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Perry Rhodan Nr. 2416: Mythos Scherbenstadt

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Dao-Lin-H'ay ringt mit dem Tod und wird in der Medostation der RICHARD BURTON behandelt, ist aber in der Lage, Atlan die Geschichte der SOL zu erzählen. So erfährt der Arkonide auch davon, dass Ronald Tekener und die Kartanin sich endgültig getrennt haben - auch wenn Tekener lange gebraucht hat, um diese Tatsache zu akzeptieren.

Im August 1342 NGZ, elf Tage nach der Flucht von Ultrablau, macht die SOL bei einer Sonne Halt, die den Namen Old Red erhält. Die SOL ist im Halo Hangays gestrandet, denn ihre Überlichttriebwerke sind quasi ausgebrannt. Es gibt jedoch Hoffnung, denn aus dem Wrack des auf Rothger abgestürzten TRAI-Versorgers konnten nicht nur fast 260.000 Tonnen Khalumvatt geborgen werden, sondern auch einige besondere Hyperkristalle, die den Namen T-Exagonium (TEX) erhalten. Die Solaner ahnen nicht, dass es sich dabei um Salkrit handelt, aber sie erkennen die Möglichkeiten, die diese Substanz bietet. Mit Hilfe der Mom'Serimer, die in der SOL leben und sich das Recht zu mehr Mitbestimmung wünschen (der junge Zeran Tronale wäre sogar bereit, einen Aufstand anzuzetteln), wird eine Space-Jet modifiziert, außerdem werden die Fusionsreaktoren von Beibooten in die SOL eingebaut. Am 1. Dezember macht die Space-Jet einen erfolgreichen Testflug. Mit dem TEX ist Hypertaktflug möglich, allerdings wird es dabei schnell aufgebraucht.

Ein halbes Jahr später ist es soweit: Die SOL kann weiter in Richtung Hangay fliegen. Die Solaner stellen fest, dass TRAITOR dabei ist, eine Art Wall um die Galaxie herum zu errichten, der jetzt aber noch durchquert werden kann. Es kommt zu unerklärlichen Kursabweichungen, die auf die Entstehung der Negasphäre zurückgeführt werden und von denen die SOL nur deshalb wenig behindert wird, weil der Hypertaktflug mehrere Tausend Neu-Orientierungen innerhalb kürzester Zeit ermöglicht. Im Oktober 1343 NGZ entwickelt der Mom'Serimer Siri Solabas zusammen mit Blo Rakane eine Khalumvatt-Ummantelung für das TEX, das die Effizienz dieser Hyperkristalle weiter steigert, weil es jetzt möglich ist, einen Teil der Deflagrationsenergie zu nutzen. Dao-Lin-H'ay befiehlt den Anflug auf zwei Sonnenlicht-Stationen, deren Position ihr bekannt sind. Beide Stationen sind jedoch zerstört, die SOL findet am 8. und 24. Oktober nur noch Trümmer von Sonnenlicht-7 und Sonnenlicht-12 vor. Vermutlich wurden sie von TRAITOR vernichtet, denn die SOL wird in der Nähe der zweiten Station von Traitanks angegriffen und kann nur knapp entkommen.

Dao-Lin-H'ay entwickelt einen neuen Plan, der bei Ronald Tekener auf wenig Gegenliebe stößt. Sie will den Widerstand der Völker Hangays gegen TRAITOR organisieren und ist bereit, die SOL zu verlassen. Am 3. Dezember nehmen die Kartanin und der Terraner an einer Geheimkonferenz der Völker Hangays teil, die auf dem Planeten Yoki in der Yokitur-Dunkelwolke stattfindet. Die beiden werden freundlich empfangen, denn sie sind in Hangay noch wohlbekannt. Doch plötzlich verhalten die Konferenzteilnehmer sich eigenartig. Die SOL, auf der das gleiche geschieht (nur die Aktivatorträger und die Mom'Serimer sind immun), muss fliehen. Als die Verhältnisse sich wieder normalisieren, woran die Mom'Serimer entscheidenden Anteil haben, entnehmen die Solaner aufgefangenen Kolonnen-Funksprüchen, was geschehen ist. Ein Entropischer Zyklon hat die Dunkelwolke heimgesucht. Entropische Zyklone führen eine Verdummung aller in ihrem Wirkungsbereich lebenden Intelligenzwesen herbei und rauben ihnen gleichzeitig die Vitalenergie. Die Chaosmächte nutzen die Zyklone, um jegliches Leben in einem bestimmten Raumsektor zu vernichten. Sie sind praktisch das Gegenstück zu den von den Kosmokraten eingesetzten Sporenschiffen und Schwärmen.

Zum Dank für ihre Hilfe erhalten die Mom'Serimer, die bis jetzt nur geduldete Gäste waren, weitgehende Mitbestimmungsrechte in der SOL. Im Januar 1344 NGZ verlässt Dao-Lin-H'ay die SOL mit einer hypertaktflugfähigen Space-Jet, um ihre Pläne allein durchzuführen. Sie hört nie wieder etwas von der SOLů

Noch während Dao-Lins Bericht erhält Atlan am 28. Juli 1346 NGZ die Nachricht, dass im Sektor Jasandrich ebenfalls ein Entropischer Zyklon tobt. Trim Marath nimmt ihn wie etwas absolut Böses und Todbringendes wahr. Die RICHARD BURTON ist davon nicht betroffen und fliegt weiter nach Kosichi.

Kommentar:

Montillon hat das Glück, über etwas schreiben zu dürfen, das vermutlich jeden PR-Fan brennend interessiert: Wie ist es der SOL in den letzten Jahren ergangen? Man erfährt denn auch so einiges und kann diesen Roman deshalb gar nicht langweilig finden. Allerdings konzentriert Montillon sich ziemlich auf die Mom'Serimer. Er schafft es, die Hektik und Ungeduld dieses kurzlebigen Völkchens gut darzustellen und sie noch ein wenig sympathischer werden zu lassen. Allerdings glaube ich mich daran erinnern zu können, dass ihnen schon früher mehr Mitbestimmungsrechte zugestanden worden sind. Warum also die Revoluzzer-Gedanken? Die übrigens ohnehin nichts weiter als Hirngespinste sind? Ich weiß aber nicht mehr, in welchem Roman ich das - wenn ich mich denn nicht irre - gelesen habe.

Ansonsten erfährt man leider nicht sehr viel über die Solaner, da Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay im Mittelpunkt stehen. Diesmal sind die Alleingänge der Kartanin besser nachvollziehbar als ihre vermutlich hormongesteuerten Aktionen auf Ultrablau. Sie hat nun einmal ihren eigenen Kopf und will ihre Pläne durchsetzen. Höchstwahrscheinlich ist sie die treibende Kraft hinter der Neuen Kansahariyya. Auch auf der SOL muss wieder einmal das Salkrit als Allheilmittel herhalten. Was für ein überaus nützlicher Zufall, dass den Solanern überhaupt etwas davon in die Hände gefallen ist, nicht wahr?

Die Entropischen Zyklone fügen dem Perryversum einen neuen Aspekt hinzu. Mit ihnen kann man die Arbeit der Sieben Mächtigen und der Schwärme zunichte machen. Vielleicht sind sie ja der Grund dafür, dass die Chaotarchen unbedingt eine Negasphäre erschaffen wollen, d.h. es könnte ja sein, dass man die Zyklone nur dort "herstellen" kann.

J. Kreis, 09.12.2007


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