Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2463
Weiter zu Nr. 2465


Perry Rhodan Nr. 2464: Das Archaische Programm



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Die Galaktiker nutzen die für die Reise zur Milchstraße veranschlagte Flugdauer von zwei Monaten, um sowohl den GESETZ-Geber als auch die von den Metaläufern in der JULES VERNE vorgenommenen Umbauten zu erkunden. Während auf dem Hantelraumer ein weiterer neuer Energiezapfer entdeckt wird, durch den die Ursprungsleistung verdoppelt wird, kommt Curcaryen Varantir beim Versuch, CHEOS-TAI manuell zu steuern, weniger gut voran. Der GESETZ-Geber akzeptiert nur Perry Rhodans Befehle. Daraufhin setzt dieser die gesamte Befehlshierarchie außer Kraft, erreicht damit aber nur, dass CHEOS-TAI sich noch eigenwilliger verhält als zuvor. Außerdem erscheinen plötzlich überall goldfarbene, an Echsenwesen erinnernde Kampfroboter, die sich aber zunächst ruhig verhalten. Mondra Diamonds Erkundungsteam entdeckt derweil Räume, in denen Strangeness herrscht, sowie mehrere noch immer funktionsfähige Biotope und Hallen, in denen Hunderte von Lebewesen im Tiefschlaf gehalten werden. Offenbar ist also doch nicht die gesamte Besatzung während des nach der Retroversion Tare-Scharms ausgebrochenen Chaos ums Leben gekommen. Allerdings zerfallen all diese Wesen zu Staub, sobald man versucht, sie zu erwecken.

Curcaryen Varantir ist bald mit seiner ohnehin knappen Geduld am Ende und fordert auf gut Glück Servo-Unterstützung an. CHEOS-TAI bestätigt diesen Befehl ausnahmsweise, aber zunächst einmal tut sich nichts - das jedenfalls denkt der Algorrian. Tatsächlich erwachen jedoch auf seinen Befehl hin ca. 1300 Heromet aus der 29 Millionen Jahre dauernden Stasis. Diese entfernt biberähnlichen Wesen erfüllen in CHEOS-TAI verschiedene Unterstützungsaufgaben, d.h. sie sind Servos. Ihr Oberhaupt Taffanaro beobachtet die Eindringlinge misstrauisch. Er beschließt, zunächst nicht für sie tätig zu werden und die Tibirian Melech zu erwecken, um diese so genannten Fiktiv-Ankläger auf die Fremden anzusetzen. Die Tibirian Melech haben die Aufgabe, die Gesinnung jedes Lebewesens zu überprüfen, das sich auf CHEOS-TAI aufhält, und sie sind mit starken mentalen Kräften ausgestattet. All dies geschieht im Verborgenen - die Galaktiker ahnen von diesen Vorgängen nichts.

Anscheinend kommen die Tibirian Melech zu dem Ergebnis, dass die Galaktiker als Feinde einzustufen sind, denn die goldenen Kampfroboter eröffnen ohne jede Warnung das Feuer. Zum Glück werden alle Erkundungsteams von Laosoor begleitet, so dass die Gruppen schnell zur JULES VERNE evakuiert werden können. Nur Mondra Diamonds Team, zu dem auch Pothawk gehört, schafft den Rückweg nicht rechtzeitig. Sie sehen gerade noch, wie der Hantelraumer durch Traktorstrahlen aus dem Hangar geschleudert wird, in dem er geparkt war. Perry Rhodan kann seinerseits nichts mehr tun, denn CHEOS-TAI ignoriert all seine Befehle. Der GESETZ-Geber nimmt Fahrt auf und lässt die JULES VERNE zurück - immer noch 44 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt.

Kommentar:

Es geschieht eigentlich nicht so arg viel in diesem Roman, dennoch liest er sich durchaus angenehm. Schon gleich zu Anfang gibt es schöne Charakterszenen mit Perry Rhodan und Mondra Diamond. Solche Kleinigkeiten sind das Salz in der Suppe. Sie dürften ruhig öfter und auch mit anderen Personen eingebaut werden.

Es kommt mir zwar ein bisschen unglaubwürdig vor, dass auf dem GESETZ-Geber selbst Biotope nach 29 Millionen Jahren noch so frisch sind wie am ersten Tag und dass nirgendwo auch nur die geringste Spur von Verfall, Abnutzung oder ähnlichem zu erkennen ist, aber wir haben es ja auch mit Kosmokratentechnik zu tun. Da kann man das akzeptieren. Allerdings kommt es mir seltsam vor, dass die goldfarbenen Kampfroboter so leicht zu besiegen sind. Ein bisschen Punktbeschuss, schon gehen sie kaputt - und wenn man ihnen gleichzeitig ein paar Bomben entgegenschleudert, wissen sie nicht mehr, wie sie sich verhalten sollen. Und das soll auch Kosmokratentechnik sein?

Die Heromet machen eigentlich einen ganz sympathischen Eindruck, wozu auch die schöne Innenillustration dieses Romans (dargestellt ist vermutlich Taffanaro) beiträgt. Mal sehen, wie Gucky auf diese Wesen reagieren wird, schließlich scheinen sie ihm zumindest vom Aussehen her recht ähnlich zu sein. Man stelle sich vor: Diese Kerlchen durften 29 Millionen Jahre lang schlafen - herrlich!

J. Kreis, 08.11.2008


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)


Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2463
Weiter zu Nr. 2465