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Perry Rhodan Nr. 2428: Hobogey der Rächer

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Ekatus Atimoss und Glinvaran gelangen an Bord der TAROSHI unbemerkt ins Innere der Negasphäre von Tare-Scharm. Das Dualwesen würde Perry Rhodan, den es gefangen genommen hat, am liebsten töten, aber der Terminale Herold ist dagegen. Rhodan soll zu einem Sklaven der Kolonne gemacht werden. Das Ziel der beiden Chaosdiener besteht darin, KOLTOROC zu erreichen und ihm alles über das Truppenlager INTAZO zu verraten. Kaum hat die TAROSHI den KORRIDOR DER ORDNUNG durchquert, da zündet Ekatus Atimoss einige Dutzend Parapolarisatoren gleichzeitig, so dass ein Psi-Sturm entsteht, der die TAROSHI lahm legt und es den Chaosdienern ermöglicht, mit einer Rettungskapsel zu entkommen. Im Inneren der Negasphäre fühlt Ekatus Atimoss sich allmählich besser. Ein Einfluss, der als Vibra-Psi bezeichnet wird und überall in Tare-Scharm wirksam ist, lindert seine Leiden. Dummerweise wurde auch die Rettungskapsel durch den Psi-Sturm beschädigt, sie muss auf dem Planeten Ata Thageno notlanden. Rhodan kann fliehen, gerät jedoch im sumpfigen Dschungel in Lebensgefahr. Ekatus Atimoss rettet ihn und bringt ihn zurück in die Kapsel.

Auf Ata Thageno sind noch weitere Kräfte am Werk: Die Genprox-Analysten, die genetischen Kartographen der Terminalen Kolonne, beobachten hier die sprunghaften Veränderungen, die sich infolge der Einwirkung des Vibra-Psi im Genpool der planetaren Biosphäre ereignen. Tatsächlich gehen nicht nur ganze Populationen durch die Mutationen zugrunde, die das Vibra-Psi hervorruft, es entstehen auch neue Lebewesen, die diesen Einfluss geradezu zum Leben brauchen. Die Genprox-Analysten überwachen diesen Prozess und suchen gezielt nach nicht näher bekannten Emanationen. Ekatus Atimoss und Glinvaran wollen die Station der Genprox-Analysten erreichen.

Doch da erscheint Hobogey, ein 4,5 Meter langes, wurmartiges Wesen, das alle Völker der Terminalen Kolonne inbrünstig hasst - vor allem aber die Genprox-Analysten, die er für den Untergang seines Volkes verantwortlich macht. Hobogey jagt und tötet diese Wesen, wo immer er sie finden kann, und ist auf diese Weise auch nach Ata Thageno gelangt. Als er das Dualwesen und den Terminalen Herold sieht, wird er von seinem Hass überwältigt und greift an. Dazu setzt er unzählige kleine Robot-Insekten ein, die er im Inneren seines Körpers beherbergt. In Rhodan erkennt er einen möglichen Verbündeten und befreit den Terraner. Da er die Chaosdiener nicht überwältigen kann, flieht er in den Dschungel, wobei er Rhodan mitnimmt.

Kommentar:

Nettes Lesefutter, das einige Informationen über die Verhältnisse innerhalb einer Negasphäre enthält. Hoffmann ergeht sich zwar ein paar Mal zu oft in Formulierungen, mit denen er die Widernatürlichkeit der Negasphäre beschreiben will und die allzu sehr in plakative Schwarz-Weiß-Malerei ausarten, trotzdem ist der Roman eigentlich ganz gut lesbar. Das Vibra-Psi, das sich offenbar zu einem Terminalen Beben aufschaukeln kann, sorgt innerhalb einer Negasphäre für eine totale Veränderung aller Lebensformen und bringt Wesen hervor, die nur in der Negasphäre existieren können. Auch hier hat Hoffmann wieder das Problem, dass er das Unbeschreibliche beschreiben soll - es gelingt ihm nicht so recht, denn die Lebewesen, die unter dem Einfluss des Vibra-Psi entstehen, wirken zwar bizarr, aber nicht so fremdartig, dass man sie gar nicht begreifen könnte. Man fragt sich deshalb, was denn nun eigentlich das Besondere einer Negasphäre sein soll, d.h. warum die Chaotarchen unbedingt wollen, dass sie entsteht. So wenig ich Hartmut Kaspers manchmal übertriebene Schreibe mag, würde ich doch sagen, dass allenfalls er so etwas in Worte fassen könnte. Vielleicht hätte man ihn besser diesen Roman schreiben lassen. Was natürlich nicht heißen soll, dass er schlecht ist.

Hobogeys Auftauchen wirkt ein bisschen an den Haaren herbeigezogen. Ohne ihn hätte Rhodan düstere Zukunftsaussichten gehabt. Diese nützlichen Zufälle ereignen sich im Perryversum auffallend oft...

Hoffmann baut sogar ein ganz klein wenig Selbstironie ein. Ich meine den Satz: "Warum () musste es ausgerechnet wieder eine Dschungelwelt sein?"

Der Hauptpersonenkasten dieses Hefts enthält schon wieder mal einen Schreibfehler. Der Terminale Herold heißt darin "Glinvalan". Schon traurig, dass das immer wieder passiert. Es erweckt den Eindruck, als sei das eigene Produkt denjenigen, die das schreiben, ziemlich egal. Vielleicht sollten manche Leute mal ihre Hausaufgaben machen.

J. Kreis, 01.03.2008


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