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Perry Rhodan Nr. 2447: Warten auf Xrayn

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Rhodans Einsatztrupp kann problemlos bis in die Nähe des Neganen Kerkers vordringen, doch dann ist erst einmal Schluss: Das 400 Meter durchmessende, an eine Burg aus Stahl erinnernde Gebilde ist von einer Wasserstoff-Methan-Atmosphäre eingehüllt, befindet sich in 10 Kilometern Abstand zu den anderen Quartieren und wird vor allem von einem für Teleporter undurchdringlichen 5D-Energieschirm geschützt. Unterwegs zum Kerker gibt es zwei Zwischenfälle. Rhodan beobachtet, wie ein Quartier vom Element der Finsternis eingehüllt wird. Wie es scheint, agiert das Element in der Neganen Stadt unkontrolliert. Außerdem erregt Rhodans Ritteraura die Aufmerksamkeit eines merkwürdigen, kugelförmigen Wesens, dessen Äußeres an ein von Schneegestöber erfülltes, 70 Meter durchmessendes Goldfischglas erinnert. Da er den Eindruck von freundlicher Neugier hat, begibt Rhodan sich mit Ekatus Atimoss zum Aufenthaltsort dieses Wesens. Die Befreiung Kamukos überlässt er Gucky, Tolot und den Laosoor. Die Gefährten müssen sich beeilen, denn Kamuko wird bereits seit ihrer Gefangennahme auf jede nur erdenkliche Weise verhört und gefoltert. Ihre Peiniger gehören zum Volk der Assomga. Diese Wesen verfügen über die Paragabe der Endogenen Qual, die sie selbst als Assomga-Biss bezeichnen. Kerkermeister Gremsa setzt diese Gabe ein, um Kamukos Widerstand zu brechen, und sie ahnt, dass sie den Qualen nicht mehr lange wird standhalten können.

Während Gucky seine Freunde durch Strukturlücken des 5D-Schirms, die für den Anflug von Gleitern geschaltet werden, in den Kerker teleportiert, nutzt Perry Rhodan einen Parapolarisator, um die Energiesphäre des Kugelwesens zu durchdringen. Tatsächlich ist dieses Wesen, der zehn Millionen Jahre alte Weltweise von Azdun, persönlich an dem Auraträger interessiert und kommuniziert auf mentalem Weg mit ihm. Der Weltweise stammt aus einer in einem fremden Universum entstandenen Negasphäre, reist mit der Neganen Stadt und hat alle tausend Jahre Kontakt mit dem Chaotarchen Xrayn. Der Weltweise teilt sein unermessliches Wissen mit Rhodan und verschafft dem Terraner neue Einsichten in kosmische Zusammenhänge. Rhodan erfährt, dass Negasphären relativ oft auf natürlichem Wege entstehen und schnell wieder vergehen. Die Chaotarchen versuchen sie zu stabilisieren, um die dort entstehenden Emanationen als Kampftruppen zu nutzen, vor allem aber, um sich dort persönlich manifestieren zu können. Wenn dies gelingt, unterliegt der betreffende Chaotarch nicht dem Transformsyndrom, das normalerweise alle Wesen von jenseits der Materiequellen erheblich schwächt, sobald sie die "Niederungen" betreten. Der Chaotarch könnte also mit all seiner Macht aktiv werden, und zwar unmittelbar gegen ein Kosmonukleotid. Rhodan begreift, dass dies der eigentliche Grund für alle Anstrengungen der Chaotarchen ist: Sie wollen die Kontrolle über den Moralischen Kode des Universums erlangen, und genau das steht auch in Hangay bevor. Der Weltweise zeigt Rhodan eine schematische Darstellung Tare-Scharms, in der zu erkennen ist, dass zehn Kosmische Messenger vergeblich versuchen, den Grenzwall zu durchdringen. Würde es nur einem davon gelingen, die Proto-Negasphäre zu erreichen, so würde diese sich auflösen.

Inzwischen ist es Limbox gelungen, Kamukos Kerkerzelle ausfindig zu machen. Nachdem die Assomga-Kerkermeister überwältigt sind, kann die Prinzipa befreit werden. Auch ihre Ausrüstung (insbesondere die Nachtlicht-Rüstung) wird geborgen. Seltsamerweise wehrt Kamuko sich gegen ihre Befreier, so dass Vizquegatomi sie paralysieren muss. Zwar entkommen die Gefährten mit Kamuko, aber sie ahnen nicht, dass ihr eine Laboratenkralle eingesetzt wurde, durch die sie bereits zumindest teilweise zu einer Dienerin TRAITORS gemacht worden ist. Perry Rhodan erhält derweil ein verlockendes Angebot vom Weltweisen. Er soll bei diesem Wesen bleiben, um zu seinem Partner zu werden und ihm neue, jugendliche Impulse zu vermitteln. Rhodan widersteht der Verlockung und befreit sich mit einem zweiten Parapolarisator. Er droht von einer tobenden Menge, die ebenfalls zu dem Weltweisen vordringen wollte, zerquetscht zu werden, doch Ekatus Atimoss greift ein und bringt ihn mit dem Tragerobot in Sicherheit. Man trifft sich erneut in der PLURAPH, doch ohne die Urenzo Sa'pha kann das Schiff nicht mehr starten. Allerdings kann es jetzt auch bedenkenlos vernichtet werden. Der Einsatztrupp nutzt stattdessen einen mitgebrachten Ferntransmitter, um zur JULES VERNE zurückzukehren - gerade noch rechtzeitig, denn KOLTOROC trifft ein. Doch der Hantelraumer kommt nicht weit. Tausende Traitanks versperren dem Schiff den Rückweg zu den GESETZ-Gebern, denn es wurde schon beim Verlassen des KORRIDORS DER ORDNUNG von einem Dunklen Ermittler geortet...

