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Perry Rhodan Nr. 2432: Proto-Negasphäre

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Am 4. Dezember 1346 NGZ (nach JULES VERNE - Bordzeit), Perry Rhodans Verschwinden ist erst wenige Stunden her, kehrt Kamukos Flotte aus Tare-Scharm zurück. Ihr Einsatz war ein katastrophaler Fehlschlag: Die Vereinigung der Chaotischen Zellen Bernabas und Bi-Xotoring konnte nicht verhindert werden und Kamuko hat mindestens 7000 Schiffe verloren. Viele weitere sind schwer beschädigt und fliegen die Modulardocks der Bakosh'wish an. Die JULES VERNE hilft bei den Rettungsaktionen. Mondra Diamond lässt sich von Gucky in Kamukos Flaggschiff teleportieren und stellt die Prinzipa zur Rede. Kamuko behauptet, nichts von Perry Rhodans Besuch auf der TAROSHI zu wissen, aber durch Ermittlungen der Terraner stellt sich schnell heraus, dass Rhodan von einem durch Glinvaran oder Ekatus Atimoss manipulierten Schohaaken auf das Schiff gelockt und entführt worden ist. Gewebeproben des vermissten Schohaaken finden sich in den Trümmern der Space-Jet, mit der Rhodan zur TAROSHI geflogen war. Für Mondra steht fest, dass die Chaosdiener es so aussehen lassen wollten, als sei Rhodan bei der Rückkehr zur JULES VERNE ums Leben gekommen, und dass er sich jetzt innerhalb der Proto-Negasphäre befindet - falls er noch lebt, woran sie nicht zweifelt. Kamuko lässt INTAZO sicherheitshalber abriegeln. Mondras Forderung, mit der JULES VERNE nach Tare-Scharm fliegen zu dürfen, steht sie zunächst ablehnend gegenüber.

Wenig später kommen jedoch neue Einsatzbefehle von ARCHETIM. Zu Kamukos Überraschung soll sie erneut beim gerade erst entstandenen Chaotischen Geflecht aktiv werden - normalerweise wird kein Einsatzort zweimal angeflogen. Kamuko gestattet den Terranern, an diesem Einsatz teilzunehmen, allerdings müssen sie zulassen, dass auf der JULES VERNE Wächtersäulen installiert werden, die zu gegebener Zeit alle erforderlichen Flugdaten bekannt geben sollen. Diese Vorrichtungen würden außerdem das gesamte Schiff vernichten, sollten feindliche Truppen es entern. Eigentlich wären die Terraner darauf angewiesen, stets in der Nähe der Flotte Kamukos zu bleiben, um wieder ins INTAZO zurückkehren zu können. Doch Gucky entwendet der Aeganerin heimlich einen Datenkristall, der eine komplette Sternkarte der Proto-Negasphäre enthält. Gucky und Mondra glauben, dass Kamuko ihnen diesen Datenträger zuspielen wollte, um ihnen ein eigenständigeres Agieren in Tare-Scharm zu ermöglichen. Die Aeganerin fordert den Kristall auch nicht zurück.

Zusammen mit 120.000 Kampfschiffen der unterschiedlichsten Völker durchfliegt die JULES VERNE den KORRIDOR DER ORDNUNG und schickt sich an, aktiv in die Geschehnisse einzugreifen, die sie eigentlich nur beobachten sollte. Mondra ist sich dieses Umstands durchaus bewusst, aber sie kann Rhodan nicht einfach im Stich lassen. Praktisch die gesamte Besatzung des Hantelraumers teilt diese Einstellung. Im Schutz zweier GESETZ-Geber, die in ihrem unmittelbaren Umfeld die Geltung der Naturgesetze wieder herstellen, greift die Flotte das Chaotische Geflecht an. Tatsächlich scheint das Geflecht sich unter dem Einfluss der GESETZ-Geber wieder aufzulösen. Tausende Traitanks treffen ein, so dass eine für beide Seiten verlustreiche Raumschlacht entbrennt. Kamuko befiehlt den Rückzug, als die Ankunft eines Entropischen Zyklons gemeldet wird. Auch die JULES VERNE muss fliehen. Als sie sich aus dem Einflussbereich der GESETZ-Geber entfernt, hat sie mit schweren hyperphysikalischen Störungen zu kämpfen und kann erst in letzter Sekunde in den Überlichtflug gehen.

Kommentar:

Eigentlich geschieht in diesem Roman gar nicht so viel - jedenfalls erfährt man nicht sehr viel Neues. Trotzdem ist er ganz kurzweilig, was vielleicht an der guten Charakterisierung Mondras, Guckys und Kamukos liegt. Es war ja schon länger klar, dass die angebliche Beobachterrolle der JULES VERNE nichts anderes als eine Farce ist. Deshalb ist Mondras Entscheidung, aktiv einzugreifen und nach Perry zu suchen, durchaus nachvollziehbar.

Der Verwendungszweck der GESETZ-Geber wird klarer. Ich hatte mir schon gedacht, dass mehr dahinterstecken muss als das Offenhalten des KORRIDORS. Offensichtlich werden die Dinger für die Retroversion gebraucht. Allerdings bräuchte man wohl Hunderte oder eher Tausende von ihnen, um alle Chaotischen Geflechte in Tare-Scharm aufzulösen, und damit könnte der eigentliche Umwandlungsprozess wohl auch nur verzögert, aber nicht umgekehrt werden. Zur "richtigen" Retroversion reicht das vermutlich nicht aus. Was denn nun genau getan werden muss, um die Retroversion wirklich durchzuführen, bleibt weiter unklar. Das gilt auch für die "Todesursache" ARCHETIMS. Noch ist die Superintelligenz ja noch gar nicht persönlich beteiligt. Nehme ich jedenfalls an.

Meine Zählung für das Haensel'sche Moment-O-Meter beträgt jetzt:

7 x "In dem Moment" in diesem Heft, insgesamt 28 Treffer in drei Heften seit PR 2415 (vgl. auch dortigen Kommentar zur Bedeutung des Moment-O-Meters).

Haensel ist übrigens nach meinen bisherigen Beobachtungen der einzige Autor, der diese fragwürdige Formulierung benutzt.

J. Kreis, 29.03.2008


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