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Perry Rhodan Nr. 2420: Ketschuas Mondflug

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Der junge Laosoor Ketschua will sich und seinen Freunden in der Akademie der Diebe beweisen, dass er etwas anstellen kann, das mindestens ebenso cool ist wie der erste Mondflug des Terraners Perry Rhodan, der auf der LAOMARK zu Gast ist. Ketschuas "Mondflug" besteht darin, dass er sich in die JULES VERNE schleicht. Dummerweise gerät er dort in eines der letzten Strangeness-Felder, verliert das Bewusstsein und bleibt somit als blinder Passagier an Bord, als der Hantelraumer Richtung Tare-Scharm aufbricht. Er wird erst drei Tage nach dem Start entdeckt, für eine Umkehr ist es zu spät. Er muss den Flug also mitmachen. Er wird von Gucky und Mondra Diamond betreut, die ihn weiter unterrichten und dafür sorgen, dass er mit seinen Alleingängen, bei denen er immer wieder irgendwelche Kleinigkeiten mitgehen lässt, nicht allzu sehr über die Stränge schlägt.

Am 15. Oktober 1346 NGZ Bordzeit bezieht die JULES VERNE eine Orientierungsposition in ca. 30.000 Lichtjahren Entfernung von Tare-Scharm. Das Schiff tarnt sich mit dem Schattenschirm, denn im Halo Tare-Scharms operieren Flotten von Traitanks. Es wird festgestellt, dass die gesamte Galaxie von einem undurchdringlichen Wall umgeben ist. Dann werden Raumschiffswracks gefunden, bei denen es sich um Traitanks handelt, die unter rein mechanischer Gewalteinwirkung zerquetscht worden sein müssen. Perry Rhodan beteiligt sich persönlich an der Untersuchung eines solchen Wracks, dem er sich mit dem Kreuzer NAUTILUS I nähert. Auch Ketschua ist mit von der Partie; er ist heimlich in den Kreuzer teleportiert. Im Inneren des Wracks werden nur völlig zermalmte Leichen gefunden. Die Suche nach intakten Datenträgern bleibt ohne Ergebnis.

Als ein Traitank auftaucht, gerät Rhodans Kommandotrupp in Gefahr. Die NAUTILUS I muss fliehen, mehrere Hundertschaften Morgoth'Daer entern das Wrack und verwickeln Rhodans Team, das von Kampfrobotern unterstützt wird, in heftige Gefechte. Die JULES VERNE lockt den Traitank weg und vernichtet ihn, so dass der Kreuzer wieder andocken kann. Da erscheint eine Übermacht aus 20 Traitanks. Als schon alles verloren scheint, taucht ein 140 Kilometer großes Objekt auf, das einer gewaltigen Amöbe gleicht. Offenbar frisst dieses Lebewesen (wenn es denn eines ist) mit Vorliebe Traitanks, denn es verleibt sich einen nach dem anderen ein und zerquetscht sie. Es scheint unverwundbar zu sein und lässt sich auch von den Schutzschirmen der Traitanks nicht beeindrucken. So gewinnt Gucky Zeit, um die Terraner nach und nach in Sicherheit zu teleportieren. Ketschua macht sich nützlich und hilft ihm dabei. Als Gucky vor Erschöpfung zusammenbricht, bringt Ketschua als letzten Terraner Perry Rhodan in Sicherheit.

Die Erkundung des Wracks wird schon als Fehlschlag eingestuft, als Ketschua gesteht, dass er sich heimlich dort umgesehen hat. Er hat einen Datenkristall erbeutet, und es stellt sich heraus, dass es sich um Aufzeichnungen des Kommandanten handelt. Daraus geht hervor, dass sich im Kugelsternhaufen Aquon-Gorissa, der noch außerhalb des Grenzwalls liegt, ein Brückenkopf der Kosmokratendiener befindet, und dass dort der KORRIDOR DER ORDNUNG beginnt. Die Koordinaten des Sternhaufens sind ebenfalls verzeichnet. Die JULES VERNE nimmt Kurs auf diese Koordinaten, denn Rhodan geht davon aus, dass der dortige Brückenkopf mit dem Sammelpunkt INTAZO identisch ist, bei dem er den Treck des GESETZES vorzufinden hofft.

Kommentar:

Zum Roman selbst gibt's nicht viel zu sagen: Er ist nettes Lesefutter und enthält nur wenige Beispiele für die typischen Montillon'schen Wortfindungsstörungen ("kribbeln" wird bei ihm z.B. zu "gribbeln" - LOL). Ketschua ist, wie all seine Artgenossen, ein sympathischer Geselle, der im Zusammenspiel mit Gucky und Mondra Diamond für einige amüsante Szenen sorgt.

Inhaltlich gibt es ein wenig mehr, worauf man eingehen kann, denn es kommen einige neue Aspekte ins Spiel. Der KORRIDOR DER ORDNUNG ist zweifellos eine Einflugschneise durch den Grenzwall. Ich könnte mir vorstellen, dass man einen GESETZ-Geber braucht, um diesen Korridor erzeugen zu können. Anscheinend entsteht die Negasphäre von Tare-Scharm unter den gleichen Bedingungen, die schon aus Hangay bekannt sind. Mal sehen, ob auch in der Zentrumsregion dieser Galaxie eine Superintelligenz residiert. Was es wohl mit diesem komischen Traitankfresser auf sich hat? Ob man davon noch etwas lesen wird, oder ob es sich nur um eine Eigenkreation des Autors handelt, die für die Rettung in letzter Minute gebraucht wird? Man stelle sich vor: Dieses Ding kann nicht einmal von Potenzial-Werfern angekratzt werden und knackt Fraktale Aufriss-Glocken, Schutzschirme also, die man nicht einmal mit Transformkanonen durchbrechen kann.

Ich frage mich übrigens, warum es auf der JULES VERNE Strangeness-Felder gibt. Ich dachte eigentlich, dass die Strangeness im betroffenen Objekt überall gleichmäßig abklingt. Seit wann treten Strangeness-Effekte lokal begrenzt auf oder warum sollte die Strangeness irgendwo schneller abklingen als woanders? Das leuchtet mir nicht so recht ein, vermutlich wurde das Strangeness-Feld nur benötigt, damit Ketschua sich darin verfangen kannů

J. Kreis, 05.01.2008


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