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Perry Rhodan Nr. 2426: Aufbruch der Friedensfahrer

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Am 2. Juli 1346 NGZ erhält Reginald Bull Besuch von Kantiran, der ein Angebot überbringt. Die Friedensfahrer sind jetzt bereit, aktiv in den Kampf gegen die Negasphäre einzugreifen. Sie wollen vor allem in den anderen Galaxien der lokalen Gruppe aktiv werden, Kontakt mit den dortigen Widerständlern (falls es sie gibt) aufnehmen und ihnen Carapol-Strukturbrenner-Torpedos bringen. Denn was wäre gewonnen, wenn die Verwandlung der Milchstraßen-Planeten in Kabinette VULTAPHERS verhindert werden kann, der gleiche Prozess jedoch in Andromeda, Pinwheel und anderen Galaxien ungehindert fortschreitet? Bully überwindet die Vorbehalte, die er gegen Kantiran hat (insbesondere in Hinblick auf Mike Rhodans ungewisses Schicksal) und stellt den Friedensfahrern 500 Torpedos sowie zahlreiche Kantor-Sextanten zur Verfügung.

Kantiran und Cosmuel Kain fliegen mit der THEREME Richtung Ambriador. Unterwegs spricht die Halb-Cyno ihren Freund auf den Oktober 1345 NGZ an. Kurz nach Cosmuels Aufnahme in die Reihen der Friedensfahrer haben die beiden Liebenden damals nach der geheimnisvollen Gründermutter gesucht. Offenbar wurden Kantirans Erinnerungen an dieses Ereignis von eben jener Gründermutter blockiert, denn er erinnert sich erst dann an die Zeit nach dem 18. Oktober, als Cosmuel den Namen "Injata N'tuvage" ausspricht. Von diesem alten Friedensfahrer ist Kantiran seinerzeit überhaupt erst auf den Gedanken gebracht worden, nach der Gründermutter zu forschen, und zwar auf dem Kapellenmond Ospera, der für Friedensfahrer eigentlich tabu ist.

Cosmuel hatte Kantiran und Injata damals nach Ospera begleitet, obwohl sie von dieser Aktion alles andere als begeistert war. Sie hatten herausgefunden, dass tatsächlich jemand auf Ospera lebt, aber dieses vermutlich humanoide Wesen hatte sich nicht gezeigt. Letztlich hatte sich herausgestellt, dass Injata Kantiran möglicherweise nur dazu bringen wollte, sich heimlich nach Ospera zu begeben, um auf diese Weise dort ebenfalls hin gelangen und auf dem Kapellenmond sterben zu können.

Am 14. Juli 1346 NGZ erreicht die THEREME die Galaxie Ambriador, wo gestrandete terranische Raumfahrer in den letzten zweitausend Jahren das Imperium Altera errichtet haben. Die Friedensfahrer wollen den Alteranern beistehen, geraten jedoch selbst in Gefahr, als die OREON-Kapsel in einen Hypersturm gerät. Währenddessen sichten Auludbirst und Cür ye Gatta in Pinwheel, wo zwischen Kartanin und Maakar nach der Hyperimpedanz-Erhöhung der 5. Giftatmerkrieg tobt, ein seltsames Objekt, das die Kabinettisierung des von einem intelligenten Volk bewohnten Planeten Hyrion verhindert. Das Objekt emittiert unglaubliche Hyperenergien, so dass die Dunklen Marker ihre Tätigkeit nicht vollenden können. Die beiden Friedensfahrer haben keine Ahnung, was das für ein Gebilde sein könnte, aber es kommt Cür ye Gatta irgendwie bekannt vorů

Kommentar:

Die Friedensfahrerin muss nicht länger in den Archiven kramen, denn wer das sechste Posbi-Krieg-Taschenbuch gelesen hat, der weiß, was für ein Gebilde das war: Es ist TRAGTDORON, jenes Instrument der Kosmokraten, das die Funktionen eines Schwarms und eines Sporenschiffs in sich vereinigt, aber nur einen Wirkungsradius von 10 Lichtjahren hat. TRAGTDORON war einst in Ambriador gestrandet und hatte diese Galaxie zu einem hyperdimensionalen Attraktor für Materie gemacht, die in anderen Galaxien von Tryortan-Schlünden aufgesaugt worden ist. So sind unter anderem auch Terraner, Laren und Posbis nach Ambriador gelangt und haben dort Sternenreiche gegründet. Aus den Terranern sind auf diese Weise die Alteraner geworden. Auch Kelosker haben bis 1343 NGZ in Ambriador gelebt. Ihr Ziel war es, TRAGTDORON zu erreichen. Perry Rhodan hatte ihnen dabei geholfen (und nebenbei den Posbikrieg beendet), daraufhin waren die Kelosker aufgebrochen, um TRAGTDORON zu THERMIOC zu bringen.

Ich hatte mir damals schon überlegt, dass TRAGTDORON eine unglaublich wertvolle Waffe im Kampf gegen TRAITOR wäre. In der damaligen Handlungszeit (1343 NGZ) hatte Rhodan natürlich noch keine Ahnung von der Existenz der Terminalen Kolonne, und so hatte er nichts dagegen, dass die Kelosker eigene Wege gingen. Anscheinend haben die Kelosker jetzt, nach TRAITORS Angriff auf die lokale Gruppe, ähnliche Überlegungen angestellt und greifen ein. Warum sie das ausgerechnet in Pinwheel machen, ist mir nicht klar. Als kleines Dankeschön für Rhodans Hilfe hätten sie TRAGTDORON doch auch in die Milchstraße steuern können? Egal, man darf hoffen, dass bald mehr davon zu lesen sein wird. Darauf freue ich mich schon!

Außerdem freue ich mich schon darauf, demnächst wieder was von den Alteranern lesen zu können. Da ich außerdem Romane mag, in denen Cosmuel Kain und Kantiran vorkommen, konnte ich auch dieses Heft goutieren. Wären die beiden nicht mit von der Partie gewesen und wären weder TRAGDTDORON noch Ambriador erwähnt worden, dann hätte ich das Heft unerträglich gefunden. Das geht schon mit Reginald Bulls geradezu kindischem Benehmen los und wird mit dummen Absolutismen wie "völlige Lebensfeindlichkeit der Terminalen Kolonne" fortgesetzt. Letzteres ist totaler Unsinn. Wieder mal wird "Der Feind" als das Böse schlechthin dargestellt. Inzwischen sollten doch alle begriffen haben, dass die Kolonne alles andere als chaotisch, sondern wohlgeordnet ist, dass sie geradezu vor Leben brodelt und dass die Kolonnen-Völker in der Regel einfach nur ihre Arbeit tun, und vermutlich sogar davon überzeugt sind, dass diese Arbeit richtig und wichtig ist.

Mit der Gründermutter-Episode ist dann allerdings der Tiefpunkt erreicht. Welchen Sinn soll diese durch einen fadenscheinigen Kunstgriff nachträglich in die Serie hineingemogelte Handlung haben? Warum wird uns diese langweilige Geschichte zugemutet, die kein Ergebnis erbringt, außer dem, dass der Roman dadurch 30 Seiten dicker wird und dass man die Existenz der Gründermutter als gegeben annehmen kann? Warum mussten Kantiran die Erinnerungen an dieses Ereignis genommen werden, wenn er doch praktisch überhaupt nichts in Erfahrung gebracht hat? Solche billigen Tricks finde ich richtig ärgerlich, erst recht dann, wenn dadurch wieder einmal nur die Handlung in die Länge gezogen wird.

J. Kreis, 17.02.2008


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