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Perry Rhodan Nr. 2449: Die Finale Schlacht

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Die Finale Schlacht beginnt mit dem Angriff der von Ki-Myo angeführten Streitkräfte ARCHETIMS auf GLOIN TRAITOR, die oberste Schaltinstanz der Proto-Negasphäre. Durch seine mentale Verbindung mit der Superintelligenz erfährt der immer noch an sich selbst zweifelnde Aeganer, dass GLOIN TRAITOR die "natürlichen" Prozesse in einer entstehenden Negasphäre beschleunigt und die Grenzwälle erzeugt. Die "Nadel des Chaos" muss also vernichtet werden, damit die Kosmischen Messenger wieder nach Tare-Scharm vordringen können. Gleichzeitig wird ARCHETIM zusammen mit CHEOS-TAI, einer GESETZ-Geber-Sonderanfertigung, für die Wiederherstellung des Psionischen Netzes sorgen. All diese Maßnahmen zusammen werden schließlich die Retroversion der Negasphäre einleiten.

Die gigantische Schlacht verläuft zwar verlustreich für beide Seiten, doch ARCHETIMS Pläne scheinen aufzugehen. Die GESETZ-Geber sorgen für eine Zone, in der die Flotten aus dem INTAZO ungehindert agieren können, gleichzeitig bewegen sich die Einheiten der freien Völker Tare-Scharms, deren Besatzungen sich an das Chaos der Negasphäre angepasst haben, im Flankenbereich. Auf der gegnerischen Seite stehen Massen von Traitanks, Kolonnen-Forts, Raum-Zeit-Router und Kolonnen-MASCHINEN, doch sie können nicht verhindern, dass GLOIN TRAITOR angegriffen und beschädigt wird. Es zeigt sich, dass zwei Drittel des gewaltigen Gebildes bislang im Hyperraum verborgen waren, denn jetzt stürzen diese Bestandteile zurück ins Standarduniversum, wo sie in die von den GESETZ-Gebern normalisierte Zone geraten - dann explodieren die ersten Forts des insgesamt 27.216 Kilometer langen Gebildes. In einer Kettenreaktion fällt es den Gewalten zum Opfer, die in der Akkretionsscheibe von Margin-Chrilox toben. Nach dem Ende von GLOIN TRAITOR sind die GESETZ-Geber in der Lage, ihren Einflussbereich schlagartig auszudehnen. ARCHETIM beginnt nun damit, kontrolliert und langsam seine eigene Psi-Energie ins Psionische Netz einzuspeisen und es dadurch zu "reparieren". CHEOS-TAI kanalisiert und beschleunigt diesen Vorgang. Die Retroversion steht somit unmittelbar bevor.

Die JULES VERNE erreicht ebenfalls die Zentrumsregion von Tare-Scharm, ist aber in ihrer Leistungsfähigkeit beeinträchtigt und wird sofort angegriffen. Es kommt zu schweren Beschädigungen: Einige Triebwerke und Schutzschirmprojektoren fallen aus. Nur mit Mühe kann der Hantelraumer seinen Verfolgern entkommen. Der Transmitterdurchgang hat für eine überraschende Verbesserung in Kamukos Zustand gesorgt. Sie erholt sich schnell und ist frei von der Beeinflussung durch die Laboratenkralle. Perry Rhodan überlässt ihr die Nachtlicht-Rüstung (komplett mit dem aus der Relativzukunft stammenden Vektor-Helm) unter der Bedingung, der JULES VERNE die Beobachtung der Retroversion zu gestatten und die vollständige Rüstung nach dem Ende der Kämpfe um Tare-Scharm nie wieder einzusetzen. Kamuko willigt ein. Sobald sie die Rüstung angelegt hat, gewinnt sie einen perfekten Überblick über alle Vorgänge in der Proto-Negasphäre. Außerdem vernetzt sie sich mit NEMO, so dass die JULES VERNE endlich ungehindert navigieren kann. Kamuko verlangt, sofort zur TAROSHI gebracht zu werden, denn sie erkennt, dass Ki-Myo schon mehrere verhängnisvolle taktische Fehler begangen hat, die es zu korrigieren gilt. Rhodan muss ablehnen, denn die JULES VERNE wird erneut angegriffen und muss weitere Wirkungstreffer hinnehmen, bevor sie von der LAOMARK gerettet wird. Er stellt Kamuko jedoch eine Space-Jet zur Verfügung.

