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Perry Rhodan Nr. 2415: Armee der Mikro-Bestien

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Ganymed befreit Roi Danton aus dem Konservierungstank. Er betrachtet ihn nicht nur als Freund, sondern stellt sich sogar ganz in seinen Dienst - aus Dankbarkeit dafür, dass der Terraner ihn zum selbständigen Denken bewegt hat. Kaum darf Roi wieder Hoffnung schöpfen, da schmiedet er bereits wilde Pläne. Am liebsten würde er die DERUFUS entführen und sie den Terranern bringen; die zu erwartenden Forschungsergebnisse wären von unschätzbarem Wert. Roi findet den zerstörten Originalkörper Yrendirs, später stellt er fest, dass sich auch die Originalkörper von Zerbone und Aroff in DERUFUS befinden. Sie sind aber noch im Biostasis-Tresor eingelagert. Roi klinkt sich in eine Überwachungsanlage ein, die anscheinend mental gesteuert wird. So findet er heraus, dass er und Ganymed sich nicht nur gegen die noch ca. 2500 Kolonnen-Anatomen der Skapalm-Bark zur Wehr setzen müssen, sondern auch gegen Mor'Daer einer neuen Zuchtreihe, die gerade erweckt wurden.

Roi nutzt die Kenntnisse, die er durch die Rückkopplung mit Dantyren erhalten hat, und beeinflusst mit dessen Überrang-Codes sowohl die Steuerung als auch die Funkanlagen der Bark, die somit weder fliehen noch um Hilfe rufen kann. Ganymed "kümmert" sich derweil um die Mor'Daer-Soldaten. Dann befreit Roi alle Mikro-Bestien, die sich an Bord befinden, um sie zu seinen Verbündeten zu machen. Dies gelingt ihm nur mit Hilfe der beiden Führer der Mikro-Bestien: Senego Trainz und Mor Frant. Die anderen Mikros hätten ihn fast getötet. Der Terraner kann die Mikros davon überzeugen, dass sie gemeinsame Feinde haben und sich gegenseitig helfen müssen. Allerdings hat er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, wie er erkennen muss, als die Mikros erbarmungslos gegen alle anderen Zuchtprodukte der Bark und schließlich auch gegen die Kolonnen-Anatomen vorgehen. Sie lassen niemanden am Leben, der ihnen gefährlich werden könnte oder keinen Nutzen für sie hat. Auch Rorian Omokra, Hoch-Medokogh der Bark, fällt ihnen zum Opfer.

Aus unbekannten Gründen beginnt die Bark plötzlich zu zerbrechen. Es scheint so, als hätten der Biostasis-Tresor und das Paralog-Reprotron erkannt, dass sie in Gefahr geraten sind. Beide Einheiten sind autark flugfähig und lösen sich aus der zerfallenden Bark, um sich selbständig in Sicherheit zu bringen. Roi Danton und einige Mikro-Bestien kapern das Beiboot GAIR IV. Als Roi die Gelegenheit zur sofortigen Flucht nicht nutzt, sondern zuvor ca. 1900 Mikros sowie Ganymed an Bord holt, die sonst im Vakuum gestorben wären, gewinnt er den Respekt und die Zuneigung von Senego Trainz und Mor Frant. Roi steuert das Beiboot zum Aureuth-System, in dessen Nähe sich ein USO-Stützpunkt befindet. Er landet auf dem zehnten Planeten und funkt den Stützpunkt um Hilfe an, befürchtet aber, dass Traitanks der GAIR IV bereits auf der Spur sind. Er will sie deshalb per Autopilot in die nächste Sonne lenken. Damit ist Ganymed jedoch nicht einverstanden. Er will seine neu gewonnene Freiheit auskosten und mit dem Schiff weiterfliegen. 100 Mikro-Bestien begleiten ihn, während der Rest bei Roi bleibt. Sie kommen jedoch nicht weit: Einige Traitanks vernichten das Schiff.

Kommentar:

Zu diesem Roman fällt mir nicht viel ein, abgesehen davon, dass es natürlich schön ist, Roi Danton in Freiheit zu wissen. Hoffen wir, dass die Kopfjäger der Kolonne sich genauso dumm anstellen, wie TRAITOR sich bisher noch immer angestellt hat, und dass sie das Aureuth-System nicht genauer durchsuchen. Selbst wenn Roi Danton wieder gefangen genommen werden würde, so würde ein neuer Dual nicht Dantyren heißen, denn der originale Yrendir ist totů

Mal sehen, was aus den 1800 Mikros wird, die bei Roi geblieben sind. Neue Freunde für die Terraner? Vorbilder für neue Merchandising-Produkte vielleicht? Kuschel-Mikros aus Plüsch? Würde ich sogar kaufen. Im Roman wirken die kleinen Kerle jedenfalls direkt sympathisch, wenn man auch nicht vergessen darf, dass das wilde Erbe ihrer Vorfahren in ihnen steckt. Allerdings ist das Bild von der tobenden Bestie natürlich ein Klischee. Auch Bestien, Uleb oder Zweitkonditionierte waren durchaus zu logischem Denken und zu folgerichtigem Handeln fähig. Deshalb ist es auch gar nicht so weit hergeholt, dass die Mikro-Bestien Roi nicht sofort töten, bevor ihnen klar wird, dass er ihnen wegen seiner Kenntnisse von Nutzen sein kann.

Ansonsten haben mich zwei Sachen ein wenig gestört: Die weitschweifige Erzählweise, die keine rechte Spannung aufkommen lässt, und Hubert Haensels Vorliebe für das Wort "Moment". Er verwendet es unzählige Male, besonders oft in der Formulierung "In dem Moment". Die ich, nebenbei bemerkt, an sich schon für etwas seltsam halte. Momentgenaue Zeitangaben scheinen ihm also sehr wichtig zu sein. So wichtig, dass die Formulierung manchmal in zwei aufeinander folgenden Sätzen vorkommt. Das war so auffällig, dass ich nicht anders konnte, als mitzuzählen. Das störte natürlich den Lesefluss. Ich führe hiermit das Haensel'sche Moment-O-Meter ein. Ich zähle aber nicht alle Momente, sondern nur die erwähnte Formulierung. Zählung bis jetzt (wenn ich nichts übersehen habe):

11 x "In dem Moment" in diesem Heft

J. Kreis, 02.12.2007


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