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Perry Rhodan Nr. 2431: Attacke der Cypron

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Perry Rhodan bittet Hobogey, ihn zu dessen Schiff JÄGER zu bringen, das der Sarti einst von Dirvan Molavi, einem Beauftragten ARCHETIMS, erhalten hat. Dort wären die beiden Gefährten besser aufgehoben als in der außer Kontrolle geratenen mutierten Wildnis Ata Thagenos, außerdem geht Rhodan davon aus, dass die hyperphysikalischen Störungen, welche im Moment noch Hyperfunk und Raumfahrt verhindern, nach der Vereinigung der Chaotischen Zellen Bernabas und Bi-Xotoring schnell abklingen werden. Unterwegs wird Rhodan fast vom Element der Finsternis verschlungen, das zurückgekehrt ist, um die Gresken mitzunehmen. Trotz mehrerer terminaler Beben und der Verfolgung durch zehn mächtige Analysten-Schutzpanzer erreichen die Gefährten schließlich das kleine Diskusschiff. Bald kann Hobogey tatsächlich den Start vorbereiten, doch da fängt er einen Kolonnen-Funkspruch auf: Glinvaran hat Unterstützung angefordert. Tatsächlich erscheinen kurz darauf neun Traitanks, denen alle von Ekatus Atimoss und dem Terminalen Herold gesammelten Informationen über das Truppenlager INTAZO übermittelt werden.

Bevor die Traitanks das Dualwesen und den Herold aufnehmen können, werden sie von zwölf plötzlich erscheinenden Schiffen angegriffen. Hobogey erkennt in den dreiteiligen Raumern, die in der Draufsicht Ahornblättern gleichen, Kampfschiffe der Cypron. Die Cypron sind die stärksten Widersacher TRAITORS in Tare-Scharm, und ihre Schiffe sind den Traitanks überlegen. Staunend sieht Rhodan mit an, wie sämtliche Traitanks vernichtet werden, wobei die Cypron nur eine einzige kleinere Einheit verlieren. ARCHETIMS Geheimnisse bleiben also gewahrt. Während die Cypron auch die Basisstation der Genprox-Analysten zerstören, nehmen Rhodan und Hobogey Kontakt mit dem Cypron-Kommandanten Randa Eiss auf. Der gibt sich zuerst zugeknöpft, wird aber viel zugänglicher, als Hobogey behauptet, Rhodan sei ein Aura-Träger. Davon überzeugt der Cypron sich persönlich. Das humanoide Wesen erkennt Rhodan den Status eines Abgesandten der Ordnungsmächte zu.

Da greifen die Analysten-Schutzpanzer an. Randa Eiss denkt an eine Verzweiflungstat der Chaosdiener, tatsächlich ist es ein Ablenkungsmanöver. Glinvaran opfert sich, um es Ekatus Atimoss zu ermöglichen, sich heimlich in die Rettungskapsel zu begeben, mit der er den Planeten erreicht hat. Dort will das Dualwesen abwarten, bis die Cypron abgezogen sind. Tatsächlich verlassen die Cypron-Raumer bald das System, aber Rhodan hat den Trick durchschaut und erwartet das Dualwesen bereits in der Kapsel. Der Terraner hätte jetzt die Gelegenheit, Ekatus Atimoss zu töten, aber er paralysiert ihn nur und bringt ihn mit der JÄGER zu SHARKUVA, dem Flaggschiff von Randa Eiss. Auch Hobogey übt sich in Gewaltverzicht. Er hat erkannt, dass mindestens zwei Roganer - einst die beherrschende Spezies von Ata Thageno - sich unter dem Einfluss des Vibra-Psi verändert haben und wie die Gresken zu Emanationen geworden sind. Obwohl ihm klar ist, dass TRAITOR diese Wesen möglicherweise in seine Dienste zwingen wird, tötet er sie nicht. Er ahnt aber auch nicht, dass er Sporen dieser Wesen an der Außenhülle seines Wurm-Robots mit sich trägt…

Kommentar:

Soll ich mich noch einmal wiederholen? Ein einziger Kommentar würde für diesen Viererblock ausreichen. Eine Handlung, die möglicherweise für einen Doppelroman gereicht hätte, wird über vier Wochen gestreckt - das Ergebnis ist zwar nicht völlig sinnlos, schließlich erfährt man ein bisschen was über die Veränderungen, die die Verwandlung einer "normalen" Galaxie in eine Negasphäre mit sich bringt, aber es ist über weite Strecken hinweg ziemlich langweilig. Auch wenn Horst Hoffmann durchaus solides Lesefutter abliefert, wie ich gern zugebe, damit diese Kritik hier nicht zu negativ klingt.

Die eher matten Versuche, das Chaos in einer Negasphäre zu beschreiben, werden auch durch die x-te Wiederholung nicht interessanter. Terminale Beben, Entropische Zyklone, Strangeness-Effekte, Pararealitäten - immer dann, wenn die Autoren versuchen, so etwas zu beschreiben, ergehen sie sich in der Zusammenstellung wirrer Szenen, die den Eindruck des Irrealen und Fremdartigen erwecken sollen. Dummerweise klingt das alles doch sehr ähnlich, und so meint man, die entsprechenden Textstellen dieses Romans auch schon -zig Mal gelesen zu haben.

Das Auftauchen der Cypron kommt überraschend - wie kann es sein, dass es noch so starke Gegner TRAITORS in Tare-Scharm gibt, wo die Kolonne diese Galaxie doch offenbar beherrscht? Oder andersrum: Wie konnte TRAITOR Tare-Scharm erobern, wenn es dort ein Volk gibt, das Traitanks abschießen kann wie Tontauben? Ich hoffe, Rhodan erhält nicht etwa von ihnen die Baupläne für eine Superwaffe, die er mit in seine Relativgegenwart nimmt, um sie dort zum Kampf gegen TRAITOR einzusetzen. Das wäre dann nämlich wieder so eine herbeigezauberte Lösung der Art, die ich gar nicht mag.

J. Kreis, 22.03.2008


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