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Perry Rhodan Nr. 2412: Das Wasser von Aar

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Am 21. Juni 1346 NGZ reist Reginald Bull mit der EAGLE, einem Beiboot der LEIF ERIKSSON II, zu einer Geheimkonferenz aller Milchstraßenvölker. Er wird von Bré Tsinga und von seiner Frau Fran Imith begleitet, die als Leibwächterin fungiert. Vorbereitet und organisiert wurde das Treffen von den Aarus, genauer gesagt von Cheplin, dem Schwarmer von Aarus-Jima. Der Wurm ist der ideale Treffpunkt: Er bietet genug Platz und ist neutral. So hat Cheplin es geschafft, innerhalb weniger Monate tatsächlich Vertreter aller galaktischen Machtblöcke zusammenzubringen, es sind sogar Delegationen der Posbis und der Blues sowie ein halutischer Beobachter zugegen. Auch Imperator Bostich nimmt teil. Die Konferenz findet unter strengsten Geheimhaltungsmaßnahmen statt, denn sie verstößt nicht nur gegen die TRAITOR-Direktive, sondern hat das erklärte Ziel, einen neuen Bund aller Galaktiker gegen die Terminale Kolonne zu schmieden.

Nicht alle Aarus sind damit einverstanden, dass Fremde den Wurm betreten (für die Aarus ist dies ein Tabubruch). Für Cheplin steht jedoch fest, dass die Milchstraße die neue Heimat der Aarus ist, und dass sein Volk sich nicht aus dem Kampf gegen TRAITOR heraushalten kann. Auch andere Maßnahmen Cheplins stoßen bei den einflussreichen Familien auf wenig Gegenliebe. Cheplin hat sich in den vergangenen Jahren bemüht, allen Aarus die gleichen Chancen zu verschaffen und die Macht der "Markierten" zu brechen. Es wurde eine Verschwörung gegründet, die sich selbst als "Wasser von Aar" bezeichnet und Cheplin beseitigen will. Mehr noch: Diese hochrangigen Aarus wollen sich auf die Seite der Gewinner schlagen und TRAITOR die Dienste Aarus-Jimas anbieten. Während die Konferenz beginnt, bereiten die Verschwörer den entscheidenden Schlag gegen Cheplin vor.

Die erste Versammlung der Galaktiker gerät sogleich ins Stocken. Die Delegierten können sich nicht auf einen Namen für den neuen Bund einigen, vor allem aber verursacht die Feindschaft zwischen Bull und Bostich Probleme. Sie werfen sich gegenseitig vor, den angestrebten neuen Bund dominieren zu wollen. Bré Tsinga organisiert deshalb ein persönliches Gespräch der beiden mit Cheplin. Da schlagen die Verschwörer zu. Cheplin und dessen Begleiter werden betäubt, die Konferenzteilnehmer sind als "Geschenk" für die Terminale Kolonne vorgesehen. Allerdings haben die Verschwörer nicht mit Bull und Bostich gerechnet, die ihre Differenzen vorübergehend vergessen und gemeinsam gegen die Angreifer kämpfen. Diese haben jedoch bereits einen an TRAITOR gerichteten Funkspruch abgesandt, der von einigen Traitanks aufgefangen wird. Zwar können die Verschwörer unschädlich gemacht werden, aber Aarus-Jima wird von den Traitanks angegriffen. Eine Flucht scheint nicht möglich zu sein, denn die Verschwörer haben die Zugänge zu allen Rechnern gesperrt. Im letzten Moment gelingt es den Posbis, denen Zutritt zum Ozeanischen Computer gewährt worden ist, eine Transition zu veranlassen.

Nachdem der Wurm in Sicherheit ist, kann die Konferenz weitergehen. Am 27. Juni wird die Gründung einer Organisation verkündet, die den Namen Neues Galaktikum trägt und unter Bostichs Vorsitz steht. Das Neue Galaktikum soll TRAITOR gemeinsam bekämpfen und die Interessen der Mitgliedsvölker wahren. Bull hat auf den Rat "seiner Frauen" gehört und will künftig nur aus dem Hintergrund heraus beobachten. Ohnehin erkennt er Bostichs Führungsqualitäten durchaus an. Er hofft, Bostich sei durch seine neue Position so ausgelastet, dass er sonst keine Schwierigkeiten machen wird.

Am 30. Juni ist Bull zurück auf Terra. Von einem Abgesandten der Friedensfahrer erhält er die Nachricht, dass Dantyren ein Klon Michael Rhodans war. Irgendwie erhält auch Zheobitt Zugang zu dieser streng geheimen Information. Er bietet Bull an, bei der Suche nach dem echten Roi Danton zu helfen. Als Lohn verlangt er unter anderem Dantyrens Leiche und die exklusive Untersuchung Roi Dantons, sollte dieser gefunden werden können.

Kommentar:

Natürlich freue ich mich in jeder Woche auf mein neues PR-Heft, aber diesmal war die Freude besonders groß. Schließlich wurde dieser Roman von Susan Schwartz (Pseudonym für Uschi Zietsch) geschrieben, der die PR-Serie einige wunderbare Romane verdankt, und die seit einigen Jahren leider nicht mehr zum Team gehört. Auf ihren Gastroman war ich natürlich ganz besonders gespannt, und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders gut haben mir - wie immer bei Uschis Romanen - die Charakterisierungen gefallen. Das trifft nicht nur auf das sympathische Völkchen der Aarus zu (schön, mal wieder was von Cheplin und Susa zu lesen), sondern auch auf Bully und Fran. Letztere hat ein paar richtig gute Auftritte - in der Serie hat sie bisher ja eher ein Schattendasein geführt, und es ist zu befürchten, dass es wieder so werden wird. Es sei denn, dass Uschi vielleicht doch wieder… nur mal so als Vorschlag…

Ein richtig schöner Roman also, allerdings muss ich mich doch fragen, wie es all den vielen Delegationen unter der Kontrolle TRAITORS und den mit der Hyperimpedanz-Erhöhung verbundenen Schwierigkeiten gelungen sein soll, in relativ kurzer Zeit und dann auch noch völlig unbemerkt nach Aarus-Jima zu kommen. Schließlich dürften alle wichtigen Systeme spätestens seit Verkündung der TRAITOR-Direktive scharf beobachtet werden, und jeder nicht genehmigte Raumflug müsste doch sofort auffallen. Die Gründung des Neuen Galaktikums ist nicht mehr als ein Symbol. Was wollen die Völker der Milchstraße gegen die Terminale Kolonne ausrichten, selbst wenn alle an einem Strang ziehen - was, wie wir am Beispiel der Streitereien um den Namen der neuen Organisation gesehen haben, eher unwahrscheinlich sein dürfte?

Egal. Der Roman hat mir gut gefallen, da kann man solche Kritikpunkte mal ignorieren. Es ist übrigens sehr nett von der Autorin, dass sie quasi die Perrypedia kanonisiert. Auf Seite 35 werden nämlich die persönlichen Gäste der Aarus erwähnt: Einige Beobachter von der PP, ohne deren Recherchedienste die Aarus (Zitat) "diese Geschichte niemals so auf die Reihe" (Zitat Ende) bekommen hätten…

J. Kreis, 11.11.2007


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