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Perry Rhodan Nr. 2408: Krieg der Prozessoren

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Das Hangay-Geschwader, bestehend aus der RICHARD BURTON als Führungsschiff sowie drei LFT-Doppel-BOXEN und vier PONTON-Tendern ist auf dem Weg nach Cala Impex, dem Stützpunkt der Friedensfahrer in der Nähe von Hangay. Alle Besatzungsmitglieder sind sich im Klaren darüber, dass mit diesem Geschwader kein militärischer Sieg über die Terminale Kolonne möglich ist. Die Galaktiker haben lediglich einen Beobachtungsauftrag. Mit an Bord der RICHARD BURTON ist die Parapositronik ESCHER, die nach eigener Aussage benötigt wird, wenn das Geschwader in die entstehende Negasphäre eindringen will. Da Atlan dieser Behauptung glaubt, lehnt er eine von ungefähr der Hälfte aller Besatzungsmitglieder unterschriebene Petition ab, in der die Abschaltung der Parapositronik gefordert wird. Der Arkonide ist einigermaßen entsetzt, auf diese Weise davon zu erfahren, dass große Teile der Besatzung Angst vor ESCHER haben. Zusammen mit der Nexialistin Dr. Indica, die mit ihrem Witz, ihrer Intelligenz und ihrem guten Aussehen großen Eindruck auf Atlan macht, spricht der Arkonide mit Dr. Savoire, dem "Ersten Positroniker" ESCHERS, über dieses Problem. Eine Lösung wird dadurch aber nicht erreicht.

Tatsächlich geht eine Gefahr von ESCHER aus, von der niemand etwas ahnt - noch nicht einmal die Parapositronik selbst. Nur 20 in ihr vernetzte Bewusstseine, zu denen auch Rodin Kowa gehört, hegen den Verdacht, dass etwas nicht stimmt. Allmählich kommen sie einem Renegaten auf die Spur, doch als sie erfahren, was er wirklich will, ist es fast zu spät. Rutmer Vitkineff, einer der 140 Prozessoren, ist ein Halbmutant, der schon zu Lebzeiten Suggestor-Fähigkeiten hatte. Ihm ist es gelungen, unabhängig von ESCHER einen Aktionskörper zu erzeugen, mit dem er sich in der RICHARD BURTON bewegen kann. Sein Ziel besteht darin, die Macht über das Schiff und über ESCHER zu erlangen, um auf diese Weise unsterblich zu werden und sich vor TRAITOR in irgend einer anderen Galaxie in Sicherheit zu bringen. Von einem Versteck aus erprobt er seine Paragabe und bringt allmählich immer mehr Besatzungsmitglieder unter seine Kontrolle. Am 15. Mai 1346 NGZ holt er zum großen Schlag aus - bis auf die Mentalstabilisierten, zu denen auch Dr. Indica gehört, befolgen von diesem Moment an alle Besatzungsmitglieder der RICHARD BURTON seine suggestiv erteilten Befehle, gleichzeitig dehnt Vitkineff seinen Einfluss innerhalb ESCHERS aus.

Als die von Vitkineff kontrollierten Menschen ein Attentat auf Dr. Savoire verüben, der als einziger in der Lage wäre, ESCHER zu deaktivieren, greift Atlan ein. Er rettet den Diakater und sorgt dafür, dass die anderen Mentalstabilisierten von Startac Schroeder in Sicherheit teleportiert werden. Die 20 Prozessoren, die Verdacht geschöpft haben, finden Vitkineffs Versteck und geben diese Information an Atlan weiter. Startac Schroeder teleportiert Atlan und Trim Marath dorthin, im Feuer ihrer Handstrahler wird Vitkineffs Aktionskörper vernichtet. Vitkineffs geschocktes Bewusstsein kehrt in die Hyperdim-Matrix zurück, wo es in seinem geschwächten Zustand keinen Widerstand leisten kann, als die anderen Prozessoren es isolieren und "fragmentieren", so dass es erlischt. ESCHER entschuldigt sich bei Atlan für die Unannehmlichkeiten, der Flug geht weiter.

Kommentar:

Ich nehme an, dass dieser Roman als Zugeständnis für Neuleser gedacht ist, die mit PR 2400 eingestiegen sind, denn es wird ausführlich rekapituliert, was ESCHER ist, dass es Leute gibt, die die Parapositronik für eine Bedrohung halten, und dass ESCHERS Avatare immer wieder das Gegenteil behaupten, ohne je einen Beweis dafür erbringen zu können. All das ist für Leser wie mich natürlich nichts neues, somit sind diese Passagen des Romans für unsereins eher langweilig. Gebetsmühlenartig wird auch diesmal wiederholt, dass ESCHER unbedingt für den Einflug nach Hangay gebraucht wird. Die Parapositronik selbst behauptet es, Savoire ist ebenfalls davon überzeugt. Woher wollen sie es wissen? Wer weiß denn, welche Verhältnisse in einer Negasphäre herrschen? Bis jetzt hat ESCHER seine Nützlichkeit jedenfalls noch nicht ein einziges Mal unter Beweis gestellt. Im Gegenteil: Alles, was Atlan und die Terraner davon hatten, waren Schwierigkeiten. Auch diesmal hat es wieder Tote gegeben. Es wird Zeit, dass ESCHER mal zeigt, was er kann, und dass er seine Fähigkeit uneingeschränkt in die Dienste der Terraner stellt.

Seit wann können Avatare eigentlich "erschossen" werden? Ich hatte das bisher anders in Erinnerung, d.h. Merlin Myhr und Pal Astuin waren doch immer absolut unangreifbar, oder? Jetzt plötzlich kann man so einen Aktionsköper durch einfache Handstrahler vernichten. Tja, muss wohl so sein, sonst hätte Vitkineff nicht ausgeschaltet werden können und die RICHARD BURTON wäre jetzt in seiner Gewalt. Da muss man sich als Autor den Kram halt so hinbiegen, wie es einem passt.

Ansonsten sind vielleicht noch die sprachlichen Unsicherheiten des Autors erwähnenswert. Gar nicht so selten kommt es vor, dass er Formulierungen verwendet, die nicht so ganz passen. Aber ich werde nie wieder behaupten, dass das sprachliche Niveau der Serie gesunken ist: Ich lese parallel alte Romane aus den Achtzigern - da war es auch nicht besser.

J. Kreis, 14.10.2007


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