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Perry Rhodan Nr. 2427: Hilfe für Ambriador

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Die Friedensfahrer Polm Ombar und das Modul suchen den halutisch-terranischen Stützpunkt in Andromeda auf, während Kantiran und Cosmuel Kain sich auf den Weg nach Altera machen, nachdem ihre OREON-Kapsel einen der in Ambriador tobenden überstarken Hyperstürme überstanden hat. Die Terminale Kolonne ist schon seit geraumer Zeit in beiden Galaxien aktiv. In Andromeda wurden drei namenlose, unbewohnte Planeten in Kabinette VULTAPHERS umgewandelt (man vermutet, dort könnten sich Hinterlassenschaften der Hathor befunden haben, die für TRAITOR interessant sind), in Ambriador steht dieses Schicksal den Hauptwelten der dortigen Sternenreiche unmittelbar bevor.

Die THEREME erreicht Altera am 17. Juli 1346 NGZ. Das System wimmelt nur so vor Einheiten TRAITORS in allen Größenordnungen, es sind auch sechs Kolonnen-MASCHINEN und ein Kolonnen-Fort vor Ort, 32 Chaos-Geschwader bilden eine Streitmacht, der die noch immer unter den Nachwirkungen des Posbi-Kriegs leidenden Alteraner nicht einmal ansatzweise etwas entgegenzusetzen haben. Kantiran und Cosmuel Kain befreien Staatsmarschall Khong Wokong, der im Festwerk einsitzt und demnächst verhört werden soll, denn nur er kennt den geheimen Aufenthaltsort des Administrators Anton Ismael. Tatsächlich trifft Ismael in diesen Tagen den ebenfalls in den Untergrund abgetauchten Ersten Hetran Kat-Greer, um ihn als Verbündeten im Widerstand gegen TRAITOR zu gewinnen. Der Lare ist nicht an diesem Vorschlag interessiert, er beabsichtigt vielmehr, einen Handel mit der Terminalen Kolonne abzuschließen. Allerdings ahnt er nicht, dass seine Pläne vereitelt wurden: Der Zweite Hetran Bran-Dor hatte den Auftrag, den Dualen Kapitän Romukan durch die Hyptons der An'Gal'Dharan-Kolonie auf Caligo beeinflussen zu lassen, doch Romukan hatte sich als immun gegen die mentale Beeinflussung erwiesen und die Hyptons zerstrahlt.

Am 19. Juli überbringt Kantiran dem Administrator eine Grußbotschaft Reginald Bulls und macht ihm das ganze Ausmaß der Bedrohung durch TRAITOR klar. Er händigt dem Alteraner die Strukturbrenner-Torpedos aus, stellt aber klar, dass diese Torpedos von alteranischen Schiffen aus abgefeuert werden müssen - die Friedensfahrer dürfen nicht erkennbar in Aktion treten. Auch die Posbis sind keine Hilfe, denn die Achtzigsonnenwelt wird von unzähligen Traitanks abgeriegelt. Mit den wenigen, kaum schlagkräftigen Schiffen, die den Alteranern zur Verfügung stehen, fliegt Ismael zurück nach Altera, doch der Einsatz der Torpedos droht fehlzuschlagen. Da erscheint TRAGTDORON und verschafft Ismael genug Zeit, um diese Waffen doch noch ins Ziel zu bringen, so dass Altera nicht mehr kabinettisiert werden kann. In sicherer Entfernung vom Alter-System kommt es zum Kontakt mit Nano Aluminiumgärtner und Vhatom Q'Arabindon. Die Friedensfahrer und die Alteraner erfahren, dass THERMIOC sich zwar für die früher geleistete Hilfe erkenntlich zeigen wollte, künftig aber nicht mehr eingreifen will. Der fehlgeschlagene Versuch, TRAITOR mit BARDIOCS NULL zu schädigen, war der Superintelligenz eine Lehre. Außerdem wird TRAGDTDORON anderswo benötigt.

