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Perry Rhodan Nr. 2454: Schiff aus der Ewigkeit



Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Perry Rhodan und Icho Tolot begleiten Castun Ogoras an Bord der LIRIO zum Artefaktmuseum auf dem Planeten Thestos, wo jenes Obelisken-Raumschiff aufbewahrt wird, von dem die Yakonto sich Hinweise auf ihre Herkunft erhoffen. Der Planet quillt vor Leben geradezu über, und überall sind Wesen präsent, die Rhodan nur zu bekannt sind: UFOnauten und deren Androiden. Bei den Yakonto tragen sie den Namen "Tentonen", und sie gelten als oberste Ordnungsmacht in Tare-Scharm. Das Artefaktmuseum und der 580 Meter hohe Obelisken-Raumer sind frei zugänglich, aber wie in jedem Museum dürfen Besucher auch hier die Exponate nur ansehen, aber nicht berühren. Jorgo, ein kugelförmiger Roboter, der sich auf mentalem Weg mit den Gästen verständigt, führt die Galaktiker und die Yakonto durch das Museum. Rhodan ist irritiert darüber, dass der Roboter seine Gedanken lesen kann. Dass er sich von einem wunderschönen, androgyn wirkenden Fremdwesen beobachtet fühlt, trägt nicht zu seiner Beruhigung bei.

Beim Rundgang durch den Obelisken-Raumer wird schnell klar, dass die zugänglichen Bereiche so hergerichtet worden sind, dass man keinerlei Hinweise auf die Besatzung oder den Verwendungszweck des Schiffes erhält. Die Yakonto wollen sich damit nicht zufrieden geben. Sie schließen sich zu einem Mentalblock zusammen und beeinflussen die auch im Museum als Wächter tätigen UFOnauten-Androiden, so dass diese gar nicht mehr wahrnehmen, was sich direkt vor ihren Augen abspielt. Nach drei Tagen aufreibender Suche entdecken die Yakonto einen kleinen Gegenstand, der eine Art Logbuch des Schiffes darstellt. Es scheint so, als habe das Objekt sich in all den Jahren "versteckt". Es wollte von den Cypron-Abkömmlingen gefunden werden. Rhodan und die Yakonto unterliegen einer zunehmenden mentalen Beeinflussung. Das "Logbuch", der (oder die) androgyne Fremde und auch Jorgo sind nichts anderes als Ausdrucksformen des Obeliskenschiffes selbst. Das Schiff übermittelt den Yakonto ein Gedankenbild von einer bestimmten Sternenkonstellation, die von einem "Ort, der sicherer nicht sein kann" aus gesehen werden kann. Diesen Ort müssen sie finden, dort sollen sie alle Antworten erhalten, die sie suchen.

Jorgo hilft der Gruppe noch dabei, das Museum ungehindert zu verlassen. Die LIRIO sucht nun nach dem Ort, von dem aus man besagte Sternenkonstellation sehen kann. Besonders Castun Ogoras ist wie besessen von dieser Aufgabe und bringt sich durch seine unermüdliche Arbeit selbst in Gefahr. Endlich wird der Raumsektor Alufir als das gesuchte Ziel identifiziert. Dort befindet sich aber nichts - jedenfalls nicht im Normalraum. Es werden aber Hinweise auf temporale Anomalien entdeckt. Offenbar ist hier irgendetwas hinter einem Zeitschirm versteckt. Erneut bilden die Yakonto einen Para-Block, in den auch Rhodan eingebunden wird. Endlich wird Kontakt zu einer Wesenheit hergestellt, die sich selbst als AMU bezeichnet. Dieses Wesen hat die Gestalt eines schwarzen Obelisken und ist möglicherweise jene Entität, mit der die Cypron sich einst verbunden haben. Ein Teil dieser Entität ist auf dem Obelisken-Raumer geblieben, der größere Teil ist jedoch zu Gast auf einem gewaltigen, goldfarbenen, kugelförmigen Objekt - einem GESETZ-Geber!

Bevor der Kontakt mit AMU abbricht, erkennt der GESETZ-Geber Perry Rhodans Ritteraura. Sofort wird der Terraner als berechtigte Person anerkannt. Der GESETZ-Geber erschafft eine Öffnung im Zeitschirm, der von der LIRIO durchquert werden kann.

Kommentar:

Eine weibliche, androgyn wirkende Gestalt, die mit Perry flirtet. Eine Entität, die AMU heißt. Ich dachte im ersten Moment, das könne eine Anspielung auf Kamuko sein. Aber das passt zeitlich nicht - AMU muss schon lange vor Kamukos Geburt existiert haben. Oder hat Kamuko sich vielleicht irgendwie mit den Wesen an Bord des Obeliskenschiffes (oder der aus ihnen hervorgegangenen Kollektiv-Entität) verbunden? Das käme dann schon eher hin. Nächste Woche werden wir wohl mehr erfahren.

Ansonsten kann man kaum was zu dem Roman sagen. Hoffmann versucht, das Beste aus dem dünnen Stoff zu machen, den das Exposé ihm vermutlich vorgibt. Viel passiert ja wirklich nicht, und den "Knalleffekt" muss er sich bis zum Schluss aufsparen. Aber was ist das dann schon wieder für ein unglaublich praktischer Zufall! Nach und nach scheint Rhodan alles in den Schoß zu fallen, was er für die Retroversion der Hangay-Negasphäre braucht: Kobaltblaue Walzen, um die Traitanks in Schach zu halten, und jetzt auch noch einen GESETZ-Geber, ohne den man über eine Retroversion ja gar nicht erst nachzudenken braucht. OK, noch hat er beides nicht, aber zweifelt noch irgendjemand daran, dass genau das die "Lösung" für den Kampf gegen die allzu übermächtige Terminale Kolonne TRAITOR sein wird? Ich jedenfalls nicht.

Kleiner Gag am Rande: Im Roman heißt es, dass im Artefaktmuseum "getragene klassische Musik" erklingt. Wessen Klassik ist gemeint? Kennt man auf Thestos Mozart, Beethoven, Wagner oder Bach?

J. Kreis, 30.08.2008


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