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Perry Rhodan Nr. 2422: Das verlöschende Volk

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Die JULES VERNE durchfliegt den Hyperkorridor und erreicht INTAZO, einen schlauchförmigen Hyperkokon von 2,5 Lichtjahren Länge, der von ARCHETIM als Truppenlager und Sprungbrett in die Proto-Negasphäre genutzt wird. Zahlreiche schwer bewaffnete Raumforts sichern den Bereich, mehrere Sonnen wurden hier künstlich positioniert, um den Hyperkokon zu stabilisieren. INTAZO ist jedoch mehr als nur ein Sammelplatz für ARCHETIMS Streitkräfte - bis vor 1600 Jahren war der von einem energetischen Chaos sowie unzähligen psi-materiellen Partikeln erfüllte Hyperkokon Sitz der Superintelligenz ELEDAIN. Die Sekundim hatten ihn erschaffen, und er hält auch jetzt noch eine Stelle im ansonsten vollständig geschlossenen Grenzwall von Tare-Scharm offen. Die JULES VERNE wird zum Stoppen aufgefordert. So genannte "Gewissenswächter" erscheinen, die Perry Rhodan und zahlreiche andere Besatzungsmitglieder einer mentalen Prüfung unterziehen. Diese fällt positiv aus, der Weiterflug wird dem Hantelraumer aber erst gestattet, als Kamuko auf Rhodans Wunsch hin erscheint und für die Galaktiker bürgt. Die JULES VERNE muss sich allerdings ihrem Befehl unterstellen und darf nicht eigenmächtig aktiv werden.

Die Gewissenswächter sind intelligente Energiewesen vom Volk der Lanterns. Sie interessieren sich besonders für Alaska Saedelaere bzw. für dessen Cappin-Fragment, zu dem sie eine gewisse Verwandtschaft empfinden. Die Lanterns sind nichts anderes als Matrizen zur Erschaffung von Aktionskörpern ELEDAINS. Die Superintelligenz hatte ihnen kurz vor ihrem Tod etwas von ihrer Substanz verliehen. Sie ernähren sich von der Psi-Materie des Hyperkokons, die als intazischer Staub bezeichnet wird, und sind außerhalb des Kokons nicht lebensfähig. Allerdings ist der intazische Staub fast aufgebraucht, so dass die Lanterns zu verlöschen drohen. Außerdem befürchten sie, in die Bedeutungslosigkeit zu versinken, sobald die Retroversion der Negasphäre abgeschlossen sein wird, denn danach würde niemand mehr INTAZO und dessen Wächter brauchen. Die Lanterns hoffen, mit Lebewesen verschmelzen zu können, und wollen mit Alaska Saedelaere einen Versuch wagen. Dazu kommt es zunächst noch nicht, denn die Lanterns müssen sich erst um den Mord an einem der in INTAZO tätigen Thermodyn-Ingenieure kümmern.

Saedelaere wird zu einem GESETZ-Geber gebracht - vier dieser gewaltigen Schiffe halten die PFORTE zum KORRIDOR DER ORDNUNG offen, über den Tare-Scharm erreicht werden kann. Saedelaere ist nicht begeistert von seiner Entführung, denn er meint, den in seiner Kabine untergebrachten Vektor-Helm bewachen zu müssen, der ja jetzt quasi doppelt existiert. Adagi Yaron, ein Lanterns, erzählt dem Maskenträger die Geschichte seines Volkes im Austausch für Alaskas Lebensgeschichte. Danach versucht Adagi Yaron, sich mit Alaska bzw. dessen Cappin-Fragment zu verbinden, doch das gelingt ihm nicht. Alaska spricht den Lanterns Mut zu, verrät ihnen aber nicht, dass die Retroversion tatsächlich gelingen, jedoch ARCHETIMS Tod verursachen wird. Die Lanterns betrachten ihn nun als ihren Freund und bringen ihn zur JULES VERNE zurück.

Kommentar:

Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich diesen Roman schon einmal oder mehrmals gelesen. Da gibt es die Parallelen zwischen den Lanterns und der Heißen Legion, aber auch die Geschichte ELEDAINS usw. - all das folgt den gleichen Schemata, die schon x-mal verwendet worden sind. Außerdem enthält der Roman eine erneute Rekapitulation der Geschehnisse von vor ca. 1600 Jahren. Das hatten wir doch erst im letzten Roman. Die Lanterns sind wieder einmal eines jener Völker, die in einem Roman eingeführt werden, dann aber nie wieder eine Rolle spielen, welche über eine kurze Randnotiz hinausgeht. Bestenfalls werden sie vielleicht mal wieder vorkommen, wenn es darum geht, sie zu retten oder ihr endgültiges Verlöschen zu schildern. Da man das jetzt schon erahnen kann, lässt einen ihr Schicksal völlig kalt. Am Schluss gibt Alaska ein paar dürftige Durchhalteparolen von sich, und schon sind sie wieder froh. Na ja.

Dass die GESETZ-Geber für den Einflug in die Negasphäre gebraucht werden, war ja schon länger klar, das ist jetzt keine Überraschung mehr. Warum nimmt man eigentlich vier davon? Das scheint mir ein übertriebener Aufwand zu sein, drei hätten doch zur Offenhaltung einer dreieckigen Einflugschneise gereicht. Wer wohl den Thermodyn-Ingenieur ermordet hat? Ob doch Agenten TRAITORS nach INTAZO gelangt sind?

Immerhin enthält der Roman auch ein paar nette Szenen mit Rhodan und Mondra, sowie den Hinweis darauf, dass eine bestimmte terranische Spezialität auch nach den Dolan-Angriffen, der globalen Verdummung, der Aphilie, der völligen Entvölkerung der Erde und den dunklen Jahrhunderten der Monos-Herrschaft / des Simusense nicht in Vergessenheit geraten ist: Perry und Mondra gehen auf der JULES VERNE eine Pizza essen. Na dann: Mahlzeit!

J. Kreis, 19.01.2008


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