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Perry Rhodan Nr. 2448: Tage der Angst

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Die JULES VERNE irrt durch Tare-Scharm und hat Schwierigkeiten, ihr eigentliches Ziel zu erreichen: Das Black Hole Margin-Chrilox im Zentrum der Proto-Negasphäre, wo die Finale Schlacht stattfinden soll und wo Perry Rhodan beobachten will, wie die Retroversion "funktioniert". Eine Petition der Mannschaft, die die Rückkehr in die Relativgegenwart fordert, macht die Sache nicht einfacher. Rhodan lehnt das Ansinnen seiner Offiziere ab, denn er ist davon überzeugt, dass die Retroversion aus der Nähe beobachtet werden muss. Er ist sich aber nach wie vor darüber im Unklaren, ob den Terranern nicht vielleicht noch eine wichtige Rolle zukommt - oder ob sie ein Zeitparadoxon riskieren. Als die Sphäriker allmählich an den Rand der Erschöpfung geraten, und als die JULES VERNE einen Raumsektor erreicht, in dem selbst die Fähigkeiten der mutierten Cypron versagen, greift Alaska Saedelaere ein. Obwohl es ihm furchtbare Qualen verursacht, den Vektor-Helm zu tragen, setzt er diesen Bestandteil der Nachtlicht-Rüstung erneut ein und navigiert den Hantelraumer zurück in ruhigeres "Fahrwasser". Sein Cappin-Fragment hilft ihm dabei, die Ablehnung zu überwinden, die der Helm ihm entgegenbringt.

Es steht nicht gut um Kamuko. Die Terraner haben festgestellt, dass sie eine Laboratenkralle trägt. Der Versuch, den Parasiten mit dem Atrentus-Verfahren zu neutralisieren, gelingt zwar, aber kurz danach verschlechtert sich Kamukos Zustand rapide. Sie droht zu sterben. Rhodan legt den Brustpanzer und die Beinschienen der Nachtlicht-Rüstung an, muss aber feststellen, dass die Rüstung ihn trotz der Ritteraura ablehnt. Er verliert vor Schmerzen das Bewusstsein, gerade noch rechtzeitig wird er von der Rüstung befreit. Nach einigen Tagen Flug erreicht die JULES VERNE einen Raumsektor, in dem sich ein von acht Raum-Zeit-Routern offen gehaltenes Transmitterfeld befindet. Rhodan geht davon aus, dass man über diesen Transmitter das Zentrum Tare-Scharms erreichen kann. Während er noch überlegt, ob die JULES VERNE einen Durchflug wagen soll, wird ein Kolonnen-Funkspruch aufgefangen, in dem Alarm für Margin-Chrilox gegeben wird. Nun steht fest, dass die Finale Schlacht begonnen hat. Rhodan befiehlt die Annäherung an den Transmitter. Alles geht so schnell, dass die Streitkräfte TRAITORS nicht mehr reagieren können, und so gelingt dem Hantelraumer der Einflug in das Transmitterfeld.

Derweil muss Ki-Myo eine Aufgabe übernehmen, von der er sich überfordert fühlt: ARCHETIM bestimmt ihn wegen Kamukos Abwesenheit zum Oberbefehlshaber der vereinigten Flotten. Der Aeganer erhält direkten, permanenten Kontakt zu der Superintelligenz und wird in den Rang eines Generals erhoben. Inzwischen wurde der KORRIDOR DER ORDNUNG vollendet, so dass die Flotten nach Margin-Chrilox vorstoßen können. ARCHETIMS Pläne scheinen aufzugehen. Wegen eines Großangriffs auf das Chaotische Geflecht Bi-Xotoring verlegt KOLTOROC ein großes Truppenaufgebot dorthin, zu dem auch das von ARCHETIM besonders gefürchtete Element der Finsternis gehört. KOLTOROC ist nun vermutlich ausreichend abgelenkt, so dass das eigentliche Ziel angegriffen werden kann: Ein gewaltiges, in der Form einer Doppelhelix in sich verdrehtes Gebilde, das aus unzähligen Kolonnen-Forts besteht. Dies ist GLOIN TRAITOR, die "Nadel des Chaos", Zentrum der Macht KOLTOROCS in der Akkretionsscheibe von Margin-Chrilox. Zur gleichen Zeit erklingt in der Neganen Stadt das Rufsignal für den Chaotarchen XRAYN...

Kommentar:

Früher fand ich die Romane Hubert Haensels hauptsächlich deshalb klasse, weil er Personen gut charakterisieren konnte. Man konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachempfinden und sich in sie hineinversetzen. Davon spürt man seit einiger Zeit aber kaum noch etwas in HHs Romanen, auch in dieser Woche ist es nicht anders. Dabei hätte er doch die Gelegenheit gehabt, eine innerlich zerrissene Kamuko, einen überforderten Ki-Myo, einen zwischen Angst und Pflichtgefühl schwankenden Alaska Saedelaere und einen an sich selbst und seiner Aufgabe zweifelnden Rhodan schildern können. All das kommt nur andeutungsweise zum Ausdruck. Außer Technobabble, langweiliger Herumhantiererei mit hyperphysikalischen Phänomenen und dem Umherirren der JULES VERNE in der Proto-Negasphäre geschieht nicht viel. Allmählich ziehen sich die Vorbereitungen für das Zwischen-Finale dieses Zyklus ziemlich in die Länge.

Immerhin werden gerade wieder so viele neue Informationen vermittelt, dass das Interesse nicht ganz erlischt. Man weiß zwar immer noch nicht, was ARCHETIM eigentlich tun muss, um die Retroversion endgültig einzuleiten, aber vermutlich dient das große Flottenaufgebot hauptsächlich dazu, einerseits die Zentrumsregion zu erreichen (hierzu werden GESETZ-Geber benötigt) und dort GLOIN TRAITOR zu vernichten (vermutlich bestehend aus Dutzenden oder Hunderten von Kolonnen-Forts, also braucht man sehr viele Kampfschiffe). Welche Aufgabe die "Nadel des Chaos" hat, werden wir vermutlich nächste Woche erfahren. Ich könnte mir vorstellen, dass sie die Grenzwälle stabilisiert. Vielleicht muss sie vernichtet werden, damit der äußere Wall durchlässig wird, so dass Kosmische Messenger eindringen können.

Ein paar Randbemerkungen: Müsste die Anwesenheit einer Person, die die Kralle des Laboraten trägt und damit eindeutig zum Feind gehört, nicht eine Reaktion der Wächtersäulen provozieren? Angeblich reagieren die Dinger doch sehr sensibel - Rhodan hat großes Glück, dass sie die JULES VERNE noch nicht gesprengt haben. Oder die Autoren haben einfach vergessen, dass überhaupt Wächtersäulen an Bord sind. Wie ungemein praktisch übrigens, dass Rhodan gerade noch rechtzeitig ein Heimwerkerset zur Durchführung des Atrentus-Verfahrens erhalten hat, nicht?



Meine Zählung für das Haensel'sche Moment-O-Meter beträgt jetzt:

5 x "In dem Moment" in diesem Heft (das wird ja von Mal zu Mal weniger!), insgesamt 46 Treffer in sechs Heften seit PR 2415 (vgl. auch dortigen Kommentar zur Bedeutung des Moment-O-Meters).

J. Kreis, 20.07.2008


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