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Perry Rhodan Nr. 2443: ESCHERS Plan

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Als Dr. Laurence Savoire am 5. November 1346 NGZ erwacht, ist er blind. Eine Ursache dafür kann nicht gefunden werden, eine Heilung ist somit nicht möglich. Savoire leidet zwar sehr unter seinem Zustand und nimmt die Hilfe der Kosmopsychologin Fria Harrt in Anspruch, verrichtet aber weiter seine Aufgaben als Erster Kybernetiker ESCHERS. Niemand ahnt, dass die Parapositronik Schuld an seinem Zustand ist; ihre Avatare haben Savoire eine Droge verabreicht, die ihn erblinden ließ. Die Parapositronik verfolgt damit einen Plan, durch den sie die nächste Stufe ihrer Entwicklung erreichen will. Durch seine Erblindung ist Savoire "anfällig" für ein Angebot, das Pal Astuin und Merlin Myhr ihm unterbreiten. ESCHER hat einen Platz in der Hyperdim-Matrix freigehalten, Savoire soll der letzte ihrer Prozessoren werden. Um ihm dieses Angebot schmackhaft zu machen, gestattet ESCHER Savoire einen "Trip" ins Innere der Matrix. Sein Bewusstsein wird in die Parapositronik versetzt und berauscht sich an den Eindrücken, die es dort gewinnt. Damit hat ESCHER sein erstes Ziel erreicht: Die einzige Person, die die Parapositronik deaktivieren könnte, ist aus dem Weg geräumt.

Ein Treffen mit der SOL im Ackut-System ist nicht möglich, denn das System befindet sich nunmehr in der neu entstandenen Chaotischen Zelle. Die RICHARD BURTON geht außerhalb der Zelle auf Warteposition. Atlan geht das Risiko ein, einen ungerichteten Funkspruch abzusetzen. Prompt meldet sich Tekener, so dass es am 14. November zum ersten Treffen der beiden Gigantschiffe kommt. Natürlich tauchen umgehend Traitanks auf, so dass die Schiffe fliehen müssen. Ein neuer Treffpunkt wird vereinbart, am 19. November begrüßen die beiden Unsterblichen sich auf dem Planeten Khargard. Die SOL und die BURTON parken nebeneinander, aus Sicherheitsgründen müssen Energieemissionen vermieden werden, aber es zeigt sich, dass die Schiffe von einem Dunklen Ermittler verfolgt worden sind. Jetzt leitet ESCHER den nächsten Schritt ein. Er versucht die Kontrolle über SENECA zu übernehmen, legt einige Bereiche der BURTON lahm und schickt sich an, sich auf die SOL transportieren zu lassen. Atlan reagiert sofort. Er lässt alle Datenkabel kappen und befiehlt dem Haluter Domo Sokrat, notfalls alle Transportmaschinen ESCHERS zu zerstören.

Über seinen Avatar Pal Astuin verkündet ESCHER nun endlich sein wahres Vorhaben. Angeblich ist es ihm von Anfang an nur darum gegangen, nach Hangay gebracht zu werden und dort in die SOL überzuwechseln. Der Hantelraumer ist das einzige geeignete Fahrzeug, mit dem es ESCHER gelingen könnte, die Grenzwälle Hangays zu perforieren. ESCHER und der Nukleus gehen davon aus, dass Perry Rhodan demnächst versuchen wird, militärisch in Hangay aktiv zu werden. ESCHERS einziger Existenzzweck besteht angeblich darin, Rhodan den Zugang nach Hangay zu ermöglichen. Atlan, der nicht begeistert von der Vorstellung ist, nichts anderes als ein Taxifahrer für ESCHER gewesen zu sein, lässt sich von diesen Verkündungen nicht beeindrucken. Er setzt nun seinerseits ESCHER unter Druck und behauptet, er werde notfalls die Energieschirme aktivieren. ESCHER kann nicht riskieren, bei einem Angriff TRAITORS vernichtet zu werden, und gibt nach. SENECA bleibt unbeeinflusst, Savoire erhält sein Augenlicht zurück und die BURTON bleibt weiter einsatzfähig. Allerdings ist Savoires Verhältnis zur Parapositronik nun mehr als nur angeknackst, obwohl die Verlockung, in die Hyperdim-Matrix zurückzukehren, sehr groß ist. Beide Schiffe machen sich nun auf den Weg zum Stützpunkt Win-Alpha.

