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Perry Rhodan Nr. 2467: Mentale Revision



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Taffanaro wurde von Inkh Selexon halb tot geprügelt. Er überlebt nur, weil er von seinem Artgenossen Salihcar gefunden und in einer Medostation gesund gepflegt wurde. Diese Station macht er zur Zentrale einer schnell anwachsenden Widerstandsbewegung. Nicht nur er, sondern auch die meisten anderen Heromet haben inzwischen begriffen, dass mit den Tibirian Melech etwas nicht stimmt, und dass sie nicht mehr im Sinne der Kosmokraten handeln. Als ein Heromet meldet, Perry Rhodan gesehen zu haben, ringt sich Taffanaro zu etwas durch, was er, wie er jetzt weiß, schon viel früher hätte tun sollen: Er nimmt Kontakt mit dem Eindringling auf. Die Situation ist zunächst kritisch, entspannt sich aber schnell, als Taffanaro Rhodans Ritteraura wahrnimmt. Diese Zusammenkunft wird von Limbox beobachtet, allerdings interpretiert er sie falsch: Er glaubt, Rhodan sei von den Heromet gefangen genommen worden. Als Mondra Diamond und Vizquegatomi ihn befreien wollen, ist Rhodan zwar beeindruckt vom stürmischen Auftreten seiner Partnerin - abgesehen davon, dass er sich über das Wiedersehen freut - muss aber verhindern, dass es zu einem Kampf kommt. Dann endlich kann gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie CHEOS-TAI zurückerobert werden soll.

Derweil zwingt Inkh Selexon mehrere Gruppen der Vakaneten, nach einer Lösung für den Verwandlungszwang der Tibirian Melech zu suchen. Die Genetiker aus dem Vakacool-System finden heraus, dass dieser Zwang mit einer Paragabe der Tibirian Melech zusammenhängt, aber den Sinn dieser Fähigkeit erkennen sie nicht. Als Inkh Selexon einen besonders starken Anfall erleidet, fällt der mentale Schutzwall, der bisher seine Erinnerungen blockiert hat. Er weiß nun wieder, dass der Thermodyn-Ingenieur Eregitha Math Gaum die Mentale Revision auf Anordnung der Kosmokraten und nicht etwa aus eigenem Entschluss eingeleitet hat. Durch diese Maßnahme sollte eine effizientere Organisationsstruktur in CHEOS-TAI erschaffen werden. Dann erhält auch Inkh Selexon die Meldung über die Anwesenheit Perry Rhodans. Dieser fordert die Fiktiv-Ankläger zur Kapitulation auf. Die Heromet reagieren nicht mehr auf Inkh Selexons Befehle - sie haben sich inzwischen mit den Galaktikern verbündet (nur einzelne Obrigkeitshörige mussten "auf Eis gelegt" werden) und Rhodan das Kommando über den GESETZ-Geber eingeräumt. Sie wollen ihm sogar beim Kampf gegen die Negasphäre von Hangay helfen. Allerdings muss CHEOS-TAI nach der Retroversion an die Kosmokraten zurückgegeben werden.

Gemeinsam setzen die Galaktiker und die Heromet zum Sturm auf die Zentrale des GESETZ-Gebers an, wo sich alle Tibirian Melech verschanzt haben. Möglicherweise liegt es an dieser Stresssituation, dass bei allen Tibirian Melech gleichzeitig der Verwandlungszwang einsetzt. Diesmal gelingt es keinem von ihnen, den Prozess willentlich zu stoppen. Inkh Selexon erkennt nun, was der Sinn der Metamorphose ist: Dadurch verwandelt sich ein einziger von ihnen (es ist ausgerechnet der besonders brutale Kalitt Lindbak) in einen Thermodyn-Ingenieur. Dieser stirbt allerdings sofort. Auch Inkh Selexon ist dem Tode nahe, hat aber noch einen weiteren Erinnerungsschub. Er weiß nun wieder, warum die Mentale Revision wirklich eingeleitet wurde. Es war die Absicht der Kosmokraten, die natürliche Geburt eines Thermodyn-Ingenieurs durch eine effizientere In-vitro-Zucht zu ersetzen. Als Perry Rhodan in die Zentrale vordringt, stößt er auf keinen Widerstand. Er steht im wahrsten Sinn des Wortes vor einem Leichenberg. Die JULES VERNE kann nun wieder eingeschleust werden, die Reise zurück zur Milchstraße geht weiter.

Kommentar:

Es ist schon komisch: Manchmal wird eine ohnehin schon dünne Handlung auf zwei oder vier Romane gestreckt, dann wieder gibt es Einzelromane, in denen die Handlung viel zu knapp abgehandelt wird. In diesem Fall gilt das für den Schluss des Romans. Nachdem CHEOS-TAI wieder in den Händen der Galaktiker ist, ist auch schon Schluss. Die Rückführung der Vakaneten wird gerade noch erwähnt, dann verlässt der GESETZ-Geber sozusagen grußlos die Galaxis Barmand-Sternborn. Der Antikrieger-Bund, der letzte Woche doch recht ausführlich vorgestellt wurde, spielt keine Rolle mehr und auch sonst fragt man sich, was diese Episode denn nun eigentlich für einen Sinn haben sollte. Wahrscheinlich ging es nur darum, Rhodan 22.000 neue Helfer zu verschaffen (die Heromet), die sich gut mit der Steuerung des GESETZ-Gebers auskennen. Einen anderen Grund hatte dieser Zwischenstopp ganz offensichtlich nicht. Dass der Leser keinerlei Anteil am Schicksal der Vakaneten nimmt, die ja anscheinend nicht gerade wenig unter den Tibirian Melech zu leiden hatten, ist da kein Wunder. Auch Rhodan scheint sich nicht weiter dafür zu interessieren. Ihm ging es wohl nur darum, CHEOS-TAI wieder in seinen Besitz zu bringen. Natürlich ist er nicht verpflichtet, dem Antikrieger-Bund in irgend einer Weise beizustehen oder etwas zum Ausgleich des Schadens zu tun, den die Tibirian Melech angerichtet haben, aber befremdlich wirkt das alles doch.

Abgesehen davon liest der Roman sich recht angenehm. Es wird langsam Zeit, dass Gucky sich mal mit den Heromet beschäftigt. Das könnte für die eine oder andere amüsante Episode sorgen. Übrigens: Als ich las, dass Rhodans Ritteraura sich wieder einmal als überaus nützlich erwiesen hat, habe ich mich gefragt, warum eigentlich alle möglichen Wesen diese Aura problemlos wahrnehmen können, die Terraner oder selbst die Auraträger aber nicht. Ist doch seltsam...

Noch ein Wort zur Handlungszeit: Diesmal wird ausdrücklich gesagt, dass die Geschehnisse am 17. Juli 1347 NGZ relativer Bordzeit der JULES VERNE stattfinden. Die Galaktiker wissen also wirklich nicht, wann sie sind, und haben die Uhren einfach weiterlaufen lassen. Damit wäre das wenigstens geklärt.

Auch noch erwähnenswert, weil ich es früher bei Christian Montillon oft bemängelt habe: Sprachliche Unsicherheiten sind mir diesmal nicht störend aufgefallen.

J. Kreis, 29.11.2008

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