Woche, aber wenigstens gab es am Ende eine - wenn auch nicht mehr überraschende - Entscheidung. Hat noch irgendwer bezweifelt, dass Zerberoff sich opfern würde? Hat jemand angenommen, die Autoren würden Roi Danton über die Klinge springen lassen? Es wäre eine mutige Entscheidung gewesen, aber das darf man wohl nicht erwarten. Es dürfen nur Nebenfiguren sterben. Im Fall von Zerberoff ist's mir egal, aber Rinka Porol hätte ruhig überleben können.

Nun ist der Nukleus nicht mehr auf Terra und somit haben die Menschen nicht mehr ewig Zeit, auch in Hangay für eine Entscheidung zu sorgen. Wie es mit BATTERIEN nun mal so ist: Irgendwann sind sie leer, und dann bräuchte man eine neue - aber in diesem speziellen Fall gibt es keinen Ersatz. Übrigens frage ich mich, wie so ein Aktionskörper des Nukleus eigentlich "funktioniert". In diesem Roman nimmt Marc Fawns Duft, ihre Körperwärme und ihren Herzschlag wahr…



Meine Zählung für das Haensel'sche Moment-O-Meter beträgt jetzt:

18 x "In dem Moment" in diesem Heft, das dürfte neuer Rekord sein. Insgesamt habe ich diese Formulierung jetzt 110 mal in zehn Heften seit PR 2415 gezählt (vgl. auch dortigen Kommentar zur Bedeutung des Moment-O-Meters). Damit stelle ich die Zählung ein, denn jetzt habe ich einen schönen Durchschnitt: Elfmal pro Heft wird diese Formulierung verwendet. Würde ich alle anderen "Momente" mitzählen, dann käme ich auf weit mehr als das Doppelte...

J. Kreis, 24.01.2009

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