Derweil haben Polm Ombar und das Modul auf Rakusa Kontakt mit einer Widerstandsorganisation der Völker Andromedas aufgenommen. Sie erfahren, dass der Duale Kapitän Romukan weiß, wo VULTAPHER entstehen soll. Romukan bereist die Galaxien der Lokalen Gruppe als Kontrolleur der Aktivitäten der Kolonnen-Geometer. Um an seine Information heranzukommen, wollen die Friedensfahrer Romukan entführen. Bis es soweit ist, muss jedoch die Kabinettisierung zweier Planeten verhindert werden. Die Einsätze der Strukturbrenner-Torpedos am 17. August bei Tefrod und am 5. September bei Kepekin II sind erfolgreich. Dann wird Polm Ombar am 10. Oktober auf Thetus persönlich aktiv, um Romukan, ein aus einem Bestien-Abkömmling und einem Ganschkaren zusammengestoppeltes Dualwesen, gefangen zu nehmen. Er betäubt das Wesen und bringt es in die MODUL. Dennoch ist diese Aktion ein Fehlschlag, denn Romukan wird von seiner Laboratenkralle getötet, bevor er mehr sagen kann als die geheimnisvollen Worte "Hundert Malů"

Kommentar:

Uwe Anton hat ein Problem: Er muss all jenen Lesern, die weder die Posbi-Krieg-Taschenbücher noch frühere Zyklen der Perry Rhodan - Serie kennen, wenigstens ein bisschen was von den Hintergrundinfos vermitteln, die sie benötigen, um überhaupt begreifen zu können, um was es in diesem Roman geht. Er darf sich aber nicht allzu erschöpfend darüber verbreiten, um Altleser nicht zu langweilen. Ich muss sagen: Obwohl Teile dieses Romans aus nichts anderem bestehen als aus Rekapitulationen und Zusammenstellungen von Daten, gelingt ihm das ganz gut. Der "Kosmische Ereignisforscher" Beck wird wieder einmal bemüht. Seine Erläuterungen zu Andromeda und Ambriador werden den Kapiteln vorangestellt. Wer schon Bescheid weiß, kann diese Passagen ja überlesen. Leider wendet Uwe Anton auch einen sehr billigen, uralten Trick an, um den Cliffhanger vom letzten Roman aufzulösen: Die massiven Zerstörungen, die Kantiran in der THEREME gesehen haben will, stellen sich als Einbildung heraus. Na ja.

Der Posbi-Krieg-Zyklus hat mir recht gut gefallen und die Alteraner sind mir sympathisch. Das ist ein entscheidender Pluspunkt für diesen Roman, denn ich finde es einfach nett, wieder etwas von ihnen zu lesen. Trotz der Kürze der entsprechenden Textstellen kauft man Anton Ismael das Entsetzen ab, das er angesichts der für ihn neuen Informationen über TRAITOR empfindet, gleiches gilt für seine verzweifelte Hoffnung. Die könnte sich allerdings als trügerisch herausstellen, wie er ja auch selbst zugeben muss. Denn wie wollen die Alteraner es mit ihren paar Schiffchen denn schaffen, immer rechtzeitig mit genügend Strukturbrenner-Torpedos vor Ort zu sein, wenn einer ihrer Planeten kabinettisiert werden soll? Ganz abgesehen von Welten des Trovent, der Posbis oder der vielen anderen in Ambriador gestrandeten Völker, die noch weiter entfernt sind? Mal sehen, was Kantiran noch in Ambriador machen wird. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass er unter diesen Gesichtspunkten seine in meinen Augen ohnehin sinnlose Zurückhaltung beibehalten wird. TRAGDTORONS erneutes Erscheinen sorgt diesmal zwar für die dringend nötige Rettung in letzter Sekunde, aber ein weiteres Eingreifen von dieser Seite dürfen wir nicht mehr erwarten. Auch diesmal lässt sich ein unangenehmer Deus-ex-Machina-Effekt nicht leugnen.

Wo genau könnten wohl die speziellen hyperphysikalischen Voraussetzungen gegeben sein, nach denen die Kolonnen-Geometer suchen und die den betreffenden Raumsektor zu einem geeigneten Bauplatz für VULTAPHER machen? Ich nehme mal an, dass das Solsystem gemeint ist.

J. Kreis, 23.02.2008


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