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Perry Rhodan Nr. 2423: Berserker in Not

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Auf Anweisung Kamukos fliegt die JULES VERNE zu einem Modulardock der Bakosh'wish, einer großen Raumstation, die um eine der Sonnen INTAZOS kreist. Da kehrt ein angeschlagener Flottenverband durch die PFORTE aus Tare-Scharm zurück. Die Schiffe sind in einen Entropischen Zyklon geraten und haben schwere Verluste erlitten. Eines der Schiffe, es ist eine Einheit der To s'amosa, nimmt direkten Kurs auf das Modulardock und droht vernichtet zu werden. Kurz entschlossen startet Perry Rhodan eine Rettungsaktion, obwohl das einen Verstoß gegen Kamukos Anweisungen darstellt. Die Galaktiker evakuieren die meisten To s'amosa, obwohl diese sich unerklärlicherweise nach Kräften gegen ihre Rettung wehren. Die Rettungsaktion ist ohnehin nicht einfach, denn die To s'amosa sind amphibische Lebewesen, die mehr als zwei Meter großen Seepferdchen gleichen. Viele Bereiche ihres Schiffes sind deshalb mit Wasser geflutet.

Die Prinzipa ist nicht erfreut über diese Aktion und ordnet eine erneute Überprüfung der JULES VERNE an; immerhin könnten durch das To s'amosa-Schiff (das kurz nach der Evakuierungsaktion explodiert) feindliche Agenten eingeschleppt worden sein. Außerdem wird die Bewegungsfreiheit des Hantelraumers weiter eingeschränkt, so dass ihr Missionsziel, die Retroversion zu beobachten, gefährdet ist. Nachdem die Chefs des Modulardocks der JULES VERNE einen Besuch abgestattet haben, bedanken die To s'amosa sich für ihre Rettung und liefern eine Erklärung für ihren Amoklauf. Von diesem einst von ELEDAIN bevorzugten Volk sind nur noch einige Hunderttausend übrig. Sie sind ein absolut friedliches Volk. Um sich trotz ihrer Friedfertigkeit für die Vernichtung ihrer Heimatwelt an TRAITOR rächen zu können, haben sie sich selbst Reizimpuls-Emitter in die Gehirne eingepflanzt, durch die sie zu berserkerhaften Kämpfern werden. Dummerweise sind diese Geräte unter dem Einfluss des Entropischen Zyklons vorübergehend außer Kontrolle geraten.

Rhodan und einige Begleiter sehen sich im Modulardock um. Sie erfahren, dass ARCHETIMS Ziel darin besteht, so viele Proto-Chaotische Zellen zu zerstören wie möglich, bevor diese sich zu Chaotischen Zellen weiterentwickeln und zu Geflechten verbinden können. Rhodan erhält eine Botschaft, mit der er in einen Hinterhalt gelockt wird: Durchdrehende To s'amosa greifen ihn an. Der Terraner und seine Begleiter, die von einigen Bakosh'wish unterstützt werden, sind gezwungen, die Angreifer zu töten. Rhodan glaubt, eine fremde Präsenz zu spüren. Tatsächlich muss jemand die Kämpfe beobachtet haben. Für den Terraner steht fest, dass der Unbekannte die Reizimpuls-Emitter der To s'amosa manipuliert hat, und dass der Angriff ihm persönlich galt. Die Frage ist, wer der Unbekannte sein könnte, denn die Lanterns sind davon überzeugt, kein negatives Wesen nach INTAZO vorgelassen zu haben. Die Galaktiker gehen davon aus, dass der Fremde über Mittel verfügen muss, die mindestens den Entwicklungsstand kosmokratischer (oder chaotarchischer) Technologie haben.

Kommentar:

Ich hoffe, dem Autor ist wenigstens selbst klar, dass dieser Roman keinen Höhepunkt seines Schaffens darstellt. Es war kein Vergnügen, mich durch dieses langweilige Heft voller endloser Beschreibungen uninteressanter Details, Wiederholungen uralter Fakten und Grübeleien der Protagonisten über Dinge, die dem Leser längst bekannt sind, hindurchzuquälen. Die Lektüre war nur deshalb keine komplette Zeitverschwendung, weil man zwei winzige Informationshäppchen erhält: Einmal die genauen Ziele ARCHETIMS in Tare-Scharm (wobei ich mich allerdings frage, wie man es denn wohl anstellt, eine Proto-Chaotische Zelle zu vernichten) und außerdem die Namen anderer an dieser Aufgabe beteiligter Superintelligenzen.

Gut, auch das Bild, das man sich vom umfangreichen, langwierigen und mit großen Verlusten verbundenen Feldzug ARCHETIMS gegen die Negasphäre machen kann, wird etwas abgerundet. Rhodan hat ganz Recht: Wenn die Retroversion der Negasphäre praktisch gleichbedeutend mit der Vernichtung der betreffenden Galaxie ist, dann muss er sich für Hangay etwas anderes ausdenken. Wenn dem aber so ist, dann könnte er auch gleich in die Gegenwart zurückkehren...

Mehr fällt mir zu diesem Roman schlicht und ergreifend nicht ein.

J. Kreis, 26.01.2008


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