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Perry Rhodan Nr. 2440: Armee der Schatten

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Kirmizz verlässt die SOL am 2. September 1346 NGZ, um sich zur Baustelle VULTAPHERS zu begeben. Das Schiff bleibt weiter in TRAITORS Hand. Hunderte von Kolonnen-Motivatoren behalten die Mannschaft unter Kontrolle, die nun nicht mehr durch Kirmizz' Fähigkeit der Mental-Dislokation gefügig gemacht wird. Eine Garnison aus 1500 Mor'Daer-Soldaten und 300 Ganschkaren unter der Führung der weiblichen Kalbaron Silathe kümmert sich um den Rest. Die SOL wird zur Dienstburg SIRC beordert, wo sie - soviel steht für Ronald Tekener fest - mit hoher Wahrscheinlichkeit verschrottet werden wird. Die Zukunft ihrer Besatzung sieht ebenso düster aus. Der Flug zur Dienstburg wird 22 Tage dauern. So viel Zeit bleibt Ronald Tekener, die SOL zurückzuerobern. Dass er entsprechende Vorbereitungen schon seit Monaten trifft, ahnen die Solaner nicht. Sie glauben, Tekener habe sich und die SOL aufgegeben. Der Smiler leidet unter der Verachtung, die man ihm deswegen entgegenbringt. Um seine Pläne nicht zu gefährden, darf er niemandem etwas von der Armee der Schatten verraten, die sich auf den Umsturz vorbereitet: Durch geschickt ausgelegte Spuren hat Tekener es geschafft, die Mom'Serimer einzuspannen.

Etwa 8000 der quirligen Gesellen haben insgeheim damit begonnen, sich unter Tekeners Anleitung zu einer Armee zu organisieren. Überall in der Scherbenstadt gibt es Ausbildungsstätten, Kriegsgerät wird beiseite geschafft, Mom'Serimer-Trupps kundschaften die Besatzer aus. Tekener wird von Steph La Nievand und Benjameen da Jacinta unterstützt. Ersterer kümmert sich um die Ausbildung der Mom'Serimer, letzterer nutzt seine Fähigkeit des Zeroträumens, um Geheimbotschaften zu übermitteln. So können Tekener und die Mom'Serimer sich an die Ausführung des wichtigsten Bestandteils ihrer Pläne machen: SENECA muss partitioniert werden, damit er der Kontrolle durch die vier auf der SOL installierten TRAITOR-Rechenkerne entzogen werden kann. Silathe ahnt von alldem nichts, wird unversehens aber zur Schlüsselfigur im Freiheitskampf der Solaner. Kirmizz hat einen seiner Bewusstseinssplitter auf der SOL zurückgelassen, versteckt in einer kunstvollen Holzschatulle, die Silathe dem in SIRC residierenden Progress-Wahrer als Geschenk des VULTAPHER-Piloten überreichen soll. Kirmizz hat zu Recht damit gerechnet, dass Silathe der Neugier nicht widerstehen kann. Sie öffnet das Kästchen und wird von dem Bewusstseinssplitter übernommen.

Die nunmehr von Kirmizz kontrollierte Silathe nimmt am 24. September Kontakt mit Tekener auf, einen Tag vor der Ankunft bei SIRC und dem geplanten Umsturz. Kirmizz verspricht Tekener, ihm bei der Rückeroberung der SOL zu helfen, aber dies muss in Sichtweite von SIRC geschehen. Auf diese Weise will er sich an Terkan von Voosar für die erlittenen Demütigungen rächen. Er hofft, der Progress-Wahrer würde durch diese Schmach vielleicht sogar bei KOLTOROC in Ungnade fallen. Tek willigt ein, denn mit Silathes Hilfe wäre es möglich, die zu erwartenden eigenen Verluste zu minimieren. Am Folgetag erreicht die SOL die Dienstburg. Silathe vernichtet die mobilen Rechenkerne und erteilt ihren Soldaten sinnlose Befehle. Sie werden von den wie aus dem Nichts angreifenden Mom'Serimern, die von SENECA unterstützt werden, völlig überrumpelt. Auch die Kolonnen-Motivatoren werden besiegt, was dem Mom'Serimer Trest Harkanvolter zu verdanken ist. Der junge Möchtegern-Held stößt zufällig auf einen Kolonnen-Motivator, der seine Artgenossen koordiniert, und vernichtet ihn mit einem Desintegrator. Die befreite SOL flieht mit Höchstgeschwindigkeit vor den Massen von Traitanks, die bei SIRC stationiert sind und dem Hantelraumer sofort nachsetzen. Die von Kirmizz veranlasste Aufrüstung mit Kolonnen-Technik kommt der SOL nun gut zupass. Die Freude der Solaner ist natürlich groß, aber Tekener wird von dem Gedanken gequält, irgendetwas übersehen zu haben.

Kommentar:

Wenn man in der richtigen, entspannten Stimmung ist, dann kann man LLs locker-flockigen Stil durchaus goutieren. Ich war bei der Lektüre des Romans auf dem Weg ins Wochenende, im IC war's schön ruhig, und somit hatte ich meinen Spaß mit dem Roman. Ein bisschen haarsträubend ist die Geschichte zwar schon, aber was soll's - nehmen wir es einfach mal hin, dass es Tekener innerhalb weniger Monate gelingt, die undisziplinierten und alles andere als kriegerischen Mom'Serimer mittels einer Art Schnitzeljagd zu einer schlagkräftigen Armee zusammenzuschmieden. Akzeptieren wir auch die Unterstützung durch Kirmizz, ohne die Teks Pläne sicher nicht so gut aufgegangen wären. Die Idee, unsere Helden von den internen Querelen und Intrigen des Feindes profitieren zu lassen, ist zwar etwas fadenscheinig, aber wenigstens bemüht LL sich darum, ihr diesmal etwas Logik zu verleihen.

Außerdem ist es natürlich sehr schön, die SOL wieder frei zu sehen - noch dazu ausgestattet mit Kolonnen-Technik, nach der Atlan sich wohl die Finger lecken wird. Insgesamt also nettes Lesefutter. Und für diverse amüsanten Szenen sowie die Idee, die Mom'Serimer durch einen mürrischen Solaner als "Mommsen" bezeichnen zu lassen, muss man LLs Schreibe einfach mögen.

J. Kreis, 25.05.2008


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