Kommentar:

Im ersten Moment klingt es zwar ein wenig unspektakulär, wenn man liest, dass die Chaotarchen eine Negasphäre im Grunde nur dazu benötigen, um sich ohne die Einschränkungen durch das Transformsyndrom im Standarduniversum bewegen zu können und besonders begabte Truppen heranzuzüchten. Aber wenn man sich einerseits die zeitlichen und räumlichen Maßstäbe vor Augen führt, in denen die Chaotarchen vermutlich denken bzw. planen, und wenn man sich andererseits überlegt, dass durch den Zugriff auf ein Kosmonukleotid praktisch alle Vorgänge, Naturgesetze, potentiellen Zukünfte usw. des Universums kontrolliert werden können, dann wird es schlüssig. Somit wird das Bild noch ein wenig klarer, d.h. bisher habe ich mich immer gefragt, was die Chaotarchen eigentlich mit einer Negasphäre anfangen wollen. Die Möglichkeit, Emanationen heranzuzüchten, erschien mir bei weitem nicht ausreichend, vor allem wegen der schieren Machtfülle, die allein TRAITOR den Chaotarchen schon bietet. Jetzt wird alles etwas logischer. Ein nicht durch das Transformsyndrom behinderter Chaotarch wäre vermutlich jeder noch so starken Superintelligenz haushoch überlegen und könnte vielleicht ein Kosmonukleotid - oder gar ein ganzes Kosmogen - im Alleingang übernehmen. Nur - das ist alles schon wieder einige Nummern zu groß. Mir geht's wie Perry Rhodan: Das alles wirkt irgendwie zu irreal, um als konkrete Bedrohung verstanden werden zu können.

In diesem Roman wird wieder einmal über den Begriff "das Chaos" sinniert. Ich glaube, die Autoren wissen selbst nicht, was "das Chaos" eigentlich sein soll. Es wird einfach immer nur mit Schwärze, Krankheit (oder noch schlimmer: "Abartigkeit", "Pervertiertheit" usw. - Begrifflichkeiten, die ich gar nicht mag), Bösartigkeit und vor allem Durcheinander gleichgesetzt. In diesem Roman heißt es gar, eine "laisser faire" - Haltung wäre gleichbedeutend mit dem Chaos. Dass ich nicht lache. So einfach kann es nicht sein, oder? Außerdem wurde ja schon in einem früheren Roman korrekterweise darauf hingewiesen, dass die Terminale Kolonne Ordnung pur ist. Was also ist "das Chaos" wirklich? Was wollen die Chaotarchen eigentlich erreichen? Wir werden es wohl nie erfahren.

Wir erfahren immerhin, dass ein einziger Kosmischer Messenger ausreichen würde, um eine Negasphäre aufzulösen. Ist das etwa die Retroversion: Das Eindringen eines Messengers? Wenn ja: Wäre es für eine Wesenheit für ARCHETIM nicht möglich, so ein Ding über den KORRIDOR DER ORDNUNG durch den Grenzwall zu bugsieren? Warum dann der ganze Aufwand mit riesigen Truppenaufgeboten, Zerstörung Chaotischer Zellen durch GESETZ-Geber und so weiter? Mal sehen, was ARCHETIM noch so alles anstellen wird, und was der wahre Grund für seinen Tod sein wird...

Lustige Randnotiz: Offenbar ist auch Uwe Anton aufgefallen, dass unsere Helden sich seit einiger Zeit ziemlich seltsam verhalten und nicht nachvollziehbare Dinge tun. So lässt er Kamuko denken, es komme ihr so vor, als ob ihr jemand ihren sinnlosen Alleingang in einem "grausamen Leitfaden" vorgeschrieben hätte. Man könnte auch Exposé dazu sagen...

J. Kreis, 12.07.2008




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Gastkommentar von Erwin I.:

Ich hoffe nur, dass jetzt nicht 50 Bände auf ein "Durchlöchern" der Grenzwälle von Hangay hingearbeitet wird. Das wäre eine zu frühe Lösung des Problems gewesen.

Andererseits: Wo sollen in Hangay die "Gesetzgeber" herkommen? Unterstützung durch die Kosmokraten ist so schnell nicht zu erwarten, und PR benötigt eine "schnelle" Lösung innerhalb von 2-3 Jahren, nicht innerhalb von Jahrhunderten.

Anregung: Ein Zyklus könnte sich auch einmal über mehrere Jahrzehnte erstrecken und nicht nur über einige Jahre. Der einzige Zyklus, der eine solche Dauer hatte, war die Lareninvasion.



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