Da erscheint ein Teil des Elements der Finsternis bei Margin-Chrilox, verschlingt Massen von Kampfschiffen beider Parteien und bringt ARCHETIM in Bedrängnis. Die Superintelligenz ist gezwungen, ihre restliche Psi-Energie mit einem Schlag freizusetzen, um den gefürchteten Feind zu vernichten. Das gelingt zwar, aber die mentale Struktur ARCHETIMS wird dabei zertrümmert - die Superintelligenz weiß, dass dies ihr Todesurteil ist. Jetzt geht alles sehr schnell: Kosmische Messenger dringen in die Proto-Negasphäre ein, die bisher isoliert gewesenen Abschnitte des Psionischen Netzes erhalten wieder Verbindung mit der Außenwelt. Die Chaotischen Zellen und Geflechte brechen schlagartig zusammen. Die Retroversion führt aber auch zu Hyperstürmen und psionischem Chaos. ARCHETIMS und TRAITORS Truppen suchen ihr Heil in wilder Flucht. Kamukos Space-Jet gerät ebenfalls in Gefahr. Die Aeganerin versucht, zur JULES VERNE zurückzukehren. Dort hat Perry Rhodan jedoch angesichts der Tatsache, dass die Retroversion aufgezeichnet wurde und dass die JULES VERNE den Hyperstürmen nicht mehr entkommen könnte, einen Not-Kontextsprung eingeleitet, durch den der 19. April 1346 NGZ erreicht werden soll. Alle Gäste (Ekatus Atimoss, Limbox und seine Laosoor, die Sphäriker) machen die Zeitreise mit. Kamukos Rückkehr wird zwar registriert, aber es ist unklar, ob sie es schafft, den Kontextsprung mitzumachen.

Die JULES VERNE ist somit vermutlich in ihre eigene Zeit zurückgekehrt. Die Völker Tare-Scharms dürfen zwar erwarten, dass TRAITOR sich zurückziehen wird, da die Chaotarchen keine Verwendung mehr für die Galaxie haben. Der Blutzoll war allerdings sehr hoch: Der größte Teil der GESETZ-Geber ist vernichtet, ebenso fast die gesamte Flotte der Cypron - und ARCHETIMS Avatar ist geschrumpft, weist jetzt aber unerklärlicherweise eine viel größere Masse auf als bisher. Ki-Myo übergibt den Oberbefehl über die dezimierte Flotte an Randa Eiss, denn er weiß, dass er nun endlich sterben darf.

Kommentar:

Das war sie also, die Retroversion. Irgendwie hatte ich bis zuletzt fast gehofft, die Terraner würden eine böse Überraschung erleben. Es hätte ja immerhin sein können, dass sie durch ihre Eingriffe in die 20 Millionen Jahre zurückliegenden Ereignisse ein Zeitparadoxon ausgelöst hätten, was für einen Fehlschlag der ganzen Operation gesorgt hätte. Dann hätten sie den Verlauf der Zeit geändert und hätten nie in ihre Relativgegenwart zurückkehren können - oder sie hätten dort radikal veränderte Verhältnisse vorgefunden. DAS wäre mal eine spektakuläre neue Entwicklung im Perryversum gewesen, aber so bewahrheitet sich wieder einmal der Grundsatz: "Es geschieht, weil es geschah". Und trotz des endlos langen Gefasels von hyperphysikalischem Chaos, des akribischen Herunterrasselns von Positionsangaben, Schiffsbewegungen, Schäden, Entfernungs- und Flugdaten, der Beschreibung von massiven Kampfhandlungen usw. wirkt das alles doch eher unspektakulär und leider auch wenig originell oder überraschend. Dass die Retroversion zuletzt so schnell ablaufen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Damit's nicht so negativ klingt, sei angemerkt, dass die ganzen Prozesse der Entstehung und Retroversion einer Negasphäre wenigstens in sich schlüssig und insgesamt überzeugend sind.

Die Mission der JULES VERNE war also erfolgreich. Nur - was will Rhodan mit den gewonnenen Erkenntnissen anfangen? Vorausgesetzt, dass die Verhältnisse in Hangay denen in Tare-Scharm entsprechen, muss er jetzt "nur noch" ins Zentrum von Hangay vordringen und dabei eine Flotte schlagkräftiger Kampfschiffe mitbringen, die es mit Traitanks, Kolonnen-MASCHINEN und einer Analogie von GLOIN TRAITOR aufnehmen kann. Dann muss er so etwas wie GESETZ-Geber dabei haben, die ein Operieren dieser Flotte in einer Negasphäre überhaupt erst ermöglichen. Außerdem muss er das gekappte Psionische Netz reparieren. Wie will er das alles anstellen?

Zu guter Letzt muss ich sagen, dass die Funktionsweise des Kontext-Wandlers mich wieder einmal durcheinander bringt. Erst hieß es, dass es sich beim Kontextsprung gar nicht um eine richtige Zeitreise handelt, weil man in eine Art Parallel-Vergangenheit springt. Dann hieß es, dass während des Aufenthalts in der Vergangenheit die gleiche Zeit in der Gegenwart vergeht, d.h. die willkürliche Auswahl eines "Rückkehrpunktes" müsste unmöglich sein. Beides scheint nun doch nicht der Fall zu sein...

Jedenfalls bin ich jetzt richtig neugierig darauf, wie es weitergeht. Mit den Laosoor werden ja interessante Nebenfiguren mit in die nächste Zyklushälfte "hinübergerettet". Mal sehen, was aus Kamuko wird, deren wundersame Heilung mir übrigens etwas seltsam vorkommt.




Meine Zählung für das Haensel'sche Moment-O-Meter beträgt jetzt:

15 x "In dem Moment" in diesem Heft. Das ist neuer Rekord! Haensel nutzt diese Formulierung besonders gern, wenn es dramatisch werden soll. Insgesamt habe ich 61 Treffer in sieben Heften seit PR 2415 gezählt (vgl. auch dortigen Kommentar zur Bedeutung des Moment-O-Meters).

J. Kreis, 27.07.2008


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