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Perry Rhodan Nr. 2468: KOLTOROCS Kinder



Autor: Uwe Anton

Inhalt

Nach einem Zwischenstopp im Solsystem, wo die auf der Hundertsonnenwelt gewonnenen Erkenntnisse an die Friedensfahrer weitergegeben wurden, ist Traitank 1.199.188 - die DARK GHOUL - im Zentrumsbereich der Milchstraße unterwegs. Roi Dantons Ziel ist es, die hier stationierte Dienstburg CRULT auszuschalten. Er hat allerdings noch keine Idee, wie er dieses im Grunde illusorische Ziel erreichen soll. Dann wird beobachtet, wie annähernd 100.000 Traitanks und einige Kolonnen-Forts einen Raumsektor abriegeln, der aufgefangenen Kolonnenfunksprüchen zufolge ab sofort als tabu gilt. Natürlich machen die Terraner sich umgehend auf den Weg dorthin. Am Ziel angekommen, werden die DARK GHOUL und eine von Senego Trainz befehligte Dunkelkapsel, die zur Erkundung ausgeschickt wird, völlig ignoriert. Es befinden sich nur drei Raumschiffe hier, die an 3880 Meter hohe Weihnachtsbäume erinnern. Sie sind teilweise ineinander verkeilt und mit abnehmender Strangeness behaftet, müssen also vor nicht allzu langer Zeit aus einem anderen Universum gekommen sein. Es müssen sich Millionen von Lebewesen an Bord befinden, aber diese reagieren auf keinen Funkruf.

Die DARK GHOUL dockt an. Völlig problemlos dringt ein von Roi Danton in Dantyren-Maskierung angeführter Trupp in eines der Schiffe ein. Das Innere ist von unzähligen aus Pflanzenfasern errichteten Tunnels und Kammern erfüllt. Hier leben intelligente Insektoide, die alle untereinander in Funkverbindung stehen. Sobald ihr ungewöhnlicher Symbolcode entschlüsselt ist, erfahren Danton und seine Leute mehr: Die Insektoiden werden als Tarnii KOLTOROC bezeichnet, was man als Kinder oder Mündel KOLTOROCS übersetzen könnte. Sie interessieren sich nur für ihren jeweiligen Schwarm und wissen nicht einmal, dass es TRAITOR oder eine Welt außerhalb ihrer Schiffe gibt. Einzelne Tarnii sind nichts, der Schwarm ist alles, und nur die kollektive Schwarmintelligenz sowie Befehle, die sie über implantierte Funkgeräte von ihren Königinnen erhalten, ermöglichen es den Tarnii, ihre Raumschiffe funktionsfähig zu halten und zu lenken. Die Namen der Schiffe sowie der Schwärme lauten EVERPONAH, NEQETIRIS und TAPIANUTH. Die Schwärme bekriegen sich ständig, besondere Assassinenkrieger versuchen während der Ruhephasen zwischen den Reisen der Schwarmschiffe, die Königspaare der jeweils anderen Schwärme auszuschalten. So wird der Evolutionsdruck künstlich simuliert, der ansonsten wegen fehlender äußerer Feinde wegfallen würde. Ein solches Attentat ist in NEQETIRIS gerade verübt worden, aber nicht nur wegen des damit verbundenen Chaos können die Terraner sich ungehindert umsehen; sie werden von den völlig auf sich selbst fixierten Tarnii einfach nicht wahrgenommen.

Mehrere Tage lang untersuchen die Terraner die Lebensverhältnisse der Tarnii. Roi Danton begegnet Tybris Rokok, jenem Attentäter, der die Königin von NEQETIRIS getötet und nun die Rolle des Gatten der neuen Königin übernommen hat. Er kann Roi Danton wahrnehmen, was möglicherweise an seinen besonderen Assassinen-Fähigkeiten liegt. Bereitwillig erzählt er dem Terraner, den er für ein irreales Geschöpf aus dem "lichtlosen Raum" hält, seine Geschichte. Rhodans Sohn ist alarmiert, als er begreift, dass Rokok in eben diesem lichtlosen Raum einem Quant der Finsternis begegnet sein muss, und als er feststellt, dass die Funkverbindung zur DARK GHOUL unterbrochen wurde. In der Nähe der Staatenschiffe materialisieren derweil sechs Dunkle Ermittler. Einer von ihnen scheint einen anderen "huckepack" zu tragen.

Kommentar:

Das ist ja spannend: Termiten in Weihnachtsbäumen! Zum x-ten Mal werden die immer gleichen, irdischen Insektenstaaten abgeschauten Verhältnisse in solch einem Staat geschildert. Die Tarnii KOLTOROC erinnern an die Kolonnen-Geometer oder auch an die Tad de Raud. Allerdings glaube ich nicht, dass irgendeine Verbindung zu diesen beiden Völkern besteht. Man hat also das zweifelhafte Vergnügen, -zig Kapitel zu lesen, die einem Lehrbuch über staatenbildende Insekten entnommen sein könnten, und die sich am Schluss auch noch wiederholen.

Ein paar lesenswertere Momente mit Roi Danton, seinen Leuten und den Mikro-Bestien (bei denen sich erneut ein Machtkampf abzeichnet) lockern das Ganze etwas auf. Am lustigsten finde ich, wie Senego Trainz sich angesichts der Weihnachtsbaum-Schiffe daran erinnert, dass Bully den Mikro-Bestien Kampfanzüge unter eben solche Bäume gelegt hat! Insgesamt bin ich mir aber noch nicht im Klaren darüber, ob hier nicht schon wieder ein Doppelband auf die Einführung eines Volkes verschwendet wird, das danach keine Rolle mehr spielt. Wie es bei den Tad de Raud ja auch war.

Diesmal könnte die Sache aber anders liegen. Schließlich müssen die Insektoiden in irgendeiner Beziehung zu KOLTOROC stehen. Als Mündel bezeichnet man üblicherweise jemanden, der (noch) nicht für sich selbst sorgen kann und von jemandem betreut wird. Ein verwandtschaftliches Verhältnis muss dabei nicht bestehen. Die Frage ist nun: Sind die Tarnii noch unmündig, oder werden sie es bleiben? Wenn sie es nicht bleiben: Was soll aus ihnen werden? Und warum sind sie KOLTOROCS Mündel, d.h. warum sorgt ausgerechnet die Superintelligenz für sie? Nächste Woche werden wir mehr wissen. Hoffentlich.

J. Kreis, 05.12.2008

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