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Perry Rhodan Nr. 2421: Eledains Kinder

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

20.059.813 Jahre vor Christi Geburt (1346 NGZ JULES-VERNE-Bordzeit): Bis vor ca. 1600 Jahren gehörten die Galaxien Tare-Scharm und Tare-Minor - letztere wurde von ihren Bewohnern N'tantha Tare-Scharm genannt - sowie der zwischen ihnen liegende Kugelsternhaufen Aquon-Gorissa zur Mächtigkeitsballung der positiven Superintelligenz ELEDAIN. Die Superintelligenz hatte nicht nur für Ordnung und Frieden in ihren Galaxien gesorgt, sondern auch Ableger ihrer selbst "geboren": Die Sekundim. Diese nur teilweise materiellen Energiewesen gleichen Fresszellen (Amöben), werden aber rund 140 Kilometer groß. Eines Tages "starb" ELEDAIN und TRAITOR erschien, um Tare-Scharm zu einer Negasphäre zu machen. Möglicherweise war die Terminale Kolonne auch schuld am Tod der Superintelligenz. Ungefähr zur gleichen Zeit rückte ARCHETIM beide Galaxien in den Fokus seiner Aufmerksamkeit und verwandelte Tare-Minor in ein gigantisches Aufmarschgebiet seiner Truppen. 500 Jahre lang verhielten die Sekundim sich passiv oder gingen, wie ELEDAINS letzter Auftrag es vorsah, allein gegen die Traitanks der Kolonne vor. Dann jedoch kam es zu einem Großangriff auf Tare-Minor, der nur zurückgeschlagen werden konnte, als ARCHETIMS Truppen und die Sekundim sich miteinander verbündeten. Seitdem sind die Sekundim vom Hass auf TRAITOR erfüllt und vernichten die Traitanks, wo immer sie ihnen begegnen. Nur die Kolonnen-MASCHINEN können ihnen gefährlich werden, denn diese gewaltigen Objekte verfügen über eine Waffe, die Dutzende Sekundim innerhalb weniger Sekunden restlos vernichten kann. Da keine neuen Sekundim mehr "geboren" werden können (sie selbst sind nicht fortpflanzungsfähig), schrumpft ihre Population mit der Zeit auf ca. 40.000 Individuen, woran nicht nur die Kolonnen-MASCHINEN schuld sind. Viele Sekundim "verwehen" auch aus eigenem Entschluss, weil sie ihre Existenz für sinnlos halten. Pheriandurus und Tauzedaphelgas sind zwei Sekundim, die zusammen gehören. Diese Wesen sind quasi "zweigeschlechtlich" und treten immer in Paaren auf. Ein Partner nimmt Energie auf, der andere Materie - nur so können sie sich ernähren.

Die JULES VERNE nähert sich Aquon-Gorissa. Es wird festgestellt, dass der Grenzwall, der Tare-Scharm umschließt, mitten durch den Kugelsternhaufen verläuft. Aquon-Gorissa ist ein Hypersturmriff; hier tobt ein überstarker, permanenter Hyperorkan, der einen Einflug unmöglich macht. Die Galaktiker vermuten, dass der Grenzwall im Bereich von Aquon-Gorissa durchlässig ist, so dass die chaotischen Verhältnisse, die in der entstehenden Negasphäre herrschen, dorthin "überschwappen". Am 3. November beobachten die Galaktiker, wie vier der bereits bekannten Riesenamöben mehrere Traitanks zerquetschen. Zwei von ihnen werden vernichtet, als eine Kolonnen-MASCHINE auftaucht. Bevor sie verschwindet, nimmt eine der Amöben die JULES VERNE in sich auf. Der Paros-Schattenschirm ist kein Hindernis für sie. Perry Rhodan spürt sofort eine innige Verbundenheit mit dem gewaltigen Wesen - es ist Pherian, der die Galaktiker einer Prüfung unterzieht und das Schiff mit einem Imprint versieht, um es jederzeit wieder finden zu können. Pherian erkennt, dass die Galaktiker nicht zu TRAITOR gehören, sondern ARCHETIM helfen wollen. Er gibt ihnen den Hinweis, dass sie nach Eledain-Cishon suchen sollen.

