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Perry Rhodan Nr. 2417: Sklave der Maschinen

Autor: Horst Hoffmann

Inhalt

Die RICHARD BURTON erreicht den Planeten Kosichi im Kos-System am 31. Juli 1346 NGZ. Auch hier befindet sich ein Kontaktwald - vielmehr der erste aller Kontaktwälder, dessen Name Alomendris lautet. Alt Atlan und Dao-Lin-H'ay den Wald betreten und die zentrale Lichtung erreichen, beginnt das seltsame Geschöpf zu toben. Die beiden werden immer wieder von den außer Kontrolle geratenen Pflanzen in Gefahr gebracht, dann werden sie zu anderen Kontaktwäldern versetzt. Einer davon befindet sich in der durch einen zweiten Wall abgeschotteten Zentrumsregion Hangays, also im unmittelbaren Einflussbereich KOLTOROCS. Außerdem übermittelt Alomendris Atlan und Dao mentale Bilder von seiner Entstehung.

Die Geschichte der Kontaktwälder

Alomendris ist vor 18 Millionen Jahren in Segafrendo als Schössling des Pflanzenvaters Arystes entstanden. Arystes erklärt sich bereit, diesen Schössling der Roboter-Zivilisation der Erish Vikhtold zu überlassen, weil deren Erschaffer, die "Weißen Herren", sich vergeistigt haben. Die Roboter brauchen einen neuen Herrn, um ihrer Existenz einen Sinn zu geben. Alomendris wird gut versorgt, erzeugt im Verlauf von Millionen von Jahren insgesamt 125 Ableger von sich selbst und entwickelt verschiedene Paragaben. So können all seine Ableger mental miteinander kommunizieren und Objekte untereinander transferieren, außerdem können sie ins All hinauslauschen und Informationen sammeln. Auf diese Weise stellt er fest, dass die Erish Vikhtold nur Materieprojektionen einer gigantischen Maschinenintelligenz sind, die in so genannten Gedankenbunkern residiert und sich über viele Galaxien ausgebreitet hat. Im Namen von Alomendris haben die Maschinen Gewalt und Tod verbreitet. Dann erhält Alomendris Kontakt zu den "Weißen Herren" (den Enareenor) und erfährt von ihnen, dass sie sich entkörperlicht haben, damit den Maschinen, die immer einen Herrn brauchen, den sie beschützen und in dessen vermeintlichem Dienst sie weiter expandieren können, der Daseinszweck entzogen wird. Der Versuch war fehlgeschlagen; die Maschinen haben sich mit Alomendris einfach einen neuen Herrn gesucht.

126 Enareenor gehen in den Wäldern auf und verstärken so deren Fähigkeiten. Doch auch gemeinsam können sie die Maschinen nicht aufhalten. Durch den Einsatz eigener Projektionskörper findet Alomendris heraus, dass er selbst und all seine Ableger auf raumflugtauglichen Plattformen wachsen. Diese Raumschiffe lösen sich aus der Kruste des Planeten, als die Roboter-Zivilisation auf einen überlegenen Gegner trifft, der sie auszulöschen droht. Die 126 Wälder finden eine neue Zuflucht, doch die Erish Vikhtold haben die Vernichtung ihres Planeten überstanden. Nach weiteren Millionen Jahren stehen die Wälder wieder unter der Kontrolle der Aktionskörper der Maschinenintelligenz, erneut überziehen diese viele Galaxien mit Krieg. Dann endlich sind die Enareenor bereit, sich zu opfern. Sie vernichten die Gedankenbunker der Maschinenintelligenz (und damit auch sich selbst), die Wälder sind frei. Aber auch diese Freiheit währt nicht lange, denn aus den verstreuten Stützpunkten der Erish Vikhtold entsteht die Entität Xybane - eine neue Maschinenintelligenz, die sich zu einer negativen Superintelligenz zu entwickeln droht. Die Wälder müssen wieder einmal fliehen und erreichen schließlich Hangay, wo sie sich verstecken, bis TRAITOR auf den Plan tritt. Diesmal wollen Alomendris und seine Ableger aktiv gegen die Bedrohung vorgehen und stellen sich der Neuen Kansahariyya als Kontaktwälder zur Verfügung.

Atlan

Atlan erkennt den Grund für die Panik des Kontaktwaldes: ESCHER hat eigenmächtig seine Avatare in den Wald geschickt, so dass Alomendris glauben musste, die Aktionskörper der Erish Vikhtold seien zurückgekehrt. Atlan befiehlt den Notstart der RICHARD BURTON, so dass die Avatare erlöschen. Alomendris beruhigt sich, woran auch die in den Kontaktwäldern aufgegangene Kartanin Afa-Hem-F'ur beteiligt ist. Sie setzt sich als Fürsprecherin der Galaktiker ein. Atlan erkennt die Möglichkeiten, die sich ihm nun bieten: Einer der Wälder befindet sich in der eigentlich unerreichbaren Zentrumsregion Hangays. Allerdings lehnt Alomendris es aus Angst vor KOLTOROC ab, mit diesem Ableger in Kontakt zu treten.

Am 5. August erhält Atlan die Nachricht, dass im 16.000 Lichtjahre von Kosichi entfernten Raumsektor Kuma-Saka ein Raumschiff gesichtet wurde, bei dem es sich nur um die SOL handeln kann. Die RICHARD BURTON startet, erhält zuvor aber von Alomendris noch die Koordinaten aller anderen 125 Wälder.

Kommentar:

Im "Vorwort" zu diesem Roman steht folgender Satz: "Gemeinsam begegnet ihnen der Sklave der Maschinen". Geht es nur mir so, oder ist dieser Satz wirklich falsch formuliert? Müsste es nicht heißen "Gemeinsam begegnen sie…", oder so? Egal. Jedenfalls ist das der Auftakt zu einem Roman, der vor Rechtschreibfehlern und krummen Formulierungen nur so wimmelt und der teilweise in einer unglaublich infantilen Sprache gehalten ist. Aber vielleicht ist letzteres ja Absicht und soll die Naivität von Alomendris verdeutlichen? Zuerst hatte mich übrigens auch das Wort "Schössling" irritiert, aber mein Duden sagt, dass das so tatsächlich richtig ist, d.h. es wird nicht mit "ß" geschrieben. Sind schon komisch, diese neuen Rechtschreibregeln…

Alomendris ist also ein Schössling von Arystes. Na toll. Jetzt soll man wohl beeindruckt sein? Das soll man wohl für faszinierende kosmische Zusammenhänge halten? Man ist aber weder beeindruckt noch fasziniert, wenn diese Informationen in einem derart langweiligen, lustlos hingeschluderten Machwerk von einem Roman vermittelt werden. Im Grunde sind sie ohnehin belanglos.

Mal hat Atlan keinen Kontakt zur RICHARD BURTON, dann kann er ihr doch den Starbefehl erteilen. Mal hat Alomendris furchtbare Angst davor, Kontakt mit seinem Ableger in KOLTOROCS Reich aufzunehmen, dann schickt er sogar zwei Personen dorthin. Man kann sich den Kram halt immer schön so zurechtbiegen, wie man es für die Handlung braucht, nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschwätz vom letzten Kapitel?

Dieser Roman ist für mich ein einziges Ärgernis und reine Zeitverschwendung.

J. Kreis, 15.12.2007


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