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Perry Rhodan Nr. 2444: Vor der Finalen Schlacht

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Etwas mehr als zwei Monate sind seit Perry Rhodans Ankunft auf Tarquina vergangen. Auf der JULES VERNE wurde ein Habitat eingerichtet, in dem sich künftig vier Sphäriker aufhalten werden. Sie sollen dem Hantelraumer die Navigation in der entstehenden Negasphäre ermöglichen. Von Randa Eiss erhält Rhodan als besonderes Geschenk einen kompletten Satz von Daten und Utensilien, die benötigt werden, um das Atrentus-Verfahren durchzuführen. Damit hat Rhodan alle Mittel an der Hand, die er braucht, um Laboratenkrallen unschädlich zu machen. Im Februar 1347 NGZ nach JULES VERNE-Bordzeit wird ein Notruf Ki-Myos aufgefangen. Der Bote ARCHETIMS ist mit seiner PLURAPH auf dem Weg nach Tarquina von Traitanks angegriffen worden und wird gejagt. Die JULES VERNE begleitet ein Cypron-Geschwader, das dem Aeganer zu Hilfe eilt, und trägt durch den Einsatz des Kontracomputers dazu bei, dass die Kolonnenkräfte eine vernichtende Niederlage erleiden.

Ki-Myo verkündet, die negane Stadt sei erschienen und dies sei das Zeichen für den Beginn der Finalen Schlacht. Alle Hilfskräfte ARCHETIMS, so fordert der Aeganer, müssen sich nun vereinen und den letzten, entscheidenden Schlag gegen die Negasphäre führen. Den Nega-Cypron kommt eine besondere Bedeutung zu. Sie sollen wegen ihrer besonderen Verbundenheit mit der Negasphäre an den wichtigsten Stellen als Piloten dienen. Da Randa Eiss die Nega-Cypron aufgrund des von ihm geleisteten Tiefeneids nicht zur Teilnahme an den Kämpfen zwingen kann, spricht Ki-Myo persönlich mit Davin Abangy, dem Prior der Nega-Cypron, den er von früher her kennt. Die Nega-Cypron haben vor vielen Generationen einen Pakt mit ARCHETIM geschlossen, doch nun brechen sie ihn, da sie von Angst vor TRAITOR erfüllt sind.

Während dieser Ereignisse hat auch Perry Rhodan Gelegenheit, Ki-Myo auf der PLURAPH zu besuchen. Dieses Schiff besteht zum Teil aus einer Kolonnen-Einheit und kann sich, wenn es den Rest abkoppelt, völlig unerkannt in TRAITORS Reihen bewegen. Durch die Ph'akutu, muschelartige Wesen, die das ganze Schiff durchziehen, hat die PLURAPH nicht nur starke Selbstheilungskräfte, sondern kann selbst dem Beschuss durch einen Potenzialwerfer ohne Energieschirm widerstehen. Andere Wesen, die als Urenzo Sa'pha bezeichnet werden, sind die eigentliche Besatzung. Sie waren einst aus der Terminalen Kolonne desertiert. Beide Lebensformen leben teilweise im Hyperraum, auch ein Teil der PLURAPH befindet sich in diesem übergeordneten Kontinuum. Rhodan erfährt, dass Ki-Myo schon uralt und hinfällig ist. Sein gebrechliches Äußeres tarnt er mit einer videoplastischen Maske. Er fordert Rhodan auf, an der Finalen Schlacht teilzunehmen, aber der Terraner meint immer noch, nicht aktiv in die Geschehnisse der Vergangenheit eingreifen zu dürfen, und lehnt ab.

Die Cypron dagegen werden von Ki-Myo und Randa Eiss auf den Kampf eingeschworen. Ihnen gelingt ein großer Coup, als sie die Selbstzerstörung Tarquinas in einer Kopie der Halbraumblase vortäuschen und dabei gleichzeitig viele Traitanks vernichten. So können die Kriegsvorbereitungen ungestört vollendet werden. Am 10. April 1347 NGZ brechen fast alle vorhandenen cypronischen Kampfschiffe auf, um sich zum Sammelpunkt Maginus-Rie zu begeben. Die JULES VERNE schließt sich der Flotte an. Auch die Nega-Cypron fliegen ab, allerdings verschwinden sie grußlos mit unbekanntem Ziel Davin Abangy bleibt auf Tarquina zurück, denn sein Ende ist gekommen. Er wird zu einem Obelisken, der keinen Schatten wirft.

Kommentar:

Thurner liefert einen gut lesbaren Roman mit einer ausgewogenen Mischung aus Handlung, Beschreibungen, neuen Informationen sowie amüsanten Szenen mit Rhodan, Mondra und Gucky ab. Die Idee, einige Geschehnisse aus dem Blickwinkel der Gegenseite zu schildern, wird ebenfalls gut umgesetzt, wenn ich mich auch frage, ob die Verhältnisse an Bord der Strafeinheit nicht etwas zu übertrieben dargestellt werden. Egal: Man merkt, dass Heft Nr. 50 dieses Zyklus nicht mehr weit entfernt ist, denn die Ereignisse streben zumindest in der Handlungsebene "Operation Tempus" einem Höhepunkt entgegen.

Eigentlich, so sollte man denken, kann die Finale Schlacht gar nicht schlecht für die Truppen ARCHETIMS ausgehen. Schließlich wissen wir, dass die Retroversion gelungen ist. Was jedoch das eigentliche Ziel dieser Schlacht ist (mit rein militärischen Mitteln kann eine Negasphäre sicher nicht aufgelöst werden), und was es mit der "neganen Stadt" auf sich haben mag, ist mir noch schleierhaft. Was soll "negane" eigentlich für ein Wort sein? Vielleicht so was falsches wie "orangene" oder "rosane"? Das wäre dann aber eine Formulierung, die die Autoren schnellstens noch mal überdenken sollten…

J. Kreis, 20.06.2008


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