Pherian und Tauzeda fliehen, werden aber von der Kolonnen-MASCHINE verfolgt. Die beiden Sekundim werden schnell schwächer, dürfen es aber nicht wagen, nach Eledain-Cishon zurückzukehren, wo sie sich schnell erholen könnten. Dort nämlich suchen alle noch lebenden Sekundim Zuflucht, und die MASCHINE darf diesen Ort deshalb niemals finden. Als Pherian und Tauzeda völlig entkräftet sind - Tauzeda droht bereits zu verlöschen - kapseln sie sich ein: Sie verwandeln sich in Singularitäten. Doch immer noch werden sie von der MASCHINE belauert, sie dienen ihr als Köder für andere Sekundim. 50 dieser Wesen, die den beiden helfen wollen, fallen der MASCHINE zum Opfer. Hilfe naht in Gestalt der JULES VERNE. Die Sekundim werden an Bord genommen und in Sicherheit gebracht. Der Hantelraumer kann der MASCHINE im Schutz des ATG-Feldes entkommen. Erneut prüft Pherian Rhodans Gesinnung und beurteilt ihn als positives Wesen. Nachdem die Sekundim sich gestärkt haben, ist Pherian deshalb bereit, die JULES VERNE nach Eledain-Cishon zu bringen, dem "Geburtskanal", dem die Sekundim entstammen. Das Schiff kann diesen Kanal durchqueren und auf diese Weise dem Treck des GESETZES nach INTAZO folgen.

Kommentar:

Immer dann, wenn es um solch seltsame Wesen wie diesmal die Sekundim geht, versagen die meisten Perry Rhodan - Autoren bei dem Versuch, etwas absolut fremdartiges zu beschreiben. Gut, diese Wesen sind 140 km große Energie-Amöben. Sie denken und fühlen jedoch wie Menschen und sind deshalb nur vorübergehend interessant. Es kommt mir immer ziemlich sinnlos vor, wenn die exotischen Erscheinungsformen und Eigenschaften fremder Wesen lang und breit geschildert werden, dann aber nicht weiter von Bedeutung sind bzw. in der Folge ignoriert werden oder nicht dazu führen, dass diese Wesen wirklich fremd wirken. Man soll Anteil an Pherians Angst um Tauzeda nehmen, aber irgendwie ist die ganze schwammige Geschichte nicht geeignet, den Leser mitzureißen. Die paar Hintergrundinformationen über ELEDAIN und die Zeit von vor ca. 1600 Jahren sind zwar ganz nett, aber auch nicht weiter bedeutsam. Wieder einmal wird eine Superintelligenz als Personifizierung der Güte usw. beschrieben - das ist ein genauso ausgelutschtes und nicht weniger dummes Klischee wie die Beschreibung der "Feinde" unserer Helden als ebenso abgrundtief böse wie hässlich und stinkend.

Ein paar Sachen verstehe ich nicht. Warum sind alle so überrascht von der Erkenntnis, dass ARCHETIMS Truppen in die entstehende Negasphäre eindringen? Dachten Rhodan und seine Freunde, man könne die Retroversion von außerhalb einleiten? Warum bietet der Paros-Schattenschirm keinen Schutz vor den Sekundim? Angeblich kann nichts einem Objekt gefährlich werden, das vom Schattenschirm geschützt wird, es sei denn, es handele sich um eine hyperphysikalisch wirksame Waffe. Nun - wie zerquetschen die Sekundim ihre "Opfer"? Rein mechanisch, wie es bisher hieß? Oder doch eher wie eine Intervallkanone? Dann hat mich auch noch Tolots bis auf mehrere Nachkommastellen genaue Wahrscheinlichkeitsberechnung für ein bestimmtes Ereignis gestört. Sorry, aber so genau kann man etwas derartiges wohl kaum berechnen, auch nicht mit einem Planhirn...

J. Kreis, 13.01.2008


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