Kommentar:

Als ich in den ersten Absätzen des Romans las, dass Savoire nach seiner Erblindung in der Kabine an einen Stuhl stößt, dessen Beine über den Boden knarren, und dass er sich danach auf sein knarrendes Bett wirft, da überlegte ich mir, wie so eine Kabine auf einem Kampfschiff der LFT wohl eingerichtet ist. Mit frei herumstehenden Holzmöbeln von Ikea, die irgendwann aus dem Leim gehen und anfangen zu knarren? Das kann man sich irgendwie nur schwer vorstellen. Schwer vorstellbar ist für mich auch, dass die Mediker der RICHARD BURTON keine Spur der Droge finden, mit der Savoire beeinflusst worden ist. Egal.

Ich kann mich nur wiederholen: ESCHER muss vernichtet oder wenigstens komplett isoliert werden. Es reicht nicht, ihn jederzeit abschalten zu können, wenn das nur von einer einzigen Person erledigt werden kann. Es darf dem Rechner nicht möglich sein, die Steuersysteme des Schiffes direkt zu beeinflussen. Nach allen, was ESCHER sich bis jetzt erlaubt hat, verstehe ich nicht, dass Atlan noch immer nicht konsequenter gegen den Kasten vorgeht. Wenigstens lässt der Arkonide sich auch in diesem Roman nicht erweichen und macht sich nicht selbst zum Erfüllungsgehilfen "höherer Mächte" - es ist immer schön, so etwas zu lesen. Aber spätestens in dem Moment, als klar wurde, was ESCHER wieder einmal angestellt hat, hätte Atlan sofort härter vorgehen müssen. Auch ESCHERS Behauptung, im Interesse der Terraner zu handeln, ändert daran nichts, denn man kann der Parapositronik ganz einfach nicht vertrauen. ESCHER könnte auch jetzt wieder lügen. Einer Maschine, die ohne Rücksprache, Vorankündigung oder Erklärung eigenmächtig irgendwelche nicht von Menschen abgesegneten Pläne verfolgt, über deren Auswirkungen niemand etwas weiß, und die dabei nicht nur intrigiert, sondern auch das körperliche (oder auch geistige Wohl) von Menschen gefährdet, würde ich für mein Teil jedenfalls verschrotten. Zumindest würde ich schnellstens dafür sorgen, dass ihr keinerlei Beeinflussungsmöglichkeiten mehr zur Verfügung stehen.

Man kann sich übrigens auch fragen, was die ganze Geheimhaltung überhaupt sollte. Hätte ESCHER den Terranern von Anfang an reinen Wein eingeschenkt, wäre einiges wohl anders verlaufen. In Gefahr ist ESCHER doch sowieso - und die RICHARD BURTON tut ohnehin alles, um nicht von TRAITOR aufgespürt zu werden. Wird sie aufgespürt, dann ist es egal, ob ihre Besatzung über ESCHERS Pläne informiert ist oder nicht, weil die Parapositronik diese Pläne dann sowieso in den Wind schreiben kann. Das ist wieder mal so eine Konstruktion der Autoren (oder des Exposés), die rückschauend betrachtet keinen rechten Sinn ergibt.

Wird ESCHER jetzt überhaupt noch gebraucht? Jetzt könnte die RICHARD BURTON doch an die SOL gekoppelt werden, oder die Besatzung der BURTON könnte auf die SOL überwechseln. Platz genug dürfte es dort ja noch geben. Und der SOL ist es bisher ja auch ohne Parapositronik ganz gut gelungen, sich in Hangay zurechtzufinden. Zur Durchquerung der Wälle wird ESCHER wohl nicht mehr gebraucht, denn eine solche Passage ist, wenn ich das richtig verstanden habe, jetzt sowieso nicht mehr möglich.

Also: Weg mit ESCHER!

J. Kreis, 14.06.2008


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