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Perry Rhodan Nr. 2452: Operation Kobaltblau



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Unbeeindruckt von Dyrameschs Verbot werkeln die Metaläufer weiter auf der JULES VERNE herum und verwandeln einen der ehemaligen Multi-Hyperzapfer in etwas, dessen Aussehen den Terranern keinerlei Hinweise auf seinen Verwendungszweck gibt. Mondra Diamond gibt dem nach und nach wie von selbst wachsenden Aggregat den Namen Objekt Hephaistos. Perry Rhodan ist mit Castun Ogoras unterwegs nach Thestos. In seiner Abwesenheit entwickelt Mondra zusammen mit ihrer zunächst skeptischen Führungscrew und den sofort begeisterten Laosoor einen gewagten Plan. Sie will eine Kobaltblaue Walze besetzen, um sie - wenn es denn entgegen der Hoffnung der Laosoor nicht möglich sein sollte, mit diesem Schiff zu fliehen - als Druckmittel gegen Dyramesch einzusetzen. Bei ihren Erkundungen findet Mondra heraus, dass die PENDULUM schon in drei Wochen von Beauftragten der Kosmokraten abgeholt werden soll. Somit steht fest, welches Schiff die Terraner kapern werden.

Die Galaktiker und die Laosoor versuchen, sich über einen Zulieferbetrieb für die Zentrumswerften in die PENDULUM zu schleichen. Dabei geraten sie aber drei Yakonto in die Quere, die diesen Betrieb insgeheim observieren, weil von dort vor einiger Zeit ein winziges fehlerhaftes Bauteil geliefert worden ist. Diesen ungeheuerlichen Vorfall führen die Yakonto auf die von Dyramesch durchgesetzte Effizienzsteigerung zurück. Sie gehen davon aus, dass dadurch die seit Jahrtausenden genau aufeinander abgestimmten Abläufe der Produktionsanlagen von Evolux so empfindlich gestört worden sind, dass es zu sich gegenseitig aufschaukelnden Störungen kommen muss. Durch ihre Qualitätskontrolle wollen sie die Fehlerquelle finden, entdecken dabei aber zunächst nur Mondras Aktivitäten. Die Terranerin hat keine Wahl; sie muss den Yakonto reinen Wein einschenken. Der Hass der Yakonto (die ja einst die Herren von Evolux waren) auf Dyramesch ist so groß, dass sie den Terranern bei der Eroberung der PENDULUM helfen wollen. Damit soll Dyramesch bloßgestellt werden, was gleichbedeutend mit seiner Entmachtung wäre. Die Yakonto stellen jedoch die Bedingung, dass Evolux selbst nicht geschädigt werden darf.

Mit von den Laosoor gestohlenen Gleitern werden Einsatztruppen in einen Brückenkopf unweit der Steilen Stadt verlegt, der den Terranern von den Yakonto zur Verfügung gestellt wird. Die Sicherheitskräfte Beliosas schöpfen keinen Verdacht. Die Zentrumswerft kann eigentlich nur über bestens gesicherte Transmitter erreicht werden, aber die Yakonto kennen eine "Hintertür": Eine nach einem 350.000 Jahre zurück liegenden Bürgerkrieg fast in Vergessenheit geratene Robot-Wachstation in der Steilen Stadt. Diese müsste jedoch erst repariert werden, damit sie automatisch Kontakt mit einer Gegenstation im Inneren der Werft aufnimmt. Für die Reparatur kommen nur die Metaläufer in Betracht. Um diese überhaupt erst auf die Station aufmerksam zu machen, platzieren Mondra Diamond und Ekatus Atimoss dort einige Bomben. Als sie zurückkehren, sind die Yakonto, die sie zur Station gebracht haben, spurlos verschwunden. Somit haben die beiden keine Fluchtmöglichkeit mehr.

Kommentar:

Der Plan, den Mondra und die Yakonto verfolgen, ist an und für sich schon hirnverbrannt genug und basiert auf so vielen Unwägbarkeiten, dass es einem Wunder gleichkäme, wenn er erfolgreich wäre. Natürlich wird er erfolgreich sein, denn so steht es vermutlich im Exposé. Die Kaperung der Walze wäre dann allerdings der erste Schritt auf dem Weg zur Entzauberung eines weiteren Mythos des Perryversums - und sollte es den Terranern gelingen, die Technik dieses Schiffes zu beherrschen und damit von Evolux zu fliehen, dann wäre der Mythos endgültig zerstört. Ich zweifle aber nicht daran, dass es genau so kommen wird. Ich habe ja schon vor ein paar Wochen angemerkt, dass es den Terranern ohne schlagkräftige Schiffe, deren Leistungsfähigkeit alles weit in den Schatten stellt, was der Menschheit je zur Verfügung gestanden hat, niemals gelingen wird, in Hangay auch nur einen Fuß auf den Boden zu kriegen. Und was wäre dafür besser geeignet als eine Kobaltblaue Walze, die es mit -zig Chaos-Geschwadern gleichzeitig aufnehmen kann? Sollte dieser Weg - also die "zufällige" Entdeckung von Evolux und die mehr als nur unwahrscheinliche Kaperung einer (oder vielleicht gar mehrerer?) Kobaltblauen Walze - von den Autoren eingeschlagen werden, dann kann ich nur sagen: Eine so billige Lösung hätte ich selbst von dem um haarsträubende Unmöglichkeiten nie verlegen gewesenen Autorenteam nicht erwartet.

Ansonsten ist der Roman gar nicht schlecht. Flott und unterhaltsam, gewürzt mit einigen kurzen, aber prägnanten Charakterszenen (vor allem Gucky gefällt mir diesmal gut) und mit einer Nebenhandlung (drei Yakonto mit Liebeskummer), die zwar ein bisschen aufgesetzt wirkt, aber wenigstens nicht völlig sinnlos ist, weil sie für den Cliffhanger gebraucht wird. Eine von Mondras Traumerscheinungen ist übrigens vermutlich der vor einigen Monaten verstorbene Ernst Vlcek, der auch auf dem Titelbild dieses Romans verewigt wurde.

Noch eine kurze Anmerkung am Rande: Wenn ich mich nicht verlesen habe, dann hat einer der Zulieferer für die Zentrumswerft seine Produkte dorthin verkauft. Hm. Es ist zwar klar, dass die Völker von Evolux von irgendwas leben müssen. Dass sie untereinander Handel treiben, um Evo-Chips zu verdienen, wäre also logisch. Aber die Vorstellung, dass die Kosmokraten ihre Hilfsvölker bezahlen, ist doch irgendwie seltsam.

J. Kreis, 15.08.2008


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