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Perry Rhodan Nr. 2465: Nach der Stasis



Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Mondra Diamonds siebenköpfiger Einsatztrupp verbirgt sich weitgehend unbemerkt in CHEOS-TAI. Durch Beobachtungen und das Abhören von Funksprüchen macht Mondra sich ein Bild von den aktuellen Geschehnissen im GESETZ-Geber.

Nur 321 Tibirian Melech haben die Erweckung durch die Heromet überlebt. Die Fiktiv-Ankläger leiden unter einer Art Verwandlungszwang: Schubweise beginnen ihre Köper sich zu verändern, so als ob sie eine gänzlich andere Form annehmen wollten. Wem es nicht gelingt, diesen Prozess durch eine Willensanstrengung zu stoppen, der zerplatzt förmlich oder löst sich auf. Die Tibirian Melech können die von den Heromet in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen, denn auch sie haben nur wenig Ahnung davon, wie ein GESETZ-Geber gesteuert werden kann. Außerdem wurden sie wie die Heromet im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen einer Mentalen Revision unterzogen und erinnern sich deshalb nur noch bruchstückhaft an ihre Vergangenheit. Nur ein Thermodyn-Ingenieur wäre in der Lage, normale Verhältnisse herzustellen. Der Tibirian Melech Inkh Selexon wird von CHEOS-TAI als befehlsberechtigt anerkannt und leitet die Maßnahmen ein, die zur Vertreibung der JULES VERNE führen. Er entdeckt die Aufzeichnungen des Thermodyn-Ingenieurs Eregitha Math Gaum, der seinerzeit den kosmokratischen Befehl zur Umstrukturierung des GESETZ-Gebers ausgeführt und alle Tibirian Melech in Tiefschlaf versetzt hat. Selexon kommt zu dem Schluss, dass er und sein Volk sowie die Heromet nach der Mentalen Revision schlicht und ergreifend vergessen worden sind.

Aufgrund dieser bitteren Erkenntnis beschließen die Tibirian Melech, den GESETZ-Geber für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Das riesige Schiff erreicht die Kleingalaxie Barmand-Sternborn, in der es neben einigen kleineren Machtblöcken eine Organisation gibt, die als Antikrieger-Bund bezeichnet wird. Selexon wählt das Vakacool-System als erstes Ziel aus, denn dort soll es besonders fähige Genetiker geben. Deren Hilfe wird dringend benötigt, denn immer mehr Tibirian Melech unterliegen dem Verwandlungszwang, der sogar dazu führt, dass andere Anwesende quasi "mitgerissen" werden. Derweil entdeckt der Heromet Taffanaro eine Stasis-Kammer, in der Eregitha Math Gaum ruht. Taffanaro beginnt eigenmächtig mit der Erweckungsprozedur - er möchte dies den Tibirian Melech verheimlichen, da er ihnen nicht mehr vertraut und es satt hat, dass die Fiktiv-Ankläger die Heromet wie lästigen Abschaum behandeln. Taffanaros Artgenosse Kafarain verrät das Vorhaben jedoch an Selexon. Dieser erwürgt den erwachenden Ahomelech eigenhändig.

Kommentar:

Ich hatte gehofft, im Roman dieser Woche noch mal eine Zeitangabe zu finden, aber es gibt keine. Ich bin nämlich im Kommentar zum Roman der letzten Woche nicht auf eine Merkwürdigkeit eingegangen, die mir sofort aufgefallen ist: In PR 2464 wird davon gesprochen, die Borduhren der JULES VERNE würden den 2. Juli 1347 NGZ anzeigen. Gut, es kann natürlich sein, dass die Borduhren seit Beginn der Operation Tempus ganz normal weitergelaufen sind. Dann wäre diese Datumsangabe richtig. Allerdings war man doch in PR 2449 meines Wissens davon ausgegangen, der Kontextsprung habe ins Jahr 1346 NGZ geführt, und in den folgenden Romanen war das beibehalten worden. Wie denn jetzt? Wurden die Borduhren nicht zurückgestellt? Oder ist während des Aufenthalts in der Vergangenheit die gleiche Zeit in der Gegenwart vergangen, d.h. befindet die JULES VERNE sich doch im Jahre 1347 NGZ? Mir scheint, die Autoren sind genauso durcheinander gekommen, wie ich es inzwischen in dieser Frage bin.

Zum Roman dieser Woche gibt's nicht viel zu sagen. Er ist unterhaltsam, die Heromet wirken immer noch sehr sympathisch, aber im Mittelpunkt stehen die Tibirian Melech. Durch ihren geheimnisvollen Verwandlungszwang und die Frage, was es mit der Mentalen Revision auf sich hat oder warum CHEOS-TAI "umstrukturiert" werden sollte, wird das Interesse des Lesers wach gehalten. Die Tibirian Melech scheinen entweder die Mentale Revision oder den Tiefschlaf nicht unbeschadet überstanden zu haben. Jedenfalls lässt ihr Verhalten nicht darauf schließen, dass sie einmal Gesinnungswächter waren - jetzt benehmen sie sich eher wie Feinde der Kosmokraten. Ob ihr Verstand gelitten hat? Oder ob sie gar keine Tibirian Melech sind, sondern zum Beispiel Koda Ariel?



Meine Zählung für das Haensel'sche Moment-O-Meter beträgt jetzt:

16 x "In dem Moment" in diesem Heft!!! Insgesamt habe ich diese Formulierung jetzt 77 mal in acht Heften seit PR 2415 gezählt (vgl. auch dortigen Kommentar zur Bedeutung des Moment-O-Meters). Abgesehen von dieser Formulierung wimmelt es bei Haensel aber wie immer vor anderen Momenten, Augenblicken, Sekundenbruchteilen und anderen Zeitangaben. Ist doch schön, wenn man immer genau weiß, was in dem Moment passiert. Ich könnte übrigens auch anfangen, weitere Lieblingswörter Haensels zu zählen. "Gurgeln" und "Konglomerat" scheinen auch dazu zu gehören...

J. Kreis, 15.11